18. Juli 2021 / 08:50 Uhr

Nico Hülkenberg will zurück in die Formel 1: "Wenn es jetzt nicht klappt, dann..."

Nico Hülkenberg will zurück in die Formel 1: "Wenn es jetzt nicht klappt, dann..."

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nico Hülkenberg am Rande seines bisher letzten Auftritts in der Formel 1 im Oktober 2020 am Nürburgring.
Nico Hülkenberg am Rande seines bisher letzten Auftritts in der Formel 1 im Oktober 2020 am Nürburgring. © IMAGO/Motorsport Images
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Der deutsche Rennsportler Nico Hülkenberg hofft auf eine Rückkehr in die Formel 1 - setzt sich allerdings auch eine Deadline. Sollte es 2022 nicht für ein Cockpit reichen, sei das Kapitel für ihn abgeschlossen, sagte der 33-Jährige.

Rund ein Jahr nach seinem überraschenden Kurz-Comeback in der Formel 1 will Nico Hülkenberg dauerhaft zurück in die Motorsport-Königsklasse. Das bekräftigte der Deutsche in einem Interview mit der Bild am Sonntag. "Ehrlicherweise fehlt mir das Racing schon ziemlich", erklärte der 33-Jährige, der im vergangenen Jahr drei Mal als Ersatzfahrer bei Racing Point eingesprungen war - zweimal im englischen Silverstone, wo die F1 auch an diesem Wochenende Station macht, und einmal am Nürburgring.

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Zuvor hatte ihm Renault keinen neuen Vertrag angeboten und stattdessen Esteban Ocon verpflichtet. In den Jahren 2020 und 2021 war und ist Hülkenberg, der aktuell als Ersatzfahrer bei Racing-Point-Nachfolger Aston Martin beschäftigt ist, ohne festes Cockpit in der Formel 1, der er zuvor rund zehn Jahre als Stammfahrer angehörte. "Der ständige Druck wird einem erst wirklich bewusst, wenn man mal raus ist. Diesen Abstand gehabt zu haben tat aber ganz gut, weil ich dadurch die Chance hatte, die letzten 10 Jahre zu reflektieren", so Hülkenberg, der dennoch auf eine Rückkehr brennt.

Er rufe weiterhin Teamchefs an, allerdings könne man diese Telefonate "an einer Hand abzählen", sagte der in Emmerich am Rhein geborene Pilot. "Ich denke, das kann sich jeder selber ausrechnen, wo was gehen könnte und ich mache mir auch keine Illusionen, dass bei den Top-Teams die Tür für mich zu ist", erklärte er mit Blick auf Mercedes, Red Bull & Co. Stattdessen könnten Hinterbänkler wie Haas, Alfa Romeo oder sein Ex-Team Williams interessant werden, wobei Hülkenberg dabei "nicht ins Detail" gehen wollte.

Hülkenberg: 2022 letzte Chance für F1-Comeback?

Eine Rückkehr zur Saison 2022, in der es umfassende Regeländerungen geben wird, sieht Hülkenberg als letzte Chance für eine Fortsetzung seiner Laufbahn in der Königsklasse. "Ich glaube, so realistisch muss ich sein. Wenn es jetzt nicht klappt, dann ist das Kapitel Formel 1 für mich abgeschlossen", sagte der 179-malige Grand-Prix-Fahrer. Eine Deadline würde es dabei naturgemäß geben: "Wenn keine Cockpits mehr offen sind, würde ich sagen."