28. Januar 2020 / 13:59 Uhr

Nicolas Zippan siegt im Berliner Velodrom

Nicolas Zippan siegt im Berliner Velodrom

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Nicolas Zippan (4.v.l.) vom RSV 93 Königs Wusterhausen siegte zusammen mit Partner Luca Kasnya (5.v.l.) beim Berlin-Cup-Nachwuchsrennen im Vorprogramm der 109. Berliner Six Days. 
Nicolas Zippan (4.v.l.) vom RSV 93 Königs Wusterhausen siegte zusammen mit Partner Luca Kasnya (5.v.l.) beim Berlin-Cup-Nachwuchsrennen im Vorprogramm der 109. Berliner Six Days. © Privat
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Radsport: RSV-93-Fahrer aus Königs Wusterhausen überzeugt mit Partner Luca Kasnya auf der Bahn.

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Ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk hat sich Rennradsportler Nicolas Zippan vom RSV 93 Königs Wusterhausen mit dem Sieg beim Berlin-Cup-Nachwuchsrennen im Vorprogramm der 109. Berliner Six Days selbst bereitet, denn der sympathische Nachwuchsfahrer feierte am gestrigen Dienstag seinen 16. Geburtstag. „Dieser Sieg war äußerst clever, taktisch sehr klug und mit sehr viel Übersicht und Abgeklärtheit herausgefahren worden“, freute sich RSV-Vereinsvorsitzender Raimund Dinter, der den Titelgewinn von Zippan live in der Halle verfolgte. „Das Rennen war an allen drei Tagen ziemlich schnell und hektisch, was bei einem Fahrerfeld von 16 Mannschaften auch verständlich war“, so Zippan nach seinem Erfolg in Berlin, „über den ersten Platz waren Lukas und ich sehr glücklich und auch mit unserer gezeigten Leistung sehr zufrieden.“

An drei Abenden wurde der internationale Berlin-Cup in verschiedenen Disziplinen für Nachwuchsmannschaften mit durchgehender Wertung ausgetragen, bevor der jeweilige Startschuss für die Sechstage-Profis ertönte. Nicolas Zippan ging mit seinem Partner Luca Kasnya vom Team RSV HOEB.ike (Sachsen) in der Jugendklasse U17 schon als heißer Mitfavorit an den Start. Es wurden jeweils ein Punktefahren über 40 Runden – 20 Runden für jeden Partner – sowie das Madison über 20 Minuten gefahren. Bereits nach dem ersten Punktefahren führte das Favoriten-Doppel nach Punkten. Schärfste Konkurrenten waren dabei der Cottbuser Jonas Reibsch (mehrfacher Deutscher Meister) mit seinem Partner Louis Leidert vom RSV Seeheim 1971 (Hessen) sowie die beiden Dänen Haugsted/Nielsen.

Zippan/Kasnya hatten beim ersten Madison-Wettbewerb als neue Kombination noch einige Abstimmungsprobleme, die leider fünf Runden vor Schluss zum Sturz von Zippan führten. Glücklicherweise aber ohne größere Folgen für den Nachwuchsrennfahrer. „Es war nur ein wenig ,Tapete’ ab und Nicolas hatte leichte Prellungen an Hüfte und Ellenbogen. So etwas passiert halt“, so der knappe Kommentar von Trainervater Michael Zippan. Am zweiten Wettkampftag stimmte die Abstimmung zwischen den beiden Fahrern perfekt, die sich dadurch einen deutlichen Punktevorsprung herausfuhren.

Führungsduo beherrschte die Konkurrenz

Absoluter Höhepunkt des Berlin-Cups war der dritte Tag, denn das Madison der U17 war zeitlich unmittelbar vor den Profirennen gelegt. Das Velodrom war so gut wie ausverkauft und Sprecher Robert Bengsch von Eurosport, der ein Faible für den Nachwuchssport hat, heizte die Stimmung kräftig an. Die beiden Führenden mussten nur darauf achten, dass kein Sturz mehr passiert und niemand dem Feld entwischt und damit einen Rundenvorsprung herausfährt, denn nach Punkten waren sie nicht mehr einzuholen. Zippan und Kasnya beherrschten die Konkurrenz souverän und verteidigten ihren Vorsprung bis ins Ziel. Das Publikum feierte die letzten Runden frenetisch und trugen die beiden Radsportler förmlich zum Sieg. Sichtlich erleichtert und überaus strahlend genossen sie ihre Ehrenrunde als „Bad in der Menge“.

Wie eng es bei den folgenden Platzierungen zuging, mussten Reibsch/Leidert erfahren, als sie in der Schlusswertung mit doppelter Punktzahl ihren Ehrenplatz noch an das dänische Paar abtreten mussten und somit Dritte wurden.

Großes Pech hatte am letzten Tag Adrian Püschel, der ebenfalls vom RSV 93 KW beim Berlin-Cup am start war. Erst gab es beim Punktefahren Abstimmungsprobleme mit seinem dänischen Partner, welcher zum Rundenverlust führte. Überhaupt war Püschel insgesamt der stärkere Partner, der aber trotz einiger Attacken allein wenig ausrichten konnte. Und dann passierte am Anfang des Madison beim Ablösen der Sturz. Püschel wurde dabei leicht verletzt und konnte nicht mehr weiterfahren. Sein Partner fuhr noch einige Runden mit, konnte aber allein, da kein anderer Fahrer zur Verfügung stand, nichts mehr ausrichten und gab schließlich entnervt auf. In der Altersklasse U15 war vom RSV 93 Louis Mohrin dabei, der aber leider nicht die Qualifikation zum Finale überstand und somit vorzeitig ausscheiden musste.

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