08. Januar 2021 / 22:43 Uhr

Niederlage in Overtime trotz Überzahl: IceFighters Leipzig verlieren gegen Hamburg

Niederlage in Overtime trotz Überzahl: IceFighters Leipzig verlieren gegen Hamburg

Martin Bergau
Leipziger Volkszeitung
6
Es war eine sehr gute und umkämpfte Partie, die Fan-Herzen höher schlagen ließ. © Christian Modla
Anzeige

Mehr konnte ein Zuschauer von einer Eishockeypartie nicht erwarten! Das Tempo war hoch, es gab ständig Chancen beider Teams und das bei vollem Einsatz. Leider stimmte aus Sicht der Sachsen nur das Endergebnis nicht. Die IceFighters Leipzig verloren in Overtime gegen die Crocodiles Hamburg mit 3:4.

Anzeige

Leipzig. Sieben Heimsiege in Serie konnten die Exa Icefighters Leipzig feiern. Am Freitagabend kam in den Kohlrabizirkus nach langer Zeit mal wieder ein Top-Gegner, der den Sachsen alles abverlangte und die starke Serie beendete. In einem spektakulären Schlagabtausch unterlagen die Icefighters mit 3:4 (1:0, 0:0, 2:3, 0:1) nach Verlängerung. Die Eiskämpfer konnten auf die Rückkehrer und Routiniers Esbjörn Hofverberg und Alexander Zille bauen, die nach verlängerter Quarantäne dabei waren.

Anzeige

Das Spiel riss jedoch der Gast an sich. Die Krokodile ließen die Scheibe flüssig laufen, legten gute Kombinationen auf das Eis. Wirkliche Torgefahr erzeugte die Mannschaft von Cheftrainer Sven Gerike nicht, zu sehr waren sie in der defensiven Zone mit harter Arbeit gefordert. Erik Hoffmann und der Pfosten hielten das Leipziger Tor sauber. Als alle mit dem 0:0 zur Pause rechneten, schlug die Stunde von Hannes Albrecht. Er nutzte eine glücklich zustande gekommene Situation zur glücklichen 1:0-Führung für die Icefighters.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zur Niederlage der IceFighters

Die IceFighters Leipzig verlieren ihr Spiel am Freitagabend gegen die Crocodiles Hamburg in Overtime mit 3:4. Zur Galerie
Die IceFighters Leipzig verlieren ihr Spiel am Freitagabend gegen die Crocodiles Hamburg in Overtime mit 3:4. ©

Das Mitteldrittel sollte die Zuschauer an den Bildschirmen verzücken. Es entwickelte sich eine wahre Achterbahnfahrt mit Großchancen auf beiden Seiten. Leichte Vorteile hatten dieses Mal die Gerike-Cracks. Nur im Powerplay ließ der Gast aus Hamburg die wesentlich feinere Klinge spielen. Ein einziges Wunder beim Blick auf die Anzeigetafel: es fielen in diesen hochklassigen Minuten keine Tore. Auch dank der Torhüter, denn Kai Kristian für Hamburg und Erik Hoffmann für Leipzig lieferten jeweils eine bärenstarke Performance.

Niederlage in letzter Sekunde

Im letzten Drittel ging die rasante Achterbahnfahrt in Form von weniger Klasse, aber Toren weiter. Die Leipziger bestraften sich zunächst selbst. Nach mehreren Fehlern in der Arbeit nach hinten drehte Hamburg das Spiel, inklusive eines Traumtores in Überzahl. Aus 1:0 wurde 1:3, doch das Kämpferherz der Icefighters schlug. Oliver Noack und Florian Eichelkraut glichen nach diesem noch Rückschlag aus. Diese Punkteilung verdienten sich beide Teams in der tollen Begegnung redlich.


In der Verlängerung roch es nach einem Penaltyschießen, allerdings machten die Gastgeber dieses Mal Sekunden davor in Überzahl einen Fehler zu viel. Zuravlev beendete durch die Beine von Hoffmann die Leipziger Serie. Doch nach diesem wahrhaften Fight ohne Zuschauer sind mehr Punkte am Sonntag bei ähnlicher Leistung beim Schlusslicht Hammer Eisbären reine Formsache.