25. November 2022 / 21:36 Uhr

Niederlande-Trainer van Gaal schimpft nach Dämpfer gegen Ecuador: "Das ist unser Problem"

Niederlande-Trainer van Gaal schimpft nach Dämpfer gegen Ecuador: "Das ist unser Problem"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Louis van Gaal konnte am Freitag nicht zufrieden sein.
Louis van Gaal konnte am Freitag nicht zufrieden sein. © IMAGO/Pro Shots
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Die Niederlande sind in ihrem zweiten WM-Spiel nur knapp an einer Niederlage gegen Ecuador vorbeigeschrammt. Bondscoach Louis van Gaal haderte hinterher mit der Leistung – und sieht viel Bedarf, wenn sein Team um den Titel mitspielen will.

Louis van Gaal zeigte sich trotzdem noch prächtig gelaunt. Als sein Trainerkollege Gustavo Alfaro sich nach dem 1:1 (1:0) der Niederlande gegen Ecuador stolz fotografieren ließ, stellte sich der Bondscoach einfach grinsend daneben. Als wollte er sagen: Seht her, alles in Ordnung. Das war es aber nicht. Innerlich sah es in dem 71-Jährigen deutlich anders aus. "Das war nicht die Leistung, die ich erwartet habe. Wir haben kein gutes Spiel gemacht. Wir waren gut in der Verteidigung, aber nicht gut, wenn wir in Ballbesitz sind. Das ist unser Problem", sagte van Gaal und meinte mit Blick auf sein großes Ziel: "Wenn du Weltmeister werden willst, muss das besser werden. Die Qualität der kommenden Gegner ist deutlich höher."

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"Oranje" begann an diesem milden Freitagabend im Khalifa International Stadion durch das schnelle Tor von Cody Gakpo (6. Minute) - es war das schnellste des Turniers - grandios, lieferte in den folgenden gut 90 Minuten aber eine erschreckend harmlose Darbietung ab. "Wir haben jeden Zweikampf verloren, jeden zweiten Ball. Ecuador hätte gewinnen können, aber mehr als ein Schuss an die Latte hatten sie nicht. Das Tor haben wir ihnen geschenkt", meinte Van Gaal. Énner Valencia (49.) hatte zu Beginn der zweiten Halbzeit den Ausgleich erzielt, der bis zum Ende immer verdienter wurde.

Den vorzeitigen Achtelfinal-Einzug hat die Niederlande zwar verpasst, mit dem Ergebnis kann man dennoch zufrieden sein. Schließlich genügt ein Sieg am Dienstag gegen den bereits ausgeschiedenen Gastgeber Katar, um als Gruppensieger in die K.o.-Runde einzuziehen. Viel Zeit bleibt van Gaal trotzdem nicht, seiner Mannschaft einen gepflegteren Fußball einzuimpfen. Zumal durch das Ergebnis Unruhe aufkommen könnte. Eine Elftal, die besser verteidigen als angreifen kann - das ist einfach kein holländischer Fußball. Mit vier Punkten aus zwei Partien hat Ecuador ebenso wie die Niederlande vor dem letzten Spieltag gute Chancen auf die K.o.-Runde, auch der Senegal darf mit drei Zählern in der Gruppe A noch hoffen. "Wir sind weiter ungeschlagen und haben es weiter in der eigenen Hand", sagte van Dijk. Gastgeber Katar ist dagegen vorzeitig ausgeschieden.

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