10. April 2017 / 08:10 Uhr

96 vor dem Derby: Alles steht auf dem Spiel

96 vor dem Derby: Alles steht auf dem Spiel

Jonas Freier
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Martin Kind
Hat den Traum von einer dauerhaften hannoverschen Trainerlösung nicht aufgegeben: Martin Kind © imago/kaletta
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Der psychologische Vorteil ist dahin: Statt mit breiter Brust geht 96 allenfalls mit Wut im Bauch ins Derby gegen Braunschweig. Ein Kommentar.

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Wenn Fußball Wünsch-dir-Was wäre, dann würden Trainer Mirko Slomka und Sportdirektor Jörg Schmadtke bei 96 immer noch den Ton angeben – und Hannover würde im Konzert der Großen mitspielen. Denn unter Slomka und Schmadtke hatte 96 seine beste Zeit, seit es die Bundesliga gibt.

Und Platz vier, der das Team 2011 in die Europa League katapultierte, würde heute sogar zur Qualifikation für die Champions League berechtigen – man wird ja wohl noch träumen dürfen.

Ruckzuck Tabellenführer

Die schöne Geschichte hatte leider kein Happy End. Die Wege von 96, Slomka und Schmadtke trennten sich. Aber Boss Martin Kind hat den Traum von einer dauerhaften hannoverschen Trainerlösung noch nicht aufgegeben.

Das Restprogramm von Hannover 96

1. FC Heidenheim (Freitag, 5. Mai um 18.30 Uhr): Nach einer gelungenen Hinrunde mit Platz vier als Abschluss haperte es beim 1. FC Heidenheim zuletzt. Beim FC St. Pauli gab es am Wochenende eine 0:3-Niederlage. Als Lebensversicherung gilt nach wie vor Marc Schnatterer (vorne). Am 5. Mai muss die Abwehr von Hannover 96 in der Voith-Arena besonders ein Auge auf den torgefährlichen Stürmer (zehn Tore) haben. Zur Galerie
1. FC Heidenheim (Freitag, 5. Mai um 18.30 Uhr): Nach einer gelungenen Hinrunde mit Platz vier als Abschluss haperte es beim 1. FC Heidenheim zuletzt. Beim FC St. Pauli gab es am Wochenende eine 0:3-Niederlage. Als Lebensversicherung gilt nach wie vor Marc Schnatterer (vorne). Am 5. Mai muss die Abwehr von Hannover 96 in der Voith-Arena besonders ein Auge auf den torgefährlichen Stürmer (zehn Tore) haben. ©

Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig: Die Geschichte des Derbys in Bildern.

Wenn man Hannoveraner und Braunschweiger nach den Derbys ihrer Fußballvereine fragt, dann lautet die Antwort meist: Es gibt nur eines! Gemeint ist das Niedersachsen-Derby, Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig. Treffen diese Vereine aufeinander, dann brennt es auf und neben dem Platz. Wir werfen einen Blick auf die bewegte Geschichte dieses großen Fußballderbys. Zur Galerie
Wenn man Hannoveraner und Braunschweiger nach den Derbys ihrer Fußballvereine fragt, dann lautet die Antwort meist: "Es gibt nur eines!" Gemeint ist das Niedersachsen-Derby, Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig. Treffen diese Vereine aufeinander, dann brennt es auf und neben dem Platz. Wir werfen einen Blick auf die bewegte Geschichte dieses großen Fußballderbys. © Udo Heuer

Weil Daniel Stendel zwar eine charmante Zwischenlösung war, aber beim alternativlosen Auftrag sofortiger Wiederaufstieg überfordert wirkte, soll es nun André Breitenreiter richten.

Ruckzuck war der Trainer aus Altwarmbüchen mit 96 Tabellenführer, ein einfacher Sieg in Würzburg hätte Platz eins gesichert. Vor der Mutter aller Derbys gegen Braunschweig wäre das psychologisch von Vorteil gewesen.

Alles hängt vom Aufstieg ab

Nach dem bescheidenden 0:0 vom Freitagabend geht 96 aber nicht mit breiter Brust, sondern allenfalls mit Wut im Bauch ins Derby. Einen Tag vor Ostern MUSS 96 den Braunschweigern die Ohren lang ziehen, was selbstverständlich nur symbolisch gemeint ist.

Der Aufstieg in die Bundesliga ist Grundvoraussetzung für alles, was 96 in Zukunft plant. Dazu gehört auch die Langfristplanung mit Breitenreiter und Manager Horst Heldt.

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