02. Juni 2019 / 18:50 Uhr

Niedersachsenmeister 2019: 96-Frauen steigen in Regionalliga auf und lassen die Korken knallen

Niedersachsenmeister 2019: 96-Frauen steigen in Regionalliga auf und lassen die Korken knallen

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Niedersachsenmeister 2018/19: Hannover 96.
Niedersachsenmeister 2018/19: Hannover 96. © deisterpics/Stefan Zwing
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Jubel, Trubel, Heiterkeit: Die Frauen von Hannover 96 setzen sich im sengend heißen August-Wenzel-Stadion gegen die Frauen von BW Hollage mit 3:0 im Relegationsspiel durch, sichern sich somit die Niedersachsenmeisterschaft 2019 und feiern den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga. 

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Schon fünf Minuten vor dem Schlusspfiff haben auf der Ersatzbank die Vorbereitungen die die große Aufstiegsparty begonnen. Die Frauen von Hannover 96 führten zu diesem Zeitpunkt im Relegationsspiel gegen BW Hollage um den Regionalligaaufstieg schon ungefährdet mit 3:0. T-Shirts wurden gereicht, Sektflaschen vorbereitet. Die Reservespielerinnen lagen sich bereits in den Armen. Dann folgte schließlich der erlösende Schlusspfiff und es bildete sich eine große Jubeltraube. Alle lagen sich in den Armen, strahlten im Gesicht, lachten und spritzten sich gegenseitig mit Sekt nass. „Vor vier Jahren haben wir in der Versenkung der Bezirksliga gekickt. Und jetzt haben wir den Aufstieg in die Regionalliga geschafft. Das ist einfach geil“, sagte der nasstriefende 96-Trainer Marcel Geisenhainer.

Bilder der Regionalliga-Relegation zwischen den Hannover 96 Frauen und BW Hollage:

Jubel und Sektdusche nach dem Abpfiff: Die 96-Frauen lassen es krachen. Zur Galerie
Jubel und Sektdusche nach dem Abpfiff: Die 96-Frauen lassen es krachen. ©
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„Man hat die ganze Saison so hart gearbeitet. Der ganze Druck fällt am Ende von einem ab“

Die Spielerinnen haben größtenteils noch gar nicht realisiert, was sie geleistet haben. „Ich bin total kaputt. Es wird ein wenig dauern, um das zu verarbeiten“, sagte Kapitän Jessica Arend. „Wir haben uns einen Traum erfüllt“, fügte sie hinzu. Schon zum zweiten Mal hat Isabel Waßmann den Aufstieg in die Regionalliga gefeiert. Ihr gelang es schon einmal mit Fortuna Celle. „Beide Male war es toll. Am Ende fällt eine große Last von einem ab“, sagte sie. Und Lena Rathmann, die von Waßmann als besonders feierwütig bezeichnet wurde, war nach dem Schlusspfiff besonders emotional. „Man hat die ganze Saison so hart gearbeitet. Der ganze Druck fällt am Ende von einem ab.“

Doch 96 schien mit dem Druck besonders gut zurechtzukommen. „Wir haben von der ersten Sekunde eine starke Leistung auf den Platz gebracht“, lobte Geisenhainer. Das Team aus Hollage beschränkte sich ausschließlich auf Defensivarbeit, schlug die erkämpften Bälle meist nur hoch aus dem eigenen Strafraum nach vorne. Und schon baute 96 den nächsten Angriff auf. Die Hannoveranerinnen erspielten sich diverse Torchancen, gingen damit allerdings zunächst noch sehr fahrlässig um. Aileen Osterwold scheiterte freistehend an Torhüterin Jessica Meier, der Nachschuss von Hannah Lena Kamm wurde geblockt (8.). Julia Catharina Dose brachte zu wenig Druck hinter ihren Kopfball (14.). Erst in der 41. Minute konnte 96 das erste Mal jubeln. Anna-Lena Füllkrug bediente Kamm, die freistehend einschoss. „Eigentlich waren wir damit durch. Denn von Hollage kam offensiv nichts“, sagte Arend. Es hätte schon zwei Minuten später das beruhigende 2:0 fallen können, doch Dose schoss eine gegnerische Spielerin auf der Torlinie an.

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„Wir werden Hannovers Innenstadt am Abend schon noch unsicher machen“

Wer glaubte, dass sich die 96-Spielerinnen in der sengenden Hitze im August-Wenzel-Stadion in der ersten Halbzeit verausgabt hatten und nun einen Gang zurückschalten würden, sah sich getäuscht. 96 blieb dauerhaft am Drücker. Entlastung gab es für Hollage, das von 400 Fans lautstark unterstützt wurde, nahezu nicht. 96 startete Angriff über Angriff. Und schließlich fiel das erlösende 2:0 durch Dose, die freigespielt vor dem gegnerischen Tor auftauchte (70.). Und nur vier Minuten später schob Osterwold das 3:0 nach – nach einem schönen Angriff über Füllkrug und Julie Steckhan.

Es hätten noch Treffer Nummer vier, fünf und sechs fallen können. Doch das Ergebnis interessierte am Ende niemanden mehr. Zunächst wurde in der Kabine mit alkoholischen und alkoholfreien Getränken gefeiert. „Wir haben schließlich auch Spielerinnen, die noch nicht volljährig sind“, so Arend. Danach ging es ins Sporthotel Fuchsbachtal zum gemeinsamen Essen. „Wir werden Hannovers Innenstadt am Abend schon noch unsicher machen“, kündigte Arend an.

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