18. Mai 2020 / 15:34 Uhr

Ab dem 1. Juli: Der NFV führt den digitalen Spielerpass ein

Ab dem 1. Juli: Der NFV führt den digitalen Spielerpass ein

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Passmappe gehört in Niedersachsen bald der Vergangenheit an.
Die Passmappe gehört in Niedersachsen bald der Vergangenheit an. © imago images/foto2press
Anzeige

Der rosafarbene Führerschein ist noch bis 2033 gültig, der altbekannte gelbe Spielerpass nur noch 43 Tage. Ab dem 1. Juli führt der Niedersächsische Fußballverband den digitalen Spielerpass ein. Passkontrollen können dann auf dem Handy des Schiedsrichters vorgenommen werden.

Anzeige
Anzeige

Jeder Fußballer hat ihn, ohne ihn geht nichts. In den alten, rosafarbenen Führerscheinen, die noch bis 2033 gültig sind, kommt der Wandel der Zeit gut zum Vorschein – aber eben auch in den gelben Spielerpässen der Kicker. Und genau die sollen ab dem 1. Juli Geschichte sein. Dann führt der Niedersächsische Fußballverband (NFV) den digitalen Spielerpass ein. In allen Spiel- und Altersklassen.

"Überlegt haben wir schon länger"

„Dass der Weg dahingehen wird, war klar“, sagt Marian Kobus, Teamleiter Spielbetrieb und Recht beim NFV. Ab 2017 gab es in anderen Landesverbänden wie in Berlin, Hessen und Württemberg Pilotprojekte. Ab dem 1. Juli soll der digitale Spielerpass nun auch in Niedersachsen die Papierform ersetzen. „Überlegt haben wir schon länger“, sagt Kobus, „und natürlich haben wir auch geschaut, wie es bei den anderen gelaufen ist.“ Gut, lässt sich die Antwort zusammenfassen.

Mehr aus der Region

Bis zum 30. Juni haben die Vereine nun Zeit, Fotos ihrer Spieler zu machen und die in den neuen Pass im DFBnet einzupflegen. Zwar steht noch nicht fest, ob die neue Saison ab dem 1. Juli beginnen wird und wann überhaupt wieder gespielt werden kann. Klar ist aber, dass die Passkontrolle dann beispielsweise auf dem Handy des Schiedsrichters vonstatten geht.

"Zur Not reicht auch ein Screenshot“

„Der große Vorteil ist“, sagt Kobus, „dass es keine doppelten Pässe mehr gibt, dass sie nicht mehr vergessen werden können. Zur Not reicht auch ein Screenshot.“ Die Aufnahmen sollen im Übrigen auch bei fussball.de zu sehen sein, wenn der Spieler dies nicht ausdrücklich untersagt.

Zwei Jahre lang sollen die Vereine den Spielerpass aus Papier noch aufbewahren – dann kommen sie in den Müll. Oder an die Wand.