22. Juli 2020 / 18:20 Uhr

Grizzly Nijenhuis: Glücksgefühle für den Frühstarter an der Seite von Shootingstar Stützle

Grizzly Nijenhuis: Glücksgefühle für den Frühstarter an der Seite von Shootingstar Stützle

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Durchgestartet bis zur WM: Im Frühjahr hatten die Grizzlys Jan Nijenhuis aus dem DEL-Meisterteam der Adler Mannheim verpflichtet. Als U23-Akteur biss sich der Angreifer im DEL-Kader fest, rückte sogar ins U20-Nationalteam auf, mit dem er gerade bei der WM im Einsatz ist.
Die WM im Visier: Jan Nijenhuis (r.) spielt mit Deutschland gerade bei einem U20-Turnier in der Schweiz. © Jan-Malte Dieckmann
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Der Auftakt war holprig, Spiel zwei schon besser, insgesamt aber ist Jan Nijenhuis von Eishockey-DEL-Klub Grizzlys Wolfsburg rundum glücklich. Kein Wunder: Er gehört im Dress der deutschen U20-Nationalmannschaft bei einem Turnier in der Schweiz zu den Frühstartern im Corona-gebeutelten Kufensport.

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In Wolfsburg und an vielen anderen Standorten gibt es noch nicht einmal Eis - Nijenhuis kann schon spielen. "Und das", so sagt er, "ist schon klasse, jetzt schon Gefühl fürs Eis zu bekommen." Die Stimmung sei "super in der Mannschaft", auch wenn natürlich die Pandemie auch das Turnier beeinflusst. Außerhalb des Eises und der Trainingsflächen ist Maskenpflicht, im Speisesaal am Büfett sind die Hände zu desinfizieren und Handschuhe überzustreifen. "Das ist schon ungewohnt", sagt der Stürmer. Doch den Preis zahlen alle gern.

Allstars der Grizzlys Wolfsburg

Christoph Höhenleitner: Sein Trikot sollte einen Ehrenplatz an der Seite der stilisierten Shirts von Jan Zurek, Norm Milley und Tyler Haskins in der Eis-Arena erhalten. 13 Jahre hielt er für die Grizzlys die Knochen hin. Spielte vorn, später auch oft hinten. Schnell, intensiv, fair und oft auch brandgefährlich. 803 Partien absolvierte er im Oberhaus. Er war aus Ingolstadt gekommen. Für die Grizzlys brachte er es auf 686 Spiele und 96 Tore. Zur Galerie
Christoph Höhenleitner: Sein Trikot sollte einen Ehrenplatz an der Seite der stilisierten Shirts von Jan Zurek, Norm Milley und Tyler Haskins in der Eis-Arena erhalten. 13 Jahre hielt er für die Grizzlys die Knochen hin. Spielte vorn, später auch oft hinten. Schnell, intensiv, fair und oft auch brandgefährlich. 803 Partien absolvierte er im Oberhaus. Er war aus Ingolstadt gekommen. Für die Grizzlys brachte er es auf 686 Spiele und 96 Tore. ©

"Es geht darum, sich zu beweisen!"

Es geht noch um viel mehr beim Turnier in Cham als nur um das gute Gefühl, endlich wieder auf dem Eis stehen zu können. "Es geht darum sich zu zeigen, zu beweisen, dass man auch bei den nächsten Maßnahmen des DEB dabei sein will", so der Wolfsburger Außenstürmer. Weiter dabei sein, um am Ende im Winter mit zur U20-WM nach Kanada zu fliegen. Doch bis dahin ist noch ein wenig zu trainieren und zu spielen. In Cham, "bin ich schwer reingekommen", gab der 18-Jährige zu, "ich habe deshalb versucht, mein Spiel einfach zu halten". Auch für sein Team lief es nicht optimal. Zu Beginn des zweiten Drittels wurde blitzschnell aus einem 1:1 ein 1:4, am Ende stand es 4:8. Spiel zwei am Dienstag lief besser, es gab ein 3:2. "55 Minuten haben wir dominiert", so Nijenhuis.

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Viel Verantwortung

Die dritte Partie steigt morgen (13 Uhr). Nijenhuis spielt in einer Formation neben Mannheims Shootingstar Tim Stützle, (vergangene Saison 41 DEL-Punkte; wird an hoher Position im kommenden NHL-Draft erwartet) und dem Münchener JJ Peterka. Nijenhuis: "Mit ihren Skills haben sie natürlich oft die Scheibe, aber sie finden dich immer, wenn du in Position bist. Das macht schon Riesenspaß, genau wie das gesamte Turnier."

Nijenhuis ist von den dreien der vielleicht defensivste Stürmer, bekommt von Bundestrainer Tobias Abstreiter viel Verantwortung, spielt in den Special Teams in Unter- und Überzahl. Anders als seinen Reihen-Nebenspielern fehlt ihm noch der erste DEL-Treffer. Stammspieler bei den Grizzlys war er. Nach der vergangenen Saison hat er ein paar Kilo Muskelmasse zugelegt, will sich nun natürlich im DEL-Team festbeißen. Allerdings: Vielleicht wird er in der kurzen Saison öfter fehlen - wenn es im Nationalteam für ihn läuft. Nijenhuis lässt das auf sich zukommen. Einfacher Plan: "Hauptsache spielen. Im Nationalteam für Deutschland ist geil und in der DEL auf höchstem Klub-Niveau auch."