17. Januar 2021 / 16:42 Uhr

Nijenhuis über die Situation der Grizzlys: "Wir sind nah dran, aber das reicht nicht"

Nijenhuis über die Situation der Grizzlys: "Wir sind nah dran, aber das reicht nicht"

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Sein erster DEL-Treffer liegt in der Luft: Jan Nijenhuis von den Grizzlys Wolfsburg.
Sein erster DEL-Treffer liegt in der Luft: Jan Nijenhuis von den Grizzlys Wolfsburg. © Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH
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Die U20-Eishockey-WM in Kanada fiel für Jan Nijenhuis kürzer aus als erhofft, es reichte Corona-bedingt nur zu einem Einsatz. Trotzdem hat das Turnier den Youngster der Grizzlys Wolfsburg weitergebracht.

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Mehr als einen Einsatz hätte sich Jan Nijenhuis bei der U20-Eishockey-WM für Deutschland schon erhofft, eine Corona-Infektion machte ihm aber einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem hat das Turnier dem Jung-Profi der Grizzlys Wolfsburg weitergeholfen. Sein erstes DEL-Tor lag zudem jüngst ebenfalls in der Luft - hat aber weniger Priorität für den 19-Jährigen.

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Gleich mehrmals hatte Nijenhuis seinen ersten DEL-Treffer verpasst, traf unter anderem gegen die Düsseldorfer EG nur den Pfosten. "Ich will mir da aber keinen Druck machen", sagt der Stürmer. "Natürlich will ich treffen, um dem Team zu helfen. Ich versuche aber auch, gut mit der Reihe zu funktionieren und durch Leistung zu überzeugen." Das Ziel: "Ich will zeigen, dass ich spielen kann und mir einen Platz im Kader erkämpfen."

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Seitdem er und Steven Raabe von der U20-WM zurückgekehrt sind, machte der Linksschütze alle drei Liga-Spiele, bekam dabei nicht nur sporadische Einsätze: Nijenhuis spielte in allen Partien jeweils um die elf Minuten, war damit ähnlich lange im Spiel wie Maximilian Adam und Garrett Festerling gegen Düsseldorf oder Jordan Boucher, der gegen die Iserlohn Roosters und bei den Fischtown Pinguins jeweils nur wenig länger spielen durfte. Das Vertrauen von Coach Pat Cortina "freut mich sehr, das möchte ich auch mit Leistung zurückzahlen", sagt Nijenhuis.

Angesichts der aktuellen Situation der Grizzlys, die ihren einzigen Saisonsieg außerhalb der Overtime im Auftakt-Spiel gegen die Krefeld Pinguine (4:1) holten, schaut der Youngster aber eher auf das Gesamtbild. "Es ist ein Zwischending daraus, dass wir gute Ansätze haben und dass nicht viel zusammenläuft. Wir sind nah dran, aber das reicht nicht - jedes Mal nur einen Punkt zu holen auch nicht. Als Mannschaft können wir uns da zusammen rausarbeiten", so Nijenhuis. "Erst mal müssen wir schauen, dass wir im nächsten Spiel drei Punkte holen." Am Mittwoch (20:30 Uhr) geht es nach Krefeld.


Großes Lob für Kapitän Furchner

Hilfreich dabei: Die Rückkehr von Kapitän Sebastian Furchner nach seiner Verletzungspause. "Furchi ist ein unglaublicher Leader, der immer hart arbeitet und mit gutem Beispiel vorangeht. Das bringt die Mannschaft weiter", sagt Nijenhuis. "Er hat mir und Steven während der WM immer geschrieben, hilft uns weiter. Es gibt keinen Tag, an dem er nicht 110 Prozent gibt", lobt der Youngster den Routinier.

Ihn selbst habe derweil auch der eine WM-Einsatz gegen Russland im Viertelfinale vorangebracht. Nijenhuis erklärt: "Man merkt, dass das Eis hier ein Stück größer ist als in Kanada, über die Außen hat man mehr Platz. Dadurch wirkt das Spiel in Nordamerika auch schneller", so der 19-Jährige. "Das hat schon geholfen, schnelle Entscheidungen zu treffen."