09. April 2021 / 21:38 Uhr

Nijenhuis und Melchiori mit Torpremiere: Grizzlys 4:1 in Augsburg

Nijenhuis und Melchiori mit Torpremiere: Grizzlys 4:1 in Augsburg

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
 Erster DEL-Treffer: Jan Nijenhuis (l.) erzielte in Augsburg das 1:0 für die Grizzlys Wolfsburg.
Tag der Torpremieren und ein wichtiger Sieg: Jan Nijenhuis (l.) wird gefeiert nach seinem ersten DEL-Tor bei Wolfsburgs 4:1 in Augsburg. © Imago Images
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Mit Premieren-Toren haben sich die Grizzlys Wolfsburg zurück auf einen Play-Off-Platz im Eishockey-Oberhaus geschossen. Beim 4:1-Erfolg bei den Augsburger Panthern schossen sowohl Jan Nijenhuis als auch Julian Melchiori ihre ersten DEL-Treffer. 

Das war wichtig! Mit 4:1 (2:0, 0:0, 2:1) gewannen die Grizzlys Wolfsburg am Freitag das zweite Spiel binnen 24 Stunden auf ihrer Bayern-Tour. Bei den Augsburger Panthern trafen Jan Nijenhuis, Mathis Olimb, Julian Melchiori und Garrett Festerling für den Eishockey-Erstligisten aus Niedersachsen.

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Personal

Die Grizzlys spielten mit dem gleichen Aufgebot wie am Tag zuvor bei der unglücklichen 3:4-Niederlage in München. Im Tor stand diesmal allerdings Dustin Strahlmeier, während in München Chet Pickard zwischen den Pfosten gestanden hatte. Sebastian Furchner bestritt sein 1060. DEL Spiel, zog damit in der ewigen Statistik der Profis mit den meisten DEL-Spielen mit dem drittplatzierten, nicht mehr aktiven Niki Mondt gleich.

"Jedes Spiel ist jetzt wie ein Play-Off-Spiel", hatte Wolfsburgs Pekka Jormakka vor der Partie angemerkt. Sowohl für die Gastgeber als auch für die Gäste ging es darum, in Position im Kampf um einen Play-Off-Platz zu bleiben. Augsburg hatte am Vorabend 5:2 gegen Bremerhaven gewonnen, die Grizzlys das bittere 3:4 in München in den Knochen. Doch nach etwas zögerlichem Beginn waren die Wolfsburger wieder voll da. Erneut mit aggressiverem Forecheck als noch vor einigen Partien versuchten sie, das Spiel zu übernehmen. Nijenhuis fasste sich ein Herz, sprintete über die rechte Seite in die Augsburger Zone, dann zirkelte er den Puck ins lange Eck. Das 1:0 für die Grizzlys - und das erste DEL-Tor des 19-Jährigen im 59. DEL-Spiel. Und übrigens auch erst sein zweiter DEL-Scorerpunkt.

Danach hatten die Grizzlys die Partie weitestgehend im Griff. Bei einem Konter in Unterzahl scheiterte zwar Drew LeBlanc an Strahlmeier, ansonsten waren die Gäste Chef. Julian Melchiori startete wie schon in München ein Solo übers ganze Feld - und scheiterte erneut, verstolperte direkt vor Markus Keller im Augsburger Tor. Dominik Bittner brachte einen Schuss nicht durchs Getümmel, dann traf Olimb zum 2:0, nachdem Spencer Machacek die Scheibe erobert hatte.

Im zweiten Drittel lag erst die Vorentscheidung in der Luft, doch Jormakka bekam den Puck nicht mehr sauber an Keller vorbei, nachdem der lange Pass von Gerrit Fauser am Fuß von John Rogl gebremst worden war. Danach nahmen es die Gäste etwas zu leicht, Strahlmeier hielt stark gegen Simon Sezemsky und LeBlanc. Olimb meinte zur zweiten Pause: "Zu viele Fehler, wir haben Augsburg Chancen gegeben, ohne dass sie dafür arbeiten mussten."

Machacek hatte die letzten Minuten des zweiten Drittels verpasst, musste sich an der Hand nähen lassen. Er kam im Schlussdrittel zurück und die Niedersachsen gewannen die Kontrolle zurück. Es kam die nächste Tor-Premiere: Im Klasse-Konter über Jormakka und Fauser spurtete Verteidiger Melchiori hinterher, er erwischte den Abpraller nach Fausers Schuss - und dann hatte der Ex-AHL-Spieler endlich auch sein erstes DEL-Tor erzielt. Kurz danach traf er sogar noch den Pfosten. Augsburg bäumte sich auf, Strahlmeier rettete noch gegen Adam Payerl, dann war der wichtige Erfolg im Sack, bei dem Festerling noch ins leere Tor traf. Augsburger Kosmetik gab es zwei Sekunden vor Schluss.


Nijenhuis war überglücklich. Er sagte zu seinem Tor: "Ein super Gefühl, ich musste lange drauf warten, ein geiles Gefühl. Ich bin eigentlich in der Mannschaft dafür bekannt, dass ich übers Tor schieße, heute hat es mal geklappt. Hoffentlich die nächsten Spiele weiter." Zum Spiel sagte er: "Ein super Spiel von der Mannschaft. Es waren wichtige Punkte für die Play-Offs." Es sei wichtig gewesen, dass "wir uns nicht haben runterziehen lassen" von der Niederlage in München.

Statistik

Augsburg: Keller – Bergman, Valentine; Lamb, Rogl; Tölzer, Haase; Sezemsky – Abbott, LeBlanc, Holzmann; McClure, Stieler, Sternheimer; Kristo, Payerl, Hafenrichter; Miller, Kharboutli, Eisenmenger.

Grizzlys: Strahlmeier – Likens, Melchiori; Bittner, Möser; Bruggisser, Wurm; Raabe – Görtz, Järvinen, Furchner; Machacek, Olimb, Rech; Fauser, Festerling, Jormakka; Adam, Nijenhuis, Hungerecker.

Schiedsrichter: Kopitz/Schukies. Zuschauer: keine. Strafminuten: Augsburg 2 / Grizzlys 6.

Tore: 0:1 (2:28) Nijenhuis (Likens/Strahlmeier), 0:2 (17:27) Olimb (Machacek/Rech), 0:3 (46:04) Melchiori (Jormakka/Fauser), 0:4 (57:39) Festerling (Fauser - 5:6/ENG), 1:4 (59:58) Stieler (Abbott - 5:4).