22. November 2021 / 19:43 Uhr

Grizzlys-Duo Nijenhuis und Reichel: Hält ihr Aufwärtstrend auch gegen die DEG?

Grizzlys-Duo Nijenhuis und Reichel: Hält ihr Aufwärtstrend auch gegen die DEG?

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Sport, Eishockey, DEL, Grizzlys Wolfsburg-Augsburger Panther, Saison 2021/22, Eis Arena, 18.11.2021,
Spielt neuerdings richtig stark: Jan Nijenhuis (hier gegen Augsburg) war auch in Schwenningen auffällig. Den Trend will er gegen die DEG fortsetzen. © Boris Baschin
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Sechsmal in Folge gepunktet, dann durch eine 0:1-Niederlage gestoppt. Am Dienstag wollen die Grizzlys Wolfsburg im Eishockey-Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG wieder treffen und siegen. Zwei Spieler zeigten sich zuletzt enorm verbessert.

Die Gelegenheit, es besser zu machen, kommt schnell: 51 Stunden nach der Partie in Schwenningen erwarten die Grizzlys Wolfsburg am Dienstag (19.30 Uhr) die Düsseldorfer EG (bis zur Einnahme des Platzes ist in der Eis-Arena wieder Maskenpflicht). Auf der längsten Rückfahrt (650 Kilometer) im "Bone Rattler" - dem "Knochenschüttler" -, wie Torjäger Chris DeSousa den Bus nennt, konnten sich die Grizzlys viele Gedanken machen, warum ihnen einfach kein einziges Törchen gelungen war beim 0:1 in Schwenningen. Und dann sollten sie es schnell abhaken.

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Die Vorbereitung aufs nächste Spiel auf so einer weiten Strecke und in so kurzer Zeit "ist schwierig", sagt Coach Mike Stewart. Das Team hatte optionales Training am Montagmittag, es gab Meetings, Gespräche, Videos waren zu schneiden, das letzte Spiel des kommenden Gegners zu studieren und die Infos für die eigene Mannschaft vorzubereiten. "Ich mag das", sagt Stewart über den Stress. Aber gegen ein paar Stunden mehr Zeit im Büro und eine kürzere Reise zwischen zwei eng aufeinanderfolgenden Spielen hätte er auch nichts gehabt.

Das Gute aber, so der Coach: "Die Jungs haben nicht schlecht gespielt, aber Scoring ist manchmal launisch. Manchmal gewinnst du mit weniger Chancen, manchmal gewinnst du, wenn du schlechter spielst." Die Vorbereitung und Analyse fordere immer ihre Zeit, sie finde immer statt, nach Siegen wie nach Niederlagen. Optimieren wolle er immer.

Manchmal will der Puck nicht rein - gegen Wolfsburg hatten das in dieser Spielzeit schon Schwenningen (ebenfalls mit 0:1) und der kommende Gegner (0:2) erlebt. Grund für Änderungen gebe es nicht, auch das Aufgebot könnte das gleiche sein wie am Sonntag, "es war schließlich das erste Spiel ohne Punkt für uns nach sechs Partien, in denen wir immer gepunktet haben". Von denen hatten die Grizzlys fünf gewonnen und insgesamt 15 Zähler geholt.

Der Gegner war zuletzt weniger überzeugend. Düsseldorf holte nur zwei Siege (und sechs Punkte) aus den vergangenen sechs Partien. Allerdings musste die DEG Spiele ausfallen lassen, hat einige Matches Rückstand. Stewart sagt: "Mit Barta, Fischbuch, O'Donnell und MacAulay sind torgefährliche Spieler im Aufgebot. Die Mannschaft ist talentiert, kontert gern." Was das 2:0 im ersten Duell (ebenfalls in Wolfsburg) wert ist, muss sich zeigen. "Dritter Spieltag, lange her", sagt Stewart. Damals ließ die DEG auch ihre Gefährlichkeit aufblitzen, hatte aber arge Probleme mit Wolfsburgs physischem Spiel.

Geht man nach der Statistik, ist auch am Dienstag kein Tor-Hagel, aber eine enge Partie zu erwarten. In den vergangenen fünf Duellen beider Teams hatte der Sieger am Ende jeweils nur zwei Treffer erzielt. Wolfsburg war viermal der Sieger.


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Die Leistung in Schwenningen war trotz der Niederlage nicht schlecht gewesen, es gab auch zwei Lichtblicke: Thomas Reichel und Jan Nijenhuis zählten zu den auffälligeren Akteuren - nur trafen leider auch sie nicht. Stewart hat die beiden U23-Angreifer inzwischen auf zwei Reihen verteilt - und das funktioniert gut. zuvor hatten sie streckenweise wenig Eiszeit, jetzt bekommen sie mehr und verdienen sich das. Grund für den Wandel? Stewart: "Die Partien mit den Hannover Scorpions in der Länderspielpause haben ihnen gutgetan. Jetzt haben sie eine bessere Balance im Spiel." Manager Charly Fliegauf, der die beiden bei ihrem Auftritt mit dem Kooperationspartner in Krefeld beobachtet hatte, sagt: "Sie konnten dort nicht einfach alles umreißen, in der Oberliga ist es auch ein wenig ein anderes Spiel, aber das hat ihnen spürbar geholfen."