19. Juli 2021 / 09:27 Uhr

Dorsch über schwierige Jahre beim FC Bayern, den Transfer nach Augsburg und den Traum vom DFB-Team

Dorsch über schwierige Jahre beim FC Bayern, den Transfer nach Augsburg und den Traum vom DFB-Team

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Zögling Niklas Dorsch läuft künftig für den FC Augsburg auf.
Bayern-Zögling Niklas Dorsch läuft künftig für den FC Augsburg auf. © IMAGO/Krieger (Montage)
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U21-Europameister Niklas Dorsch blickt nach dem Transfer zum FC Augsburg auf seine Jahre beim FC Bayern zurück und erklärt, warum er München verließ. Zudem spricht er über seine Rolle beim FCA und den Traum vom DFB-Team.

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Nach einem Stahlbad beim FC Bayern sowie Stationen beim 1. FC Heidenheim und KAA Gent ist Niklas Dorsch strebt Niklas Dorsch nun den Durchbruch in der Bundesliga an. Vor knapp zwei Wochen wechselte der 23-Jährige für sieben Millionen Euro aus Belgien zum FC Augsburg und ist dort sofort als Führungsspieler eingeplant. Dass er diese Rolle ausfüllen kann, bewies er zuletzt eindrucksvoll im Juni: Mit der deutschen U21-Nationalmannschaft wurde er Europameister und war auf dem Weg zum Titel ein entscheidender Faktor. Dabei kam seine Profi-Karriere zunächst nur schleppend in Schwung. Beim den Bayern klappte der dauerhafte Sprung in den Profi-Kader nicht.

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"Ich bin ein gutes Beispiel dafür, dass es über Umwege gehen kann. Ich habe meine Jugend beim FC Bayern verbracht. Jeder Junge stellt sich dann natürlich auch vor, bei Bayern den Durchbruch zu schaffen. Aber das ist schwierig, das war es auch für mich", sagte Dorsch im Interview mit dem kicker: "Ich habe bei den Profis mittrainiert, aber am Wochenende in der zweiten Mannschaft gespielt. Klar, über das Training kannst du dich auch weiterentwickeln, aber die wertvollsten Erfahrungen sammelst du im Spiel. Die Regionalliga war nicht mein Anspruch, ich wollte nach oben."

Dennoch habe in München viel aus den gemeinsamen Trainingseinheiten mit den Top-Stars gelernt. Besonders ein Spieler blieb Dorsch in genauer Erinnerung."Fußballerisch, auch auf meine Position bezogen, war Thiago schon immer ein Spieler, zu dem ich aufgeschaut habe, bei dem ich mir auch einiges abschauen wollte. Das ist absolute Weltklasse, da willst du natürlich hin. Wenn du es hautnah miterlebst, weißt du auch, was dahintersteckt", sagte der Mittelfeldspieler über den Spanier, der inzwischen beim FC Liverpool spielt: "Diese Eleganz, wie er mit dem Ball umgeht, in welchen Räumen er sich bewegt. Ohne zu schauen, weiß er, was hinter ihm passiert. Das sind Fähigkeiten, die es nicht so oft gibt auf der Welt."

Dorsch hofft auf DFB-Nominierung

Um den Durchbruch zu schaffen, ging Dorsch erst nach Heidenheim, dann nach Gent - nun kehrt er gereift in die Heimat zurück. FCA-Trainer Markus Weinzierl zeigte ihm "einen klaren Plan" auf. "Er sieht mich klar auf der Sechserposition und erwartet, dass ich Verantwortung übernehme. Das ist mein Ziel, auch wenn ich noch zu den Jüngeren gehöre. Aus meiner Position heraus kann man viel steuern. Ich erwarte auch von mir, dass ich meine fußballerischen Qualitäten einbringe." Und dann soll es irgendwann auch mit einer Nominierung für die Nationalmannschaft klappen.

"Ich habe in allen U-Teams gespielt. Da wäre es Quatsch, wenn ich sagen würde, es reicht jetzt. Ich will ganz oben ankommen, da ist die Nationalmannschaft auch ein Ziel", erklärte der Augsburger Hoffnungsträger: "Ich weiß aber auch, dass es nicht einfach wird, weil meine Position sehr gut besetzt ist. Aber auch dafür war der Schritt in die Bundesliga wichtig, weil man da mehr gesehen wird. Gute Leistung wird unter Hansi Flick mit Sicherheit auch belohnt."