06. Oktober 2019 / 08:07 Uhr

Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul kritisiert WM in Katar: "Kein Gefallen" für die Leichtathletik

Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul kritisiert WM in Katar: "Kein Gefallen" für die Leichtathletik

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trotz seines persönlichen Erfolgs hat Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul die WM in Katar krisitiert.
Trotz seines persönlichen Erfolgs hat Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul die WM in Katar krisitiert. © Getty Images
Anzeige

Leere Ränge, keine Stimmung und extreme Temperaturen: Die Leichtathletik-WM in Katar sorgt für Diskussionen. Auch Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul ist mit den Turnier-Ausrichtern nicht zufrieden und übte Kritik an der Vergabe nach Doha. 

Anzeige
Anzeige

Die sensationelle Goldmedaille bei der Leichtathletik-WM in Doha ist der bisherige Höhepunkt in der noch jungen Karriere von Niklas Kaul. Dennoch sieht der 21-Jährige die umstrittene Turnier-Vergabe an Katar kritisch. "Ich glaube, dass man der Leichtathletik da keinen Gefallen getan hat", urteilte Kaul bei seinem Auftritt im "Sportstudio" des ZDF.

Mehr zur Leichtathletik-WM

Wegen der oftmals leeren Ränge und dementsprechend mangelnder Stimmung waren die Veranstalter der Titelkämpfe in Doha zuletzt in die Kritik geraten. Auch die fragwürdig positionierten Kameras, die Läuferinnen in den Schritt filmen, die extrem hohen Temperaturen und zuletzt eine verpatzte Siegerehrung sorgten für Diskussionen. Kaul verwies auf die stimmungsvolle Atmosphäre bei der EM im Vorjahr in Berlin und meinte: "Es bleibt die Frage, ob man eine WM in ein Land geben soll, das nicht so sportbegeistert ist."

Das sind die deutschen Medaillengewinner der Leichtathletik-WM in Doha

Das sind die deutschen Medaillengewinner der Leichtathletik-WM: Unter anderen Christina Schwanitz, Konstanze Klostermann und Malaika Mihambo holten Edelmetall. Zur Galerie
Das sind die deutschen Medaillengewinner der Leichtathletik-WM: Unter anderen Christina Schwanitz, Konstanze Klostermann und Malaika Mihambo holten Edelmetall. ©

Der frischgebackene Zehnkampf-Weltmeister wird das Turnier in Katar angesichts seines persönlichen Erfolg dennoch positiv in Erinnerung behalten. "So ganz verstanden habe ich das noch nicht. Dazu brauche ich noch ein, zwei Tage", sagte Kaul im "Sportstudio". Dabei hatte der 21-Jährige vor der abschließenden Disziplin, dem 1500-Meter-Lauf, noch um seine Goldmedaille gebangt. "Vor dem Lauf hatte ich Angst und war aufgeregt. Ich hatte Angst, alles zu ruinieren", berichtete Kaul, der am Ende mit einer persönlichen Bestleistung von 8691 Punkten aber uneinholbar war.