07. Februar 2022 / 18:09 Uhr

Kommentar zum Transfer von Niklas Süle: Der BVB setzt beim dringend nötigen Umbau ein erstes Signal

Kommentar zum Transfer von Niklas Süle: Der BVB setzt beim dringend nötigen Umbau ein erstes Signal

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
RND-Sportchef Heiko Ostendorp schätzt den Wechsel von Niklas Süle zum BVB ein.
RND-Sportchef Heiko Ostendorp schätzt den Wechsel von Niklas Süle zum BVB ein. © IMAGO/Sven Simon
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Der Transfer von Niklas Süle ist für Borussia Dortmund ein erster Schritt zum dringend nötigen Umbau des Kaders, meint RND-Sportchef Heiko Ostendorp und geht davon aus, dass bald der nächste Hochkaräter unterschreiben wird.

Diese Entscheidung kam tatsächlich überraschend: Niklas Süle wechselt vom FC Bayern München zu Borussia Dortmund – nicht in die Premier League, nicht zum FC Barcelona, sondern zum BVB. Nach dem unschönen Ende samt teilweise respektloser Aussagen aus München sprach vieles dafür, dass der Nationalspieler den Schritt ins Ausland wagen, sich seinen großen Traum von der Insel erfüllen möchte. Stattdessen also Dortmund. Für den eifrigen Titelsammler Süle ist das auf dem Papier erstmal ein Rückschritt. Schließlich dürfte es in den kommenden Jahren nicht leichter werden, einen der Wettbewerbe zu gewinnen, in denen auch sein Ex-Klub mitmischt.

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Aus Sicht des BVB ergibt der Transfer dagegen komplett Sinn. Zum einen, weil Süle (im Gegenteil zu einigen aktuellen Protagonisten) das aggressive, hohe Pressing, welches Trainer Marco Rose spielen lässt, von Bayern und vom DFB gewohnt ist. Zum anderen, weil er im besten Alter (26) kommt, ablösefrei zu haben ist (in Coronazeiten ein wichtiger Faktor) und über die nötige internationale Erfahrung verfügt, die es braucht, wenn man mal wieder ernsthaft um Pokale und Salatschüsseln mitspielen will.

Schon bald ist damit zu rechnen, dass Dortmund auch die Verpflichtung von Karim Adeyemi bekannt geben wird, der aus Salzburg kommt. Ein nächster Deal, der sich richtig anfühlt und in Anbetracht der namhaften Konkurrenz aufhorchen lässt. Allerdings kann auch dies nur der Anfang sein. Denn wer den wankelmütigen BVB in dieser Saison eng verfolgt hat, muss festgestellt haben, dass in diesem Kader für die hohen Ansprüche größere Umbaumaßnahmen notwendig sind – vor allem mit Blick auf echte Führungsspieler mit der entsprechenden Mentalität.

Geht man davon aus, dass Erling Haaland nicht zu halten sein wird und zudem auch noch ein Abgang von Jude Bellingham droht, ist der Süle-Coup immerhin ein wichtiges und starkes Signal. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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