22. November 2022 / 07:23 Uhr

Wohlfühlfaktor BVB und "guter Rhythmus": Wie Süle im DFB-Team Verantwortung übernehmen will

Wohlfühlfaktor BVB und "guter Rhythmus": Wie Süle im DFB-Team Verantwortung übernehmen will

Roman Gerth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Niklas Süle spielt seine zweite WM.
Niklas Süle spielt seine zweite WM. © IMAGO/Shutterstock
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Direkt nach seinem Wechsel zu Borussia Dortmund verletzte sich Niklas Süle – doch das warf ihn nicht zurück. Pünktlich zur WM ist der DFB-Verteidiger in guter Verfassung. Süle will die Erfahrungen von 2018 vergessen – und erklärt seine Rolle unter Hansi Flick.

An die Weltmeisterschaft 2018 will Niklas Süle nicht mehr denken. Der Abwehrspieler der deutschen Nationalmannschaft hatte beim abschließenden 0:2 gegen Südkorea, nach dem das Gruppen-Aus besiegelt war, in der Startelf neben Mats Hummels die Innenverteidigung gebildet. Die Erinnerungen an die Enttäuschung in Russland sollen beim neuen WM-Anlauf keine Rolle mehr spielen. "Was gestern war, interessiert keinen mehr", sagte der Verteidiger von Borussia Dortmund am Donnerstag auf der Pressekonferenz im DFB-Quartier im Norden Katars.

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Stattdessen will Süle selbst einen entscheidenden Anteil an der Wiedergutmachung haben, wenn das Turnier im Wüstenemirat am Mittwoch (14 Uhr) gegen Japan auch für das Team von Bundestrainer Hansi Flick losgeht. "Bei meiner zweiten WM will ich mit meinen 27 Jahren auch Verantwortung übernehmen", stellte der Defensiv-Hüne klar. Nach seinem Wechsel vom FC Bayern zum BVB im Sommer hatte Süle sich direkt verletzt, fiel einige Wochen aus, ehe er seither aufsteigende Form zeigt.

"Ich habe mich beim BVB von Anfang an sehr wohl gefühlt", betonte der 42-malige Nationalspieler und fügte an: "Ich habe versucht, mich in eine gute Verfassung zu bringen, bin in einem guten Rhythmus." In Dortmund unter Coach Edin Terzic spielte der Ex-Münchener zuletzt regelmäßig als Rechtsverteidiger. In der deutschen Abwehrzentrale ist auf jeden Fall Antonio Rüdiger (Real Madrid) gesetzt. Auf welcher Position Süle dann im DFB-Team zum Einsatz kommt, sei für den BVB-Profi letztlich unerheblich: "In der Spielvorbereitung ändert es nichts, weil ich mich immer gleich vorbereite. Am Ende muss der Bundestrainer entscheiden, wo ich den größten Mehrwert für die Mannschaft habe." Flick wisse aber, so Süle, "dass ich gelernter Innenverteidiger bin".

Süle über Flick: "Kann richtige Einheit formen"

Die Arbeit des Bundestrainers, den er aus gemeinsamen Zeiten bei den Bayern inklusive Sextuple-Gewinn kennt, bewertet Süle so: "Was Hansi unheimlich gut kann, ist, eine richtige Einheit zu formen – und die müssen wir auch sein. Wir haben unheimlich viele Besprechungen, werden gut eingestellt sein, auf den Gegner und auf uns selbst." Und spätestens, wenn am Mittwochnachmittag im Khalifa International Stadium das erste Deutschland-Spiel angepfiffen wird, sollen alle Gedanken an 2018 endgültig vergessen sein.

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