02. Juli 2022 / 22:25 Uhr

"Wenn ich faul gewesen wäre …": Niklas Süle wehrt sich gegen Kritiker und glaubt an "gute Rolle" des BVB

"Wenn ich faul gewesen wäre …": Niklas Süle wehrt sich gegen Kritiker und glaubt an "gute Rolle" des BVB

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Niklas Süle freut sich auf seine neue Aufgabe bei Borussia Dortmund.
Niklas Süle freut sich auf seine neue Aufgabe bei Borussia Dortmund. © Getty Images (Montage)
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Mit Niklas Süle wechselt der Stamm-Innenverteidiger der deutschen Nationalmannschaft vom FC Bayern München zu Borussia Dortmund. Nun hat sich der 26-Jährige über seinen Wechsel geäußert und direkt gegen seine Kritiker ausgeholt – mit einem Seitenhieb Richtung FC Bayern München.

Zur neuen Saison hat sich Borussia Dortmund in der Innenverteidigung mit gleich zwei deutschen Nationalspielern verstärkt: Nachwuchshoffnung Nico Schlotterbeck (22) kommt vom SC Freiburg zum BVB, mit Niklas Süle (26) hat sich einer der zentralen Bausteine des FC Bayern und des DFB-Teams ebenfalls für einen Wechsel nach Dortmund entschieden. "Ich will helfen, einen gewichtigen Beitrag zu leisten, dass wir eine gute Saison spielen und möglichst viel Erfolg haben werden", sagte der 26 Jahre alte Abwehrspieler in einem Interview, das der BVB am Samstag auf seinem Youtube-Kanal veröffentlichte. Gleichzeitig holte der ablösefrei vom FCB gewechselte DFB-Star auch in einem parallel im BVB-Mitgliedermagazin veröffentlichten Interview gegen seine Kritiker aus.

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So wehrte sich Süle vor allem gegen den Vorwurf, dass er faul sei. Während seiner Zeit beim FC Bayern gab es immer wieder kritische Stimmen, dass der 1,95 Meter große Abwehrspieler zu schwer und nicht austrainiert genug für einen Profi sei. Für den neuen BVB-Star ein Unding. Schließlich habe er sich nach seinem im Oktober 2019 erlittenen Kreuzbandriss zurückgekämpft. "Wenn ich faul gewesen wäre, hätte ich nach so einer schweren Verletzung nie das Champions-League-Finale erreicht", entgegnete Süle. Im Endspiel gegen Paris Saint-Germain (1:0) wurde Süle in der 25. Minute für den verletzten Jérôme Boateng eingewechselt und hatte damit seinen Anteil am Gewinn des legendären Triples aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League unter dem damaligen Bayern-Coach und heutigen Bundestrainer Hansi Flick.

Süle, der als indirekter Seitenhieb Richtung Bayern außerdem feststellte, dass er in seiner Karriere "nicht immer so respektiert" worden sei, wie er es seiner Meinung nach verdiene, steht zu seinem Lebensstil – auch wenn sich seine Kritiker nur darauf beziehen würden: "Die Leute, die so was in die Welt setzen, sehen immer nur den Niklas Süle, der ehrlich zugibt, dass er gern mal einen Burger ist oder ein Bier trinkt. Ja und? Meinst du, andere Profis machen das nicht? Die reden nur nicht darüber", sagte der neue BVB-Profi.

In Dortmund sieht der fünfmalige Meister großes Potenzial, insbesondere nach den bereits getätigten Transfers von Schlotterbeck, Karim Adeyemi (RB Salzburg) oder der als sicher geltenden Verpflichtung von Sébastien Haller (Ajax Amsterdam). Er "glaube, dass der BVB da richtig gute Transfers gemacht hat", sagte Süle, der zudem wieder auf Mats Hummels trifft. Mit dem BVB-Star und Weltmeister von 2014 bildete Süle einst beim FC Bayern ein Erfolgsgespann in der Verteidigung.

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Das Wort Meisterschaft nahm Niklas Süle noch nicht in den Mund. Er glaube aber, dass der BVB mit den Fans im eigenen Stadion immer mit "ein paar Prozent" Vorteil in die Spiele gehe. Der wichtigste Baustein für Erfolg sei laut Süle aber mannschaftliche Geschlossenheit. "Fußballerische Qualität haben wir ohnehin. Wenn wir es hinbekommen, ein verschworener Haufen zu sein, dann können wir eine gute Rolle spielen", sagte er. Borussia Dortmund, das unter dem neuen Trainer Edin Terzic am vergangenen Mittwoch ins Training einstieg, war zuletzt 2012 Meister, danach holte nur noch der FC Bayern den Titel.

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