20. Juli 2020 / 10:20 Uhr

Kommentar: Niko Kovac wählt mit dem Trainer-Job bei der AS Monaco den falschen Weg

Kommentar: Niko Kovac wählt mit dem Trainer-Job bei der AS Monaco den falschen Weg

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Niko Kovac heuert bei der AS Monaco an - aus Sicht von RND-Sportchef Heiko Ostendorp der falsche Weg.
Niko Kovac heuert bei der AS Monaco an - aus Sicht von RND-Sportchef Heiko Ostendorp der falsche Weg. © Getty Images (Montage)
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Niko Kovac beginnt heute sein neues Trainer-Abenteuer bei der AS Monaco. Aus Sicht von RND-Sportchef Heiko Ostendorp wählt der ehemalige Coach des FC Bayern mit dem Job im Fürstentum allerdings den falschen Weg.

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Monaco also. Der erste Job des ehemaligen Bayern-Trainers Niko Kovac nach seinem Ende in München beginnt im Fürstensturm, wo er am heutigen Montag unter Ausschluss von Fans und Presse seine erste Einheit leitete. In den vergangenen Tagen hatte sich der Deal abgezeichnet – und er überrascht dennoch. Es wirkt, als habe bei der Entscheidung der sportliche Stellenwert zumindest nicht die oberste Priorität gehabt. Natürlich ist man schnell bei dieser These, sobald es einen Trainer in den schicken Stadtstaat an der französischen Mittelmeerküste zieht.

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Und es gibt sicher viele Argumente, einen Job bei der AS Monaco anzutreten – tolles Wetter, überragende Restaurants, ein fürstliches Salär bezahlt vom milliardenschweren Klubeigentümer. Doch vielleicht hätte Kovac mal mit seinen prominenten Vorgängern wie Thierry Henry sprechen sollen, die allesamt scheiterten. Denn auch wo viel Geld ist, gibt es nicht automatisch viel Erfolg.

Ins Stadion kommen nur ein paar Dutzend Edelfans

Über 200 Millionen Euro investierte die AS im vergangenen Jahr nach einem Totalabsturz, der zuvor fast im Abstieg geendet wäre. In der coronabedingt abgebrochenen Saison reichte es trotzdem nur für Platz 9. Viele Beobachter haben den Eindruck, dass auch die gut bezahlten Profis andere Dinge im Kopf hatten, als sich an jedem Wochenende den Allerwertesten aufzureißen. Und ob nun Corona oder nicht – ins Stadion kommen ohnehin nur ein paar Dutzend Edelfans, um Champagner zu süffeln, spotten Kritiker.

Netzreaktionen zum Kovac-Engagement bei der AS Monaco

Niko Kovac ist neuer Trainer der AS Monaco. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt Netzreaktionen. Zur Galerie
Niko Kovac ist neuer Trainer der AS Monaco. Der SPORTBUZZER zeigt Netzreaktionen. ©

Kovac – immerhin Pokalsieger mit Eintracht Frankfurt und Doublesieger mit dem FC Bayern – hatte Angebote aus England und Italien, angeblich war auch Borussia Dortmund interessiert. Dass er nach über einem halben Jahr Pause wieder einsteigen wollte, ist nachvollziehbar. Doch der Kroate hätte auch einen anderen Weg nehmen können – der ins Fürstentum ist jedenfalls der falsche.