01. Mai 2019 / 23:26 Uhr

Nilla Fischers letzter Pokalsieg mit dem VfL Wolfsburg: "Habe angefangen zu weinen“

Nilla Fischers letzter Pokalsieg mit dem VfL Wolfsburg: "Habe angefangen zu weinen“

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Nilla Fischer gewann ihren letzten DFB-Pokal
Nilla Fischer gewann ihren letzten DFB-Pokal © imago images / Revierfoto
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Seit 2013 ist Nilla Fischer eine Stütze in der Abwehr des VfL Wolfsburg. In Köln gewann sie ihren fünften DFB-Pokal - es wird ihr letzter sein-

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Die VfL-Frauen bleiben Titelsammlerinnen! Seit 2013 feierte der Wolfsburger Fußball-Bundesligist jedes Jahr mindestens einen Triumph – und daran wird sich dank des 1:0-Siegs im DFB-Pokalfinale auch 2019 nichts ändern. Maßgeblichen Anteil an dieser beeindruckenden Serie hat Kapitänin Nilla Fischer, die den Verein nach sechs Jahren am Saisonende verlässt und nach dem Erfolg gegen den SC Freiburg mit den Emotionen zu kämpfen hatte.

Fischer machte die Reise ab 2013 mit, kam nach dem Wolfsburger Triple zum VfL. Im Sommer trennen sich jetzt die Wege, die Innenverteidigerin zieht es mit ihrer Frau und ihrem Kind in ihre Heimat Schweden. Dass es am Mittwoch noch einen weiteren Titel für sie gab, macht Fischer glücklich. „Mir geht’s sehr gut“, sagte die 34-Jährige direkt nach dem Pokalfinale. Doch das war wenige Minute zuvor noch etwas anders. „Ich habe nach dem Schlusspfiff angefangen zu weinen“, gestand Fischer und prognostiziert für die kommenden Wochen weitere Tränen. „Nach dem Potsdam-Spiel werde ich noch mehr weinen. Aber das gehört dazu, mir bedeutet es auch sehr viel, in meine Heimat zurückzukehren.“

Mit dem Spielverlauf war die Abwehrspielerin nicht ganz zufrieden. „Wir haben nicht gut angefangen. Freiburg war vor allem im Umschaltspiel gefährlich. Aber wir hatten mit Almuth eine starke Torfrau“, fasste Fischer zusammen, lobte jedoch auch die Leistungssteigerung nach der Pause. „Da waren wir mutiger, cleverer und im Gegenpressing besser.“

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Was diese Frauenfußball-Mannschaft des VfL in ihren guten Momenten ausmacht, kam in in Köln vor allem im Moment des Tores zusammen. Die Übersicht von Alexandra Popp, die den richtigen Pass spielte; die technische Qualität und der Wille zum Abschluss von Pernille Harder, die den Pfosten traf; der Torinstinkt von Ewa Pajor, die genau richtig stand und traf. So fiel das einzige Tor im DFB-Pokalfinale, so holte der VfL Wolfsburg wieder den Cup.

„Sie weiß, wo das Tor steht. Das hat sie diesmal erneut unter Beweis gestellt“, freute sich Trainer Stephan Lerch. „Wir reden jedes Spiel darüber, welche Wahnsinns-Wege sie macht und dadurch Platz für die Mitspielerinnen schafft. Sie hat auch wieder viel mit nach hinten gearbeitet. Es ist schön, dass sie das Siegtor gemacht hat.“
Pajor selbst wollte derweil wie fast immer nicht so gern über ihr Tor, sondern lieber über den Erfolg der Mannschaft reden: „Gewonnen, den Pokal nach Wolfsburg geholt – das war wichtig. Jeder Pokalsieg ist etwas Besonderes, darüber freue ich mich.“ Und der Treffer? „Pernille Harder hat gut gedribbelt und geschossen“, winkte die Polin ab, „dann ging der Ball an den Pfosten und ich musste nur den Fuß hinhalten..“
Für Vorbereiterin Harder waren die klaren Ansagen zur Pause der Schlüssel zum Sieg. „Da haben wir gesagt, was wir besser machen müssen, auch taktische Dinge“, so die Dänin. Auch von ihr – wie von fast allen VfLerinnen – gab es Lob für den Gegner: „Freiburg hat es stark gemacht, vor allem in der ersten Halbzeit.

Die Schult-Frage auf der Pressekonferenz

Amüsant verlief die Pressekonferenz nach der Partie, bei der es diesmal keine Bierdusche für VfL-Trainer Stephan Lerch gab. Mit Torfrau Almuth Schult ließ sich aber spontan doch eine Spielerin blicken – und stellte eine vor allem für das Team wichtige Frage. „Herr Lerch“, fragte sie mit einer Flasche Bier in der Hand, „wie ist denn der weitere Abend geplant? Dürfen die Spielerinnen raus oder eher nicht so?“ Doch der Coach, der die Frage bereits in Abwesenheit Schults beantwortet hatte, ließ sich nicht aus der Reserve locken und sagte locker: „Die Spielerinnen sind Profis und wissen, dass jeder Tag Regeneration für das Spiel am Sonntag wichtig ist. Und alles weitere besprechen wir dann mannschaftsintern....“

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