18. April 2019 / 14:55 Uhr

„Noch andere Interessenten“: VfL-Wolfsburg-Wunschtrainer Glasner sorgt für Irritationen

„Noch andere Interessenten“: VfL-Wolfsburg-Wunschtrainer Glasner sorgt für Irritationen

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
LASK Linz-Trainer Oliver Glasner.
Will seine Co-Trainer aus Linz mitbringen: Oliver Glasner, dessen Wechsel zum VfL in der nächsten Woche bekannt gegeben werden dürfte. © imago/GEPA pictures
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Der VfL Wolfsburg hat sich entscheiden: Oliver Glasner soll ab Sommer Trainer werden. Bis zur endgültigen Verkündung dieser Personalie müssen allerdings noch Details geklärt und Hindernisse umschifft werden. Außerdem sorgt Glasner selbst mit einer Aussage für Irritationen.

Vorm Vormittagstraining am Mittwoch hatte er erstmals die Spieler seines Klubs Linzer ASK über seinen möglichen Abschied informiert. Glasner selbst kann dank einer Ausstiegsklausel aus seinem bis 2022 laufenden Vertrag raus. Verhandelt werden gerade die Abwicklung und die Co-Trainer-Frage – Glasner will seine Co-Trainer Michael Angerschmid und Michael Berktold mit zum VfL nehmen, zwei ganz enge Vertraute des 44-Jährigen. Angerschmid gilt als der Arbeiter im Glasner-Team, der die Dinge bis ins kleinste Detail aufbereitet. Berktold (Spitzname „Magic Mike“) sorgt als Konditionstrainer für die nötige Fitness der Profis.

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Am Donnerstag irritierte Glasner mit der Aussage „Es gibt noch andere Interessenten!“ und verriet der Kronen Zeitung: „Es gibt mindestens noch zwei!“ Einer davon ist der VfB Stuttgart, den Glasner jedoch nicht bevorzugt, der andere ist Schalke 04 – aber dort fokussiert sich das Interesse mittlerweile auf Dieter Hecking. Möglicherweise pokert Glasner auch nur, denn LASK-Präsident Siegmund Gruber sagt: „An uns ist bisher nur der VfL herangetreten.“

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Neben seinen beiden Co-Trainer will Glasner übrigens auch Thomas Sageder, den ehemaligen Trainer des Zweitligisten Blau Weiß Linz, mit zum VfL bringen. Sageder ist ein erfahrener Sportwissenschaftler, der wie Glasner im rund 2000 Einwohner zählenden Örtchen Riedau zu Hause ist. Jetzt soll er mit zum VfL wechseln, bei dem Glasner wie in Linz auf ein 3-4-3-System setzen könnte. Mit dieser Variante hat er den LASK zu einem Spitzenteam in Österreich geformt. Glasner betonte jedoch in Sachen System stets: „Es geht mir bei der Spielvorbereitung weniger um Taktik und System, sondern um die Verhaltensweise in bestimmten Situationen auf dem Platz.“ Der auf Umschalt-Fußball stehende Coach verlangt von seinen Spielern Flexibilität und Eigenverantwortung.

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