09. Mai 2021 / 09:26 Uhr

Noch ein Sieg: Dynamo Dresden stößt das Tor zur 2. Bundesliga weit auf

Noch ein Sieg: Dynamo Dresden stößt das Tor zur 2. Bundesliga weit auf

Caroline Grossmann und Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
SG Dynamo Dresden - Viktoria Köln.
Gemeinsam in Liga zwei: Dynamo Dresden befindet sich auf bestem Wege. © Steffen Manig
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Durch den 2:0-Sieg gegen Viktoria Köln und Patzer der Konkurrenz hätten die Schwarz-Gelben mit drei Punkten gegen Türkgücü München den Aufstieg vorzeitig sicher.

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Dresden. Vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und nur noch zwei Spiele: Mit einem Sieg im Heimspiel gegen Türkgücü München am nächsten Sonnabend kann Dynamo Dresden vorzeitig sein Saisonziel erreichen und den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga schaffen. „Wahnsinn! Wenn das jemand vor der Saison gesagt hätte, dass man am vorletzten Spieltag zu Hause alles perfekt machen kann, würde das jeder unterschreiben. Das ist das Ziel von uns allen. Jeder weiß, worum es geht. Jeder wird alles reinhauen. Das wäre ein Traum“, sagte Offensivmann Heinz Mörschel bei Dynamo-TV.

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„Power dich aus“

Die nötigen Voraussetzungen dafür, dass dieser Traum nun zum Greifen nah ist, haben die Schwarz-Gelben am Sonnabend mit ihrem 2:0-Heimsieg gegen Viktoria Köln geschaffen. Mörschel selbst sorgte für die frühe Führung nach exakter Vorarbeit von Kevin Ehlers (11.). „Ich habe dem ,Ehle‘ schon vorher gesagt: Spiel mir die Bälle auch im engen Raum zu. In der Situation hat er das auch gemacht. Der Schuss war noch leicht abgefälscht, aber wer nicht schießt, der trifft auch nicht“, freute sich der Torschütze über die gelungene Kombination und seinen sechsten Saisontreffer für die SGD.

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Dynamo Dresden kommt nach dem 2:0-Erfolg gegen Viktoria Köln dem Ziel Aufstieg immer näher. Zur Galerie
Dynamo Dresden kommt nach dem 2:0-Erfolg gegen Viktoria Köln dem Ziel Aufstieg immer näher. ©

Dynamo zwang seine zuvor zehnmal in Folge ungeschlagenen Gäste durch hohes Pressing früh zu Fehlern. „Wir haben die erste halbe Stunde verschlafen. So kannte ich meine Mannschaft gar nicht“, gestand Viktoria-Coach Olaf Janßen. Allein schon in der 4. Minute ließ Agyemang Diawusie gleich zwei Topchancen innerhalb von 40 Sekunden liegen. „Da hätten wir in Führung gehen müssen“, sagte Alexander Schmidt, der diesmal ungewöhnlich früh wechselte. Ransford Königsdörffer verließ bei seinem ersten Einsatz nach seiner Corona-Infektion schon nach 28 Minuten den Rasen.



„Das war geplant. Wenn ich ihn eingewechselt hätte und er mir nach 15 Minuten einbricht, dann wäre das nicht so günstig gewesen. So habe ich gesagt: Power dich aus und wenn es nicht mehr geht, gibst du mir ein Zeichen“, erklärte Alexander Schmidt, der für „Ransi“ Panagiotis Vlachodimos brachte. Und keine zwei Minuten später stand der Deutsch-Grieche gleich im Mittelpunkt: Er nahm dankend das Angebot an, dass Kai Klefisch im Strafraum das Bein stehen ließ, und fiel. Schiedsrichter Franz Bokop zeigte nach kurzem Zögern auf den Punkt. Philipp Hosiner ließ sich sein zehntes Saisontor nicht nehmen und verwandelte den Strafstoß sicher ins rechte untere Eck (31.).

„Keinen unnötigen Druck auf die Spieler aufbauen“

Alexander Schmidt bilanzierte: „Unsere Mannschaft hat in der ersten Halbzeit top gespielt, wir waren präsent, griffig, haben den Gegner nicht flach über die Mittellinie spielen lassen. Wie es dann so ist: Irgendwann lässt die Kraft nach. Wir haben dann eine Mischung aus Kompaktheit und punktuellem Anlaufen gefunden“, umschrieb der Trainer das Bild nach der Pause, als die Viktoria mehr Raum bekam und sich die Sportgemeinschaft aufs Verteidigen konzentrierte, ohne gefährliche Torchancen zuzulassen. Nach vorn ging nach dem Seitenwechsel wenig, obwohl mit Luka Stor, Niklas Kreuzer, Marvin Stefaniak und Justin Löwe weitere frische Kräfte kamen.

Auch wenn es in der zweiten Halbzeit „nicht so toll ausgesehen“ habe, sei der Sieg verdient gewesen. Nun kann Alexander Schmidt am nächsten Wochenende ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein Türkgücü, den er bis vor drei Monaten trainiert hatte, den Aufstieg schaffen. „So ist Fußball, das will ich nicht groß thematisieren. Für mich geht es um Dynamo. Wenn jeder seinen Job gut erfüllt, bin ich überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen“, so Schmidt. Auch über die Tabellenkonstellation – Platz drei ist den Dresdnern schon so gut wie sicher – wollte er keine großen Reden schwingen, denn: „Wir wollen keinen unnötigen Druck auf die Spieler aufbauen. Die wissen eh alle, was Sache ist.“