13. Dezember 2019 / 15:41 Uhr

"Noch eine Weile weh tun": Nils Förster und Ingeln-Oessele trennen sich 

"Noch eine Weile weh tun": Nils Förster und Ingeln-Oessele trennen sich 

Tobias Kurz
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
<b>TSV Ingeln-Oesselse:</b> Der Aufsteiger TSV Ingeln-Oesselse hat aufgerüstet. Mit Obrad Sosic, einst im Regionalligakader von Hannover 96, ist unter anderem ein routinierter Keeper von Stern Misburg gekommen. „Insgesamt haben wir fünf Neue, und alle sind Verstärkungen für den Kampf um den Klassenerhalt“, unterstreicht Trainer Nils Förster (Foto).
TSV Ingeln-Oesselse: Der Aufsteiger TSV Ingeln-Oesselse hat aufgerüstet. Mit Obrad Sosic, einst im Regionalligakader von Hannover 96, ist unter anderem ein routinierter Keeper von Stern Misburg gekommen. „Insgesamt haben wir fünf Neue, und alle sind Verstärkungen für den Kampf um den Klassenerhalt“, unterstreicht Trainer Nils Förster (Foto). © Rico Person
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Beim TSV Ingeln-Oessele ist für Nils Förster ab sofort Schluss. Länger als neun Jahre war er dort als Trainer tätig. Seit 2014 sogar bei den 1. Herren. Doch er konnte die sportlichen Misserfolge nicht mehr verhindern und bot dem TSV seinen Rücktritt an. Spurlos geht es an ihm jedoch nicht vorbei. 

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Eine Ära geht zu Ende: Nils Förster ist nicht mehr Trainer beim TSV Ingeln-Oesselse. Nach einer frustrierenden Hinrunde mit fünf Punkten aus 17 Spielen bot Förster dem Vorstand seinen Rücktritt an, einvernehmlich trennten sich beide Parteien. „Der Verein hat mir zugesichert, dass er mich nicht entlassen würde. Aber ich wollte neuen Impulsen nicht im Weg stehen“, begründete Förster seinen Entschluss.

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Neuneinhalb Jahre war er als Trainer für den Klub tätig, seit 2014 in vorderster Front bei den 1. Herren. In der Zeit gelangen ihm zwei Aufstiege, von der 2. Kreisklasse führte er den kleinen Laatzener Klub nach 20 Jahren Abstinenz wieder in die Kreisliga. „Einige der Jungs trainiere ich seit der D-Jugend, da sind auch Freundschaften gewachsen. Ingeln ist mein Verein“, betont Förster und ergänzt spürbar angefasst: „Das ist für mich die schlimmste Erfahrung in 30 Fußballjahren. Das wird mir auch noch eine Weile weh tun.“

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Den sportlichen Niedergang konnte er nicht aufhalten, die Chance auf den Klassenerhalt ist bei zwölf Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz verschwindend gering. Ausschlaggebend für sein Aus war allerdings nicht der Misserfolg. Vielmehr sah er sich ungeachtet des Vertrauens vom Vorstand nicht mehr genügend unterstützt.

"Dafür liegt mir der Verein zu sehr am Herzen"

„Ich habe mannschaftsintern und im Umfeld nicht mehr den vollen Rückhalt gespürt“, erklärt Förster. „So macht es keinen Sinn mehr, dafür liegt mir der Verein zu sehr am Herzen.“ Als Interimslösung wird voraussichtlich Försters Co-Trainer Ronald Kessler übernehmen, zur Saison 2020/21 will sich der TSV dann neu aufstellen.