18. November 2020 / 17:51 Uhr

Noch kein Termin für Regionalliga-Restart : 1. FC Lok Leipzig in der Warteschleife

Noch kein Termin für Regionalliga-Restart : 1. FC Lok Leipzig in der Warteschleife

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
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Das Wiedersehen von Almedin Civa und seinem Herzensklub SV Babelsberg muss vorerst warten. © Thomas Gorlt
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Zwar dürfen die Regionalliga-Teams wieder trainieren, doch fällt der angedachte Spieltagstermin am 25. November ins Wasser. Derzeit befinden sich die Profis von Lok Leipzig in Kurzarbeit und der amtierende Nordost-Meister will erst wieder in die Vollen gehen, wenn der Re-Start feststeht. 

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Leipzig. In der Regionalliga Nordost wird disktutiert, debattiert, angeregt, überlegt – und trainiert. Denn während ein möglicher Restart-Termin noch immer nicht gefunden ist, dürfen zumindest alle Teams der Viertliga-Staffel gemeinsam auf den Platz und sich auf Tag X vorbereiten. Trainingsbetrieb ja, Spielbetrieb nein: Da die Landesregierungen Berlins und Sachsen-Anhalts noch keine Spiele in der semiprofessionellen Regionalliga erlauben, ist auch der angedachte 25. November als Spieltagstermin ins Wasser gefallen. Auf der Telefonkonferenz des NOFV mit den Vereinsvertretern einigten sich die Beteiligten, zehn Tage vor der ersten Partie wieder voll trainieren zu können.

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Löwe wünscht sich vorzeitige Winterpause

Damit ist wohl auch das nächste Wochenende inklusive möglichen Wiedersehens von Almedin Civa und seinem langjährigen Arbeitgeber und Herzensklub SV Babelsberg vom Tisch. Denn der Trainer des 1. FC Lok Leipzig bittet derzeit die sich in Kurzarbeit befindenden Profis der Probstheidaer dreimal wöchentlich zum reduzierten Mannschaftstraining, um diese fitzuhalten.

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Erst wenn klar ist, wann es wie weitergeht, möchte der amtierende Nordost-Meister in die Vollen gehen. Ein neuer Telefonkonferenz-Termin ist jedoch nach SPORTBUZZER-Informationen noch nicht vereinbart. Ohnehin wünschen sich die Leipziger in Person von Präsident Thomas Löwe eine vorzeitige Winterpause und eine Wiederaufnahme der Spieltage im Januar.

Neben des Infektionsschutzes geht es dabei auch auch um die fehlenden Einnahmen durch die potenzielle Geisterspiele und generell durch die Pandemie. Daher wurden bereits im Frühjahr im Zuge des ersten Lockdowns die zuweilen eher klammen Viertligisten kreativ. So setzte Babelsberg wie Lok Leipzig auf Tickets für ein virtuelles Spiel, zudem konnten Fans für einen Obulus Retro-Matches der Schwarz-Weißen anschauen.

Beteiligten sind skeptisch

Die Prosbtheidaer erzeugten durch ihre virtuelle Heimpartie ein weltweites Echo und Spendeneinnahmen von über 120.000 Euro. Nun können die blau-gelben Fans für einen Euro „Weichen stellen“, um die „Loksche ins neue Jahr zu ziehen“. Über 4000 Euro sind dabei in den ersten Tagen zusammengekommen.

Nicht nur Lok und Löwe, auch die Babelsberger sind skeptisch ob möglicher Matches und ein Treffen mit ihrem Publikumsliebling Almedin Civa 2020. „Mit Blick auf die Infektionszahlen muss man befürchten, dass in diesem Jahr nicht mehr viel passieren wird“, glaubt SVB-Vorsitzender Archibald Horlitz.

Sollte der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden, so wird es aller Voraussicht nach regulär weitergehen und die ausgefallen Partien 2021 nachgeholt werden. Somit könnte das Leipziger Stadtderby in greifbare Nähe rücken oder gar das erste Match nach der Lockdown-Pause werden: Das brisante Duell ist für den 13. Dezember angesetzt.