12. Oktober 2020 / 19:47 Uhr

Kapselverletzung: DFB-Kapitänin Popp fällt für unbestimmte Zeit aus

Kapselverletzung: DFB-Kapitänin Popp fällt für unbestimmte Zeit aus

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Am rechten Fuß verletzt: Alexandra Popp.
Am rechten Fuß verletzt: Alexandra Popp. © Roland Hermstein
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Alexandra Popp hat sich eine Kapselverletzung im Bereich des Fußrückens zugezogen. Die Nationalspielerin des VfL Wolfsburg fällt auf unbestimmte Zeit aus, möglicherweise muss auch die deutsche Nationalmannschaft gegen England auf ihre Kapitänin verzichten.

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Kleines Aufatmen beim Frauenfußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg: Kapitänin Alexandra Popp hat sich offenbar keine Bänderverletzung zugezogen. Die 29-Jährige war am Sonntag beim Auswärtsspiel des VfL beim SC Freiburg (1:1) kurz vor Schluss vom Platz getragen worden, nachdem sie sich nach einem Luftzweikampf den Fuß verdreht hatte. Mit bandagiertem Fuß trat sie die Heimreise nach Wolfsburg an. Untersuchungen am Montag brachten die Diagnose: Kapselverletzung im Bereich des Fußrückens "Der weitere Behandlungsverlauf sowie die zu erwartende Ausfallzeit sind von Popps Beschwerden abhängig", teilte der Verein dazu mit.

Eine längere Ausfallzeit würde die schwarze Stürmerinnen-Serie des VfL in dieser Saison fortsetzen. Erst am Freitag hatte der Titelverteidiger bekannt gegeben, dass sich Stürmerin Pauline Bremer das Kreuzband gerissen hat, auch Ewa Pajor und Fridolina Rolfö fallen bereits aus. Immerhin: Rolfö ist nach ihrer Gehirnerschütterung (die sie sich im Champions-League-Finale zuzog) auf dem Weg der Besserung: "Sie hat noch nicht mit der Mannschaft trainiert, aber individuell auf dem Platz. Und da können wir jetzt sagen, dass es keine weitere Reaktion gab." Heißt: Keine Kopfschmerzen, kein Schwindel. Lerch: "Wir bauen sie jetzt langsam auf", nach der nächsten Länderspiel--Pause Ende des Monat soll sie "möglichst wieder eingreifen".

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Popp fällt möglicherweise auch für das Länderspiel der DFB-Auswahl gegen England am 27. Oktober (16.00 Uhr/ARD) in Wiesbaden aus. Dass die VfLerinnen Sara Doorsoun und Pauline Bremer aus Verletzungsgründen nicht dabei sein werden, war vorher klar. Mit Kathy Hendrich, Felicitas Rauch, Lena Oberdorf und Svenja Huth stehen vorerst vier Wolfsburgerinnen im Kader von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Erstmals dabei ist Nicole Anyomi von der SGS Essen, die ihren im Pokalfinale 2020 gegen den VfL erlittenen Steißbeinbruch mittlerweile auskuriert hat.

Neben Doorsoun und Bremer werden auch Giulia Gwinn, Kristin Demann (beide Bayern München), Isabella Hartig (1899 Hoffenheim) und Turid Knaak (Atletico Madrid) fehlen. „Wir wollen die Möglichkeit nutzen, um uns individuell, aber auch mannschaftstaktisch auf einem Top-Niveau weiterzuentwickeln. Schon das Hinspiel in Wembley hat gezeigt, wie sehr unser junges Team von diesen Herausforderungen profitiert. Unser Ziel ist es, erneut mit viel Leidenschaft, Spielfreude und Mut aufzutreten“, sagte Voss-Tecklenburg zum Testspiel gegen die zur Weltspitze gehörenden Engländerinnen.