04. November 2021 / 17:46 Uhr

RSV-Coach Hinze trotzt Hiobsbotschaften: "Weiter, immer weiter"

RSV-Coach Hinze trotzt Hiobsbotschaften: "Weiter, immer weiter"

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Chris David Ring (m. RSV), RSV Eintracht 1949 - SFC Stern 1900, Testspiel, Saison 21/22, 01.08.2021, Stahnsdorf, Foto: Benjamin Feller
Leistungsträger und Kapitän: Chris David Ring (M.) fehlt dem RSV Eintracht 1949 für den restlichen Saisonverlauf in der Oberliga. © Benjamin Feller
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NOFV-Oberliga Nord: Der RSV Eintracht 1949 empfängt am Samstag den Tabellenführer Rostocker FC – Kapitän Chris David Ring und Torjäger Frank Rohde fallen lange aus.

Aufstecken oder gar rumjammern ist überhaupt nicht das Ding von Patrick Hinze. Vielmehr lautet eins der Credos vom 35-jährigen Trainer des Fußball-Oberligisten RSV Eintracht 1949: „Weiter, immer weiter.“ So geht er auch die kommende Aufgabe am Samstag (13.30 Uhr, Sportplatz Heinrich-Zille-Straße) gegen den Tabellenführer Rostocker FC. „Wir werden alles dafür tun, die drei Punkte zu holen und wollen gewinnen. Ohne Wenn und Aber.“

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Und dabei könnten die Vorzeichen vor der Partie gegen den 1895 gegründeten Traditionsverein von der Ostseeküste, der bisher neun von elf Saisonspielen siegreich gestalten konnte, deutlich besser sein. Leistungsträger und Kapitän Chris David Ring zog sich im Training ohne gegnerische Einwirkung einen Kreuzbandriss zu und wird der Eintracht in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. „Das ist natürlich brutal für uns“, stellt Hinze den Stellenwert des 26-jährigen Innenverteidigers heraus. „Er ist einer der schnellsten Spieler der Liga und für uns mit seinen Qualitäten nicht zu ersetzen. Darüber hinaus fehlt er menschlich extrem“, sagt der RSV-Coach über seinen verlängerten Arm auf dem Spielfeld.

Ring gehört seit Jahren zu den Fixpunkten im Spiel der Stahnsdorfer und stieg mit ihnen von der Landes- bis in die Oberliga auf. Als B-Jugendlicher wechselte er einst vom SV Grün-Weiß Großbeeren an die „Zille“ und folgte damit seinem älteren Bruder Marc-Nicolas, der dort damals schon als Torwart spielte.

Neben Ring, der nach dem Abschwellen des verletzten Knies operiert wird, muss Hinze in den kommenden Wochen auch auf Angreifer Frank Rohde verzichten. Der 32-Jährige zog sich im letzten Spiel gegen die TSG Neustrelitz einen Außenbandriss im Knie zu und fällt erst einmal aus. Die Personaldecke beim RSV wird damit immer dünner. Auch Niklas Goslinowski und Dennis Nüssen werden nicht in absehbarer Zeit aus ihren Verletzungen zurückkehren.

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Stefan Rankic (l. Luckenwalde), Niklas Goslinowski (m. RSV), Andre Thomas (r. Luckenwalde), RSV Eintracht 1949 - FSV Luckenwalde, Testspiel, Saison 21/22, Stahnsdorf, 17.07.2021, Foto: Benjamin Feller
Frank Rohde (M.) gehört mit drei erzielten Saisontoren zu den erfolgreichsten Torschützen im RSV-Team. © Benjamin Feller

Gar nicht mehr zur Verfügung steht Innenverteidiger Dwayne Bensch. Der 25-Jährige, der ebenfalls schon sehr lange im Verein war und am vierten und fünften Spieltag gegen Victoria Seelow (1:0) und Hertha 03 Zehlendorf (1:1) in der Abwehr noch jeweils über 90 Minuten zum Einsatz kam, hat seinen Vertrag aus persönlichen Gründen aufgelöst. „Wir können die Ausfälle aufgrund unseres im vergangenen Sommer bewusst breit aufgestellten Kaders aber kompensieren und werden am Samstag wieder eine schlagkräftige Truppe aufbieten“, ist sich Hinze sicher.

Den Gegner aus Rostock nahm er vor knapp zwei Wochen bei seinem 2:0-Auswärtserfolg beim Tabellenschlusslicht SFC Stern 1900 unter die Lupe. „Sie haben sicherlich einige Unterschiedsspieler in ihren Reihen“, sagt der RSV-Trainer. „Bange machen gilt aber nicht. Wenn wir unser Spiel durchziehen und unser Leistungsvermögen abrufen, wird es für den Gegner nicht leicht“, ist sich Hinze sicher und verweist auf die Auftritte seiner Mannschaft gegen die ambitionierten Teams aus Zehlendorf und Greifswald, als am Ende jeweils ein Punktgewinn zu Buche stand.

Dass der RFC um den ehemaligen Babelsberger Regionalligaspieler Pieter-Marvin Wolf nicht unverwundbar ist, bewies zudem erst die vergangene Woche. Da kassierten die Hanseaten gegen Aufsteiger Eintracht Mahlsdorf eine überraschende 1:2-Heimniederlage. „Die Liga hat sich in den vergangenen Wochen als sehr ausgeglichen gezeigt, gefühlt kann jeder gegen jeden gewinnen. Bis zur Winterpause sind noch 21 Punkte zu vergeben – davon wollen wir so viele wie möglich holen und damit am besten am Samstag anfangen“, gibt Patrick Hinze die Marschroute vor. Getreu seinem Motto: „Weiter, immer weiter.“

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