14. April 2019 / 11:37 Uhr

Dicke Überraschung: Anker Wismar bezwingt Spitzenreiter

Dicke Überraschung: Anker Wismar bezwingt Spitzenreiter

Andreas Kirsch
Ostsee-Zeitung
Riesenjubel nach dem Spielende. Die Mannschaft des FC Anker Wismar feiert den 1:0-Sieg über den Spitzenreiter Lichtenberg 47.
Riesenjubel nach dem Spielende. Die Mannschaft des FC Anker Wismar feiert den 1:0-Sieg über den Spitzenreiter Lichtenberg 47. © Foto: Daniel Koch
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Für eine Riesenüberraschung sorgte der FC Anker Wismar am 23. Spieltag in der Fußball-Oberliga. Im Abstiegskampf gelang den Hansestädtern ein Befreiungsschlag. Sie besiegten Spitzenreiter SV Lichtenberg 47 Berlin mit 1:0.

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Der Fußball-Oberligist FC Anker Wismar bleibt weiter in der Erfolgsspur. Gegen den Aufstiegskandidaten und Tabellenführer SV Lichtenberg 47 gewannen die Hansestädter mit 1:0. Begünstigt wurde der Treffer durch ein Eigentor der Gäste. Sahid Wahab ging über die rechte Seite auf und davon und seine scharfe Eingabe fälschte Philipp Kulecki ins eigene Tor ab - unhaltbar für den Lichtenberger Schlussmann Niklas Wollert.

Anker Wismars Keeper beißt auf die Zähne

Die Gastgeber, die ohne den gelbgesperrten Abwehrchef Philipp Unversucht antraten, standen gleich von Beginn an einer sehr angriffsorientierten Berliner Elf gegenüber. Bereits in der zweiten Minute scheiterte Grüneberg nach Vorarbeit von Brechler am Pfosten. In der vierten Minute verpasste Brechler eine Eingabe von Gawe. Danach kamen die Hausherren besser ins Spiel, bis in der 15. Minute Anker-Keeper Robertino Kljajic nach einer sehr rüden Attacke von Brechler lange behandelt werden musste. Trotz starken Problemen am rechten Sprunggelenk biss sich der Anker-Keeper bis zum Schlusspfiff durch und zeigte eine enorm starke Partie. Vor und nach dem Seitenwechsel hatten Tom Ney (39.) und Christian Okafor (55.) zwei verheißungsvolle Möglichkeiten für die Gastgeber. Nur eine Minute danach fiel dann der 1:0-Führungstreffer der Hausherren.

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In der Schlussphase drückten die Hauptstädter vehement auf den Ausgleich, doch eine hervorragende Wismarer Abwehr und Robertino Kljajic im Anker-Tor ließen keinen Treffer der Gäste zu. Im Gegenteil, durch die offene Spielweise der 47-iger boten sich den Hansestädtern selbst noch gute Einschussmöglichkeiten. In der 80. Minute passte der eingewechselte Tim Queckenstedt die Kugel in die Tiefe auf Kelvin Igweani, doch der verlor den Ball im Zweikampf. In der Nachspielzeit, die mit vier Minuten sehr opulent ausfiel, lag der Ball noch einmal im Berliner Tor. Queckenstedt hatte sich mit einem pfeilschnellen Antritt über die linke Seite bis in den Strafraum durchgesetzt. Zwar drückte Igweani den Ball per Kopf über die Linie, doch Schiedsrichter Tino Stein (Potsdam) entschied auf Abseits. Kurze Zeit später jubelten aber die Hausherren doch und feierten ausgelassen den dritten Sieg in Folge. Nach der Winterpause hat die Wismarer Elf bereits 14 Punkte einfahren können - einen mehr als in der ersten Halbserie.

Schon am Donnerstag geht's für Anker weiter

„Das Fehlen von Abwehrchef Philipp Unversucht hat mein Team anfänglich ziemlich nervös agieren lassen. Doch dann hat das junge Team mit viel Herz und Leidenschaft gespielt. Die Mannschaft hat dann immer mehr Selbstvertrauen gefunden und hervorragend gekämpft. Der Schuss von Wahab wäre auch so ins Tor gegangen. Egal, auch so haben wir die drei Punkte bei uns in Wismar behalten“, war Anker-Trainer Christiano Dinalo Adigo hochzufrieden mit seinem Team nach dem Abpfiff.

Bereits am Donnerstag rollt der Ball wieder auf dem Jahnplatz. Ab 18.30 Uhr liegt der nächste dicke Brocken vor den Hansestädtern. Zu Gast ist dann der Tabellendritte Greifswalder FC. Ein Dank möchte das Team auch an ihre Fans weitergeben, die bis zum späten Abpfiff voll hinter der Mannschaft standen und beim Abgang ihrer Mannschaft gratulierten.

FC Anker Wismar: Kljajic – Bode, Ostrowitzki, Oblizajek – Okafor (90. Schiewe), Ney, Popowicz, Rodrigues, Lima (82. Ottenbreit) – Igweani, Wahab (75.Queckenstedt).
SV Lichtenberg 47: Wollert – Kulecki (61. Sinan), Hollwitz, Reiniger, Einsiedel – Banze, Ohlow (61. Künne), Fiegen – Gawe, Brechler, Grüneberg.
Tore: 1:0 Kulecki (56., Eigentor).
Schiedsrichter: Tino Stein (Potsdam).
Zuschauer: 165

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