08. April 2022 / 12:51 Uhr

TFC Greif zieht zurück: Hoffnung für märkische Oberligisten im Abstiegskampf

TFC Greif zieht zurück: Hoffnung für märkische Oberligisten im Abstiegskampf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Torgelower FC wird in der nächsten Saison nicht mehr in der Oberliga jubeln.
Der Torgelower FC wird in der nächsten Saison nicht mehr in der Oberliga jubeln. © Benjamin Feller
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NOFV-Oberliga Nord: Der Torgelower FC Greif zieht sich nach Informationen des "Nordkurier" aus der Oberliga zurück und will künftig mit einem anderen Verein die Kräfte bündeln. Damit stehen die Kicker aus Mecklenburg-Vorpommern bereits als erster Absteiger fest.

Paukenschlag in der NOFV-Oberliga Nord: Der Torgelower Fußballclub Greif wird in der kommenden Saison nicht mehr in der Fünftklassigkeit aktiv sein. Das soll der Club aus Mecklenburg-Vorpommern nach einer Vorstandssitzung am Freitag bestätigt haben. Darüber informierte zuerst der Nordkurier, der Greif-Präsident Dietrich Lehmann zitiert: „Die derzeitigen Rahmenbedingungen machen es uns unmöglich, weiter in der Oberliga zu spielen.” Lehmann nannte unter anderem die U23-Regelung sowie die Kostenexplosion in der fünften Liga als Gründe für den Rückzug.

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Damit steht das Team vom polnischen Trainer Dariusz Bucinski, der einst auch für den MSV Neuruppin, den SV Altlüdersdorf und den Lindower SV auf dem Platz beziehungsweise an der Seitenlinie aktiv war, als erster Absteiger fest. Jener Rückzug schürt große Hoffnungen im Abstiegskampf, in dem sich neben dem Steglitzer FC Stern (Berlin) und Lok Stendal (Sachsen-Anhalt) auch drei märkische Teams befinden. Der SV Victoria Seelow, der MSV Neuruppin und der Brandenburger SC Süd 05 kämpfen um den Verbleib in der Nordstaffel - und könnten am Ende der Saison profitieren, weil der TFC im kommenden Jahr nicht mehr in der Oberliga starten wird.

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In der Uecker-Randow-Region hegt man nämlich ganz andere Pläne, wie der Nordkurier herausgefunden hat. Der Club strebt eine Fusion mit dem FSV Einheit Ueckermünde an, um die Fußball-Kapazitäten in der strukturschwachen Region zu bündeln. Die Vorstände der beiden Vereine haben sich am Freitag dazu entschlossen, die notwendigen Schritte einzuleiten. „Auf Dauer werden wir so, wie es jetzt läuft, keine Chance haben. Mit der Fusion sehen wir eine echte Chance, etwas Nachhaltiges aufzubauen”, sagte Einheit-Präsident Peter Ruhnau. Einheit spielt mit den Männern derzeit in der Verbandsliga. Im Nachwuchsbereich arbeiten Einheit und Greif schon länger zusammen.

Der Landesfußball-Verband Mecklenburg-Vorpommern sei bereits informiert worden, in den nächsten Tagen sollen weitere Gespräche folgen. Die Fusion soll nach Möglichkeit bereits zur neuen Saison abgeschlossen sein. In dem Punkt sind aber noch rechtliche Fragen zu klären. Nach den Vorstellungen beider Präsidenten könnte die erste Mannschaft des neuen Vereins in der MV-Verbandsliga spielen, die Reserve in der Landesklasse. Angedacht sei auch ein Nachwuchszentrum als Anlaufpunkt für junge Fußballer aus der Region. Dieses Zentrum könnte in Ueckermünde angesiedelt sein, der Erwachsenen-Fußball in Torgelow, vermutet der Nordkurier.

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Saison auf einem Nichtabstiegsplatz beenden

Die aktuelle Saison in der Oberliga Nord wollen die Greifen aber vernünftig zu Ende spielen - und zwar auf einem Nichtabstiegsplatz. Torgelow erwartet am Samstag den Ludwigsfelder FC in der heimischen Gießerei-Arena. Anstoß ist um 14 Uhr auf dem Rasenplatz.

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