16. April 2021 / 19:54 Uhr

NOFV: Spielbetrieb abgebrochen - modifizierte Aufstiegsregeln erlassen

NOFV: Spielbetrieb abgebrochen - modifizierte Aufstiegsregeln erlassen

Alexander Kruggel
Ostsee-Zeitung
Das Präsidium des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) entschied am Freitag offiziell, den Spielbetrieb in Regional- und Oberliga abzubrechen.
Das Präsidium des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) entschied am Freitag offiziell, den Spielbetrieb in Regional- und Oberliga abzubrechen.
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Nun ist es offiziell: Auch in den Spielklassen des Nordostdeutschen Fußballverbandes wird es keine weiteren Spiele mehr geben. Stattdessen legte das Präsidium am Freitag mit dem Abbruch des Spielbetriebes auch modifizierte Regelungen für Auf- und Abstiege fest. Die dürften allerdings nicht überall auf Zustimmung stoßen.

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Am Freitagabend kam für die Vereine in den Spielklassen des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) endlich die lang ersehnte Entscheidung. Das Präsidium beschloss, den Spielbetrieb in der Regionalliga und den beiden Staffeln der Oberliga aufgrund der Entwicklungen in der Corona-Pandemie abzubrechen und die Saison am 30. Juni ohne weitere Nachholspiele zu beenden. Damit folgte die Verbandsspitze den Forderungen der teilnehmenden Klubs. Sowohl für die vierte, als auch für die fünfte Liga hatten diese bei Videokonferenzen im Vorfeld den Abbruch gefordert. "Das zweite Mal eine Saison abbrechen zu müssen, ist bitter", kommentierte Verbandspräsident Hermann Winkler die Entscheidung. Allerdings sei es "insbesondere für unsere Vereine wichtig, als Verband Klarheit über das aktuelle Spieljahr zu schaffen."

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Präsidium legt modifizierte Auf- und Abstiegs-Regelungen fest

Im Zusammenhang mit dem Abbruch hat das Präsidium modifizierte Auf- und Abstiegsregelungen erlassen. Winkler: "Wir mussten, gerade in Bezug auf unsere Herren-Spielklassen und deren Auf- und Abstiegsregelungen, schwere Entscheidungen treffen, bei denen es leider nicht nur Gewinner gibt." Bei bis zu zwei Absteigern aus der 3. Liga sieht der NOFV einen Absteiger aus der Regionalliga in die Oberliga vor. Jeweils ein Aufsteiger aus beiden Oberliga-Staffeln würde im Gegenzug in der Regionalliga aufgenommen. Aus der fünften Liga müssen jeweils zwei Teams je Staffel in die oberste Spielklasse des jeweiligen Landesverbandes weichen.

Wertung erfolgt nach Quotientenregelung

Die Wertung der Saison soll nach der Quotientenregelung erfolgen. Im Ergebnis heißt das, dass der Bischofswerdaer FV 08 in die Oberliga Süd absteigen wird. Über den Aufstieg in die vierte Liga dürfen sich hingegen Tasmania Berlin (Oberliga Nord) und der FC Eilenburg (OL Süd) freuen. Ebenfalls jubeln kann der FC Mecklenburg-Schwerin. Der Aufstieg aus der Verbands- in die Oberliga soll laut NOFV unverändert nach den geltenden Regelungen möglich sein. Entsprechend ist auch für die Landeshauptstädter als Tabellenerste der Verbandsliga MV der Sprung in die Oberliga möglich. Bitter dürfte das Ergebnis in erster Linie für den Greifswalder FC (OL Nord) sein. Schon seit geraumer Zeit gibt der Verein den Aufstieg in die Regionalliga als explizite Zielstellung aus, investiert entsprechend viel Zeit und Geld in seine erste Mannschaft. Zum zweiten Mal in Folge müssen die Boddenstädter nun allerdings nach einem Saisonabbruch dabei zusehen, wie sich ein Berliner Klub den Aufstieg in "die Vierte" sichert .

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