30. November 2021 / 15:45 Uhr

NOFV verordnet Saison-Stopp: Frauen-Regionalliga Nordost pausiert bis Jahresende

NOFV verordnet Saison-Stopp: Frauen-Regionalliga Nordost pausiert bis Jahresende

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
Gähnende Leere: Auf der Südkampfbahn von Eintracht Leipzig-Süd wird in diesem Jahr kein Ball mehr rollen. 
Gähnende Leere: Auf der Südkampfbahn von Eintracht Leipzig-Süd wird in diesem Jahr kein Ball mehr rollen. © Andreas Doering
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Die Frauen-Mannschaften der Regionalliga Nordost müssen vorerst das Fußballspielen pausieren. Der Nordostdeutsche Fußballverband beschloss, dass der Spielbetrieb bis zum Ende des Jahres eingestellt wird. Aus Leipziger Sicht betrifft das die Zweite der RB-Damen, Eintracht Süd und den FC Phoenix.

Leipzig. Während die Männer-Regionalliga Nordost am kommenden Wochenende mit der Rückrunde beginnt, befinden sich die Fußballerinnen der Regionalliga Nordost schon in der Spielunterbrechung bis zum Jahresende. Sie zählen wie die zwei Oberligastaffeln laut Nordostdeutschen Fußballverband zu den Amateurspielklassen.

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Während in den zwei Oberligastaffeln jeweils 19 Teams vertreten sind, die eine Hin- und Rückrunde ausspielen, verfügt die Frauen-Regionalliga über 17 Teams, die nur eine Hinrunde in der gesamten Saison absolvieren. Das stellt eine Besonderheit zu Fußballverbänden wie des Westdeutschen Fußballverbandes oder des Norddeutschen Fußball-Verbandes dar, in denen die Fußballerinnen der jeweiligen Regionalliga sowohl eine Hin- als auch eine Rückrunde austragen.

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Die ursprüngliche Saisonplanung für die Spielerinnen sah am 28. November den letzten Ligaspieltag vor, um dann am letzten Märzwochenende wieder mit den Punktspielen zu beginnen. Bereits den 10. Spieltag am 21. November begingen die drei Leipziger Teams - RB II, Eintracht Leipzig-Süd und FC Phoenix - sehr unterschiedlich. Nur RB konnte antreten.

"Wir sind auf einem absolut guten Weg"

Der Status als Nachwuchsleistungszentrum gewährte der U20 von RB das Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin. Die bisher ungeschlagene Elf von Trainer Manuel Kienitz musste dabei eine 1:4-Heimniederlage hinnehmen. Damit steht RB II nach neun Spielen auf Tabellenplatz 5. Das bedeutet jetzt schon mal das Minimalziel, denn vor der Saison wurde ein Platz unter den ersten fünf Mannschaften ausgegeben. Bis zur Tabellenspitze, die Viktoria Berlin inne hat, fehlen sechs Punkte.

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"Unsere junge Mannschaft gewöhnt sich nach und nach an die Liga und hat sich vor allem im Zweikampfverhalten gesteigert. Die intensivere Körperlichkeit ist gerade bei jungen Spielerinnen der nächste wichtige Entwicklungsschritt", so Trainer Manuel Kienitz auf die SPORTBUZZER-Frage - was das Team bisher besonders gut umsetzte. "Konstant gute Leistungen abzurufen", wäre noch eine Schwachstelle. Aber der Coach sieht das eher "als ganz normale Erscheinung in einem Entwicklungsprozess. Wir sind auf einem absolut guten Weg."

Die nächsten vier Monate gestaltet RB mit intensivem Training und "solange es die Pandemie zulässt internen Testspielen". Bis dahin "bleiben wir positiv und versuchen uns trotz geänderter Bedingungen bestmöglich weiterzuentwickeln."

"Zu einer sehr guten Einheit entwickelt"

Für den FC Phoenix begann die neue Saison mit sehr guten Ergebnissen zu Hause wie 4:0 gegen den SC Staaken 1919 oder 6:1 gegen den FSV Babelsberg 74. Daraus resultierte ein vorderer Tabellenplatz und das war nach den Abgängen vor dem Saison nicht vorhersehbar. Nach acht Spielen nimmt das Team um Kapitänin Katharina Freitag nun mit zehn Punkten den zehnten Platz ein.

"Leider gab es auf Grund vieler Verletzungen einen kleinen Einbruch und Kadersorgen. Insgesamt hat sich das Team aber zu einer sehr guten Einheit entwickelt", fasst Katharina Freitag gegenüber dem SPORTBUZZER den Saisonbeginn zusammen. Vor allem nach der coronabedingten Spielpause in der vergangenen Saison musste sich die Elf finden und "taktische Vorgaben diszipliniert umsetzen."

Eine Schwachstelle sieht Freitag im "cleveren Denken - zum Beispiel auch mal Fouls annehmen oder sich nicht auf Provokationen einzulassen. Unsere Mannschaft ist emotional sehr empfänglich auf dem Feld." Jetzt werden noch die Blessuren der letzten Spiele geheilt, um dann acht bis neun Wochen vor dem neuen Startschuss Ende März die neue Vorbereitung zu starten. Das wichtigste ist für Freitag allerdings: "Hauptsache alle bleiben gesund."

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