03. November 2021 / 14:16 Uhr

Nominierung am Freitag: Nmecha kann der nächste Wolfsburger DFB-Nationalspieler werden!

Nominierung am Freitag: Nmecha kann der nächste Wolfsburger DFB-Nationalspieler werden!

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Lukas Nmecha vom VfL Wolfsburg steht auf dem Sprung in das nächste Aufgebot von Bundestrainer Hansi Flick.
Lukas Nmecha vom VfL Wolfsburg steht auf dem Sprung in das nächste Aufgebot von Bundestrainer Hansi Flick. © Roland Hermstein / dpa
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Am Freitag nominiert Bundestrainer Hansi Flick den Kader für die beiden letzten WM-Qualifikationsspiele. Lukas Nmecha vom VfL Wolfsburg dürfte dann dabei sein - und das nicht nur, weil die Partie gegen Liechtenstein in der heimischen VW-Arena stattfindet.

Lukas Nmecha kann der 18. deutsche A-Nationalspieler des VfL Wolfsburg werden. Mit seinem Siegtor am Dienstagabend beim Champions-League-Spiel gegen Salzburg machte der 23-Jährige vor den Augen von Bundestrainer Hansi Flick allerbeste Werbung in eigener Sache. Am Freitag wird Flick seinen Kader für die abschließenden WM-Quali-Spiele am 11. November in Wolfsburg (!) gegen Liechtenstein und am 14. November in Armenien bekannt geben. Da sich die Nationalmannschaft bereits für die WM in Katar 2022 qualifiziert hat, dürfte der Bundestrainer dabei auf einige Stammkräfte verzichten - und Debütanten wie Nmecha eine Chance geben.

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Schon vor den Länderspielen Anfang Oktober war über eine Nmecha-Nominierung spekuliert worden - mit zwölf Toren in 20 Spielen für die U21-Auswahl (inklusive Siegtor im EM-Finale) hatte der gebürtige Hamburger bereits beste Referenzen vorzuweisen. Und mit David Raum, Florian Wirtz oder auch Salzburgs Karim Adeyemi haben unlängst auch andere den Sprung von der U21 in Flicks Kader geschafft.

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In Wolfsburg allerdings war Nmecha vor vier Wochen "nur" Joker, jetzt hat er die Corona-Quarantäne von VfL-Torjäger Wout Weghorst genutzt, um sich vorerst einen Stammplatz zu sichern. Und: Die Auswahl an abschlussstarke Stürmertypen ist für Flick nicht besonders groß. "Lukas hat immer die Fähigkeit, etwas Außergewöhnliches zu machen", lobt VfL-Trainer Florian Kohfeldt. "Wenn er das weiter bestätigt, weiter auch für die Mannschaft arbeitet, dann werden seine Momente automatisch kommen, dann ist er aus meiner Sicht auf einem guten Weg.“ In die Nationalmannschaft? "Der Hansi", so Kohfeldt, habe schon selbst "ein gutes Auge", da müsse man keine Werbung für Nmecha machen.

Und was ist mit Weghorst? Kohfeldt und Nmecha betonen gleichermaßen, dass zwei Torjäger nicht zu viel sind. Und dass Nmechas Treffsicherheit - mit jetzt fünf Pflichtspieltoren liegt er in dieser Saison vor Weghorst (vier) - am Ego des Niederländers kratzt, glaubt Kohfeldt nicht: "Auch er hat es die ganze Zeit vermittelt, seit er wieder da ist, dass wir es als Gemeinschaft schaffen." Dass ihn die Auswechslung gegen Salzburg nach gut einer Stunde nicht fröhlich wirken ließ, sei logisch: "Ich verstehe ihn in jeglicher Hinsicht", so Kohfeldt, "es war alles gut und es ist doch super, dass wir einen Spieler haben, der nicht runter will, der Tore machen will. Er ist ein Mittelstürmer, es wäre ja schlimm, wenn es nicht so wäre." Den ersten Einsatz nach der Corona-Pause habe er "gut weggesteckt" und wird für das Spiel am Samstag gegen Augsburg "wieder eine Option sein".

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Mit Maximilian Arnold und Ridle Baku gibt es noch zwei weitere VfLer auf dem Flick-Radar. Arnolds Pass auf Nmecha vor dem Sieg war "ein Weltklasse-Ball", befand Kohfeldt, "ich glaube, in der Champions League darf man das sagen". Und Baku, der beim Hinspiel gegen Liechtenstein Anfang September nicht überzeugt hatte, zeigte nicht nur bei seinem frühen Führungstreffer gegen Salzburg, dass er auf dem Weg raus aus dem Formtief ist.

Und so ist es durchaus wahrscheinlich, dass Wolfsburger in Wolfsburg dabei sind, wenn es in gut einer Woche gegen Liechtenstein geht. Und dass die heimische VW-Arena aus VfL-Sicht ein gutes Pflaster sein kann, war schon vor mehr als 18 Jahren zu sehen: Im Wolfsburger Stadion erzielte Tobias Rau am 1. Juni 2003 beim 4:1 gegen Kanada das allererste Länderspiel-Tor eines VfLers für Deutschland.

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