25. April 2020 / 19:46 Uhr

Entdecker Elgert über möglichen Sané-Wechsel zum FC Bayern: "Leroy hat verdammt gute Optionen"

Entdecker Elgert über möglichen Sané-Wechsel zum FC Bayern: "Leroy hat verdammt gute Optionen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Norbert Elgert, Jugendcoach bei Schalke 04, glaubt, dass Leroy Sane mit einem möglichen Wechsel zum FC Bayern keinen Fehler machen kann. 
Norbert Elgert, Jugendcoach bei Schalke 04, glaubt, dass Leroy Sane mit einem möglichen Wechsel zum FC Bayern keinen Fehler machen kann.  © Getty Images/imago images/ZUMA Press
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Verbleib bei Manchester City oder Wechsel zum FC Bayern - Schalke-Jugendtrainer Norbert Elgert glaubt, dass Leroy Sané mit seiner Entscheidung im Sommer keinen Fehler machen kann und spricht bei "Sport1" außerdem über BVB-Juwel Youssoufa Moukoko.

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Schon seit dem letzten Transfer-Sommer wird Leroy Sané von Manchester City mit einem Wechsel zum FC Bayern München in Verbindung gebracht. Damals scheiterte ein Transfer an der schweren Kreuzband-Verletzung, die sich der Nationalspieler zugezogen hatte. In diesem Jahr will der deutsche Rekordmeister offenbar einen neuen Anlauf starten und wäre eine gute Option für den 24-Jährigen, wie dessen Entdecker Norbert Elgert im Gespräch mit Sport 1 erklärte.

Elgert: Sané kann "keinen Fehler machen"

"Wenn er mich fragen würde, was er bisher nicht getan hat, dann würde ich sagen: Leroy, bei den Optionen kannst du keinen Fehler machen", urteilte der Jugendtrainer von Schalke 04 und betonte: "Bei City und Pep Guardiola ist er ohnehin gut aufgehoben. Wenn er im Sommer wirklich zu den Bayern gehen sollte, dann macht er auch nichts falsch. Dort ist mit Hansi Flick ein großartiger Trainer. Leroy hat jedenfalls verdammt gute Optionen."

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Nach Sanés Verletzung im August 2019 könnte den Bayern in diesem Sommer aber die weltweite Corona-Krise einen Strich durch die Rechnung machen. "Ich glaube schon, dass es große Veränderungen geben wird, natürlich auch finanziell. Ich bezweifele, dass es diese extremen Summen demnächst noch geben wird", mahnte Elgert mit Blick auf die in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegenen Ablösezahlungen. Ob sich Manchester City aber eine Ablösesumme in dreistelliger Millionenhöhe für Sané entgehen lassen will, erscheint fraglich.

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Leroy Sané ist einer der hoffnungsvollsten deutschen Spieler im Ausland. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt seine Karriere in Bildern! Zur Galerie
Leroy Sané ist einer der hoffnungsvollsten deutschen Spieler im Ausland. Der SPORTBUZZER zeigt seine Karriere in Bildern! ©

Gerade in der Bundesliga könnte sich der Fokus deshalb auch noch mehr auf die Nachwuchsarbeit verschieben. Mit Youssoufa Moukoko hat beispielsweise Schalke-Erzrivale Borussia Dortmund ein großes Talent in der Hinterhand, das aufgrund einer neuen Regel schon im November mit 16 Jahren sein Bundesliga-Debüt feiern könnte. "Er ist ein Instinktstürmer, der für einen Jungen in seinem Alter vor dem Tor unglaublich abgeklärt ist. Er verfügt über eine hohe Geschwindigkeit, und über eine sensationelle Torquote. Er ist für sein Alter tatsächlich außergewöhnlich gut", weiß auch Elgert um das große Potenzial des BVB-Youngsters.

Elgert kritisiert Jugendarbeit in Deutschland

Der U19-Coach des FC Schalke 04 befürchtet allerdings, dass in den aktuellen Generationen des deutschen Fußball-Nachwuchses ein Spieler vom Kaliber Moukokos eher die Ausnahme als die Regel ist. "Wir haben in den letzten zehn Jahren sicherlich einiges falsch gemacht", kritisierte Elgert die Jugendarbeit in Deutschland. "Der Fokus wurde zu sehr auf Matchplan, Spielidee, Daten, Fakten und Statistiken gelegt. Dabei sind Basics, wie zum Beispiel Technik, Spielverständnis und kognitive Fähigkeiten, etwas auf der Strecke geblieben", so der 63-Jährige weiter.

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Der Förderer von heutigen Stars wie Sané, Mesut Özil oder Thilo Kehrer betonte aber, dass man an einem Wandel bereits arbeite. "Wir alle und auch der DFB haben gemeinsam erkannt, dass wir Individualität, Kreativität und Intuition nicht nur zulassen, sondern auch verstärkt wieder fördern müssen. Unsere Spieler dürfen keine Angst davor haben, Fehler zu machen, sie müssen sich trauen zu dribbeln und auch mal etwas Verrücktes machen dürfen", forderte Elgert.