12. Februar 2022 / 08:20 Uhr

Norberts Einwurf: Trotz fehlender Mitte - RB Leipzig lässt Köln keinen Platz zur Entfaltung

Norberts Einwurf: Trotz fehlender Mitte - RB Leipzig lässt Köln keinen Platz zur Entfaltung

Norbert Wehrstedt
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzig gewinnt gegen Köln - auch dank Christopher Nkunkus Zauberfuß.
RB Leipzig gewinnt gegen Köln - auch dank Christopher Nkunkus Zauberfuß. © Getty Images
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Effektivität war das Stichwort des Freitagabends bei RB Leipzig: Die teilweise in dieser Saison Hurra-Fußball spielenden Kölner lässt man nicht aufblühen - auch wenn man selbst, vorallem in der Mitte und auf der rechten Seite des Spielfeldes, Lücken aufweist, finden LVZ-Kolumnist Norbert Wehrstedt.

Am Rhein, da soll es schön sein. Wegen Wein (gut), Mädchen (treu) und den Burschen (frei). Was wohl auch Freistil heißt – wenn man sie lässt. RB ließ nicht. Die Abwehr stand, fest und flexibel. Gvardiol machte mal die kroatische Eiche, mal den Läufer, der den Ball nach vorn treibt. Das musste er auch.

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Irgendwie fehlte das Scharnier, also die Mitte, die vermittelt. Es fehlte Kampl. Es fehlten Butterpässe von Laimer. So blieb das Spiel zum Kölner Tor ständig vor dem Tor hängen. Mal waren die Pässe zu schnell, mal ungenau, mal wurde vertändelt, mal lange gezögert. Ein Torschuss in Hälfte eins. Zum Glück perfekt in die Maschen. Dank Artist Nkunku.

DURCKLICKEN: Eine Bilder vom klaren 3:1-Sieg gegen Köln!

RB Leipzig empfing am 22. Bundesliga-Spieltag den 1. FC Köln auf heimischem Geläuf. Zur Galerie
RB Leipzig empfing am 22. Bundesliga-Spieltag den 1. FC Köln auf heimischem Geläuf. ©

Das nennt man wohl effektiv. Das war der Wind unter den Flügeln für später. Da lief es. Da wurde zügig gepasst. Da wurden Räume offen gelaufen. Da wurde getroffen – und trotzdem weiter dagegengehalten. Nicht lässig und leger das blanke Risiko gesucht. Auch hinten gab es kein riskantes Ball-Geschiebe.

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Das zermürbte Köln. Das machte ihnen das Spielen schwer. Daran änderte auch das Wechsel-dich-Bäumchen-Treiben bei RB nichts. Nichts klapperte. Es klappte fast alles. Nur Szoboszlai als der andere Laimer fremdelte mit der Position. Gehört auch eher weiter nach vorn.

Nur ein Dauerproblem bleibt: die Zombie-Zone rechts. Obwohl da Henrichs für mehr Betrieb sorgte. Aber nicht genug. Genug war´s auch nicht mit 3:0. Gnädig wurde das Tor aufgemacht. Kölle Alaaf! Aber an der Elster ist es genauso schön. Mindestens.