09. September 2019 / 15:02 Uhr

Tabellenführer trotz Umbruch: Das ist Deutschland-Gegner Nordirland

Tabellenführer trotz Umbruch: Das ist Deutschland-Gegner Nordirland

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nordirland ist am Montagabend in der EM-Qualifikation der Gegner der deutschen Nationalmannschaft
Nordirland ist am Montagabend in der EM-Qualifikation der Gegner der deutschen Nationalmannschaft © 2019 Getty Images
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Nach vier Qualifikationsspielen führt Nordirland überraschend vor dem DFB-Team und Holland die EM-Qualifikationsgruppe C an. Vor dem Deutschland-Duell am Montag stellt sich die Frage: Wie haben die Briten das angestellt?

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Nicht Deutschland steht an der Tabellenspitze. Nicht die Niederlande führen die Qualifikationsgruppe C für die Europameisterschaft 2020 an. Nein, Nordirland ist Gruppenerster. Vier Siegen aus den ersten vier Spielen sei Dank. Ist die Mannschaft von Trainer Michael O'Neill wirklich so stark, wie sie aktuell da steht?

Zugegebenermaßen beruht die derzeitige Tabellenführung bislang ja lediglich auf vier eher knappen Ergebnissen gegen die beiden bisher schwächsten Mannschaften der Gruppe: Estland (2:0, 2:1) und Weißrussland (2:1, 1:0). Und trotzdem stellt sich die Frage: Wie haben die Nordiren das angestellt?

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Soviel schon mal vorab: Will Griggs ist dabei nicht „on fire“ gewesen. War er sportlich ehrlicherweise ja noch nie im Nationaltrikot. Der Publikumsliebling der EM 2016, der damals kurioserweise gar nicht zum Einsatz kam, aber mit den Nordiren (und ihren Fans) als Turnier-Neuling in Frankreich eine große Party feierte, stand zuletzt am 12. Oktober 2018 auf dem Platz. Berufen wurde er anschließend nicht mehr. In der 3. englischen Liga ist der Stürmer in sechs Spielen der neuen Saison noch ohne Treffer für den AFC Sunderland.

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Im nordirischen Team wurde derweil ein ähnlicher Schnitt gezogen wie in der deutschen Nationalmannschaft. O’Neill, seit 2011 Trainer des Teams, vertraut neuerdings ebenfalls auf viele neue und junge Spieler. In einem Testspiel am vergangenen Donnerstag gegen Luxemburg (1:0, durch ein Eigentor) debütierten gleich mehrere Jungspunde. Die erfahrenen Akteure Gareth McAuley (80 Länderspiele) oder Aaron Hughes (112 Länderspiele) fanden keine Berücksichtigung mehr.

Diese Neuausrichtung vollzieht sich natürlich nicht von heute auf morgen, das musste zuletzt gegen die Niederlande auch das DFB-Team feststellen. “Wir haben nicht mehr dieselbe internationale Erfahrung. Es braucht Zeit“, sagt der 50-jährige O’Neill, „aber wir haben mehr Energie in den Beinen als je zuvor während meiner Amtszeit. Die jungen Spieler haben uns das ermöglicht.“

Löw über Nordirland: "In der Lage, fußballerisch zu agieren"

Noch bilden die Säulen der Mannschaft erfahrenere Spieler wie Abwehrchef Jonny Evans (31), ehemals Manchester United, mittlerweile bei Leicester City in der Premier League sowie der zentrale Mittelfeldspieler und Kapitän Steven Davis (34, Glasgow Rangers). Kyle Lafferty (31) vom norwegischen Klub Sarpsborg 08 ist mit 20 Toren in 70 Länderspielen der erfolgreichste Stürmer, kam aber in den letzten beiden Quali-Spielen nur auf eine 18-minütige Einwechslung. „Sie haben Spieler mit Erfahrungen aus der Premier League“, sagt Bundestrainer Joachim Löw – und geht davon aus, dass die Nordiren unter ihrem langjährigen Coach „sehr eingespielt“ sein werden: „Nordirland hat sich in den letzten zwei, drei Jahren weiterentwickelt. Sie sind mittlerweile in der Lage, fußballerisch von hinten heraus zu agieren.“

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"Ich sage nicht, dass wir stärker sind, aber wir haben das Potenzial, stärker zu sein“, meint O’Neill über das aktuelle Leistungsvermögen der Briten. Die Partie gegen Deutschland wird dabei zur ersten ersten Nagelprobe in der Qualifikation, bevor es in den weiteren Partien noch zweimal gegen die Niederlande und am 19. November in der letzten Partie in der Frankfurter Commerzbank-Arena erneut gegen das DFB-Team geht. Bundestrainer Löw hat dabei vor allem auch Respekt vor der Stimmung am Montagabend (20:45 Uhr/So könnt ihr es sehen!) im Windsor Park in Belfast, der mit 18.500 Zuschauern ausverkauft ist. „Hier wird es brennen, es wird laut. Die Stimmung ist einmalig gut.“

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