25. März 2021 / 21:04 Uhr

Wegen WM in Katar: DFB-Team mit Protest-Aktion für "Human rights" gegen Island

Wegen WM in Katar: DFB-Team mit Protest-Aktion für "Human rights" gegen Island

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Setzten ein Zeichen: Die DFB-Spieler trugen Shirts mit der Aufschrift Human Rights.
Setzten ein Zeichen: Die DFB-Spieler trugen Shirts mit der Aufschrift "Human Rights". © IMAGO/Ulrich Hufnagel
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Ein politisches Statement zu Beginn der WM-Qualifikation! Die deutsche Nationalmannschaft setzte sich mit einer T-Shirt-Aktion für Menschenrechte ein und schickt damit eine Botschaft an den WM-Gastgeber Katar.

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Die deutsche Nationalmannschaft hat schon vor dem Anpfiff des WM-Qualifikationsspiels gegen Island ein Ausrufezeichen gesetzt! Im Zuge der Diskussionen um die WM in Katar 2022 trugen die DFB-Kicker schwarze T-Shirts mit weißen Buchstaben, die zusammen den Slogan "Human rights" ergaben. Es kann als Zeichen an den WM-Gastgeber gewertet werden, wo die Menschenrechtssituation oftmals stark kritisiert wird.

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Die Fußball-WM 2022 war 2010 an das reiche Emirat Katar vergeben worden. Das Land steht international immer wieder wegen der Ausbeutung von Gastarbeitern in der Kritik. Nach Recherchen des Guardian sind in den vergangenen zehn Jahren mehr als 6500 Gastarbeiter aus fünf asiatischen Ländern gestorben. Katars Regierung erklärt hingegen, dass sie in den vergangenen Jahren mit Reformen die Lage der Arbeiter deutlich verbessert habe. Auch Menschenrechtler räumen Fortschritte ein, mahnen aber, die Reformen würden unzureichend umgesetzt.

Schon am Mittwoch hatte die norwegische Nationalmannschaft mit einer T-Shirt-Aktion für Aufsehen gesorgt. Der neue Kapitän Martin Ödegaard, BVB-Stürmer Erling Haaland und ihre Teamkollegen trugen beim Aufwärmen vor der Begegnung gegen Gibraltar am Mittwochabend zunächst weiße T-Shirts mit der Aufschrift „Respect - On and off the pitch“ (Respekt - auf und neben dem Platz). Später hatten sie bei der Nationalhymne ähnliche Shirts mit dem Schriftzug „Human rights - On and off the pitch“ (Menschenrechte - auf und neben dem Platz) an.

Droht der deutschen Nationalmannschaft wegen der offenbar politisch motivierten Aktion eine Strafe? Wohl kaum. Nach der Aktion der Norweger verzichtete die FIFA bereits auf das Einleiten eines Disziplinarverfahrens - und begründete dies wie folgt: "Die FIFA glaubt an die Meinungsfreiheit und an die Macht des Fußballs als eine Kraft für das Gute."

Norwegen debattiert über WM-Boykott

Die Debatte über die umstrittene WM-Vergabe nach Katar läuft seit Wochen in Norwegen. Ende Februar hatte eine Reihe von norwegischen Erstliga-Klubs das Nationalteam aufgerufen, die WM im Fall einer Qualifikation zu boykottieren. Der norwegische Fußballverband hält am 20. Juni eine Sonderversammlung zur Frage eines WM-Boykotts ab.