01. Juli 2020 / 17:41 Uhr

Nothilfe vom Bund bringt auch den Grizzlys "Planungssicherheit"

Nothilfe vom Bund bringt auch den Grizzlys "Planungssicherheit"

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Gute Nachrichten: Grizzlys-Geschäftsführer Rainer Schumacher blickt nach den jüngsten Nachrichten noch zuversichtlicher auf die neue DEL-Saison.
Gute Nachrichten: Grizzlys-Geschäftsführer Rainer Schumacher blickt nach den jüngsten Nachrichten noch zuversichtlicher auf die neue DEL-Saison. © Grizzlys Wolfsburg City-Press GmbH/Boris Baschin
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Ein ganz wichtiger Schritt für den Profisport in Deutschland: 200 Millionen Euro stellt der Bund für Profi-Teams als Nothilfe zur Verfügung – davon profitieren auch die Eishockey-Welt und die Grizzlys Wolfsburg. Zudem soll Mannschaftssport bald wieder erlaubt werden - ist das die Rettung der DEL-Saison?

"Das hilft uns richtig weiter"

„Ich glaube schon. Das hilft uns richtig weiter, bringt uns Planungssicherheit“, freut sich Rainer Schumacher, Geschäftsführer der Grizzlys. Geisterspiele in der DEL waren lange ausgeschlossen. Hauptgrund: Partien vor leeren Rängen könnten sich die Vereine nicht leisten, sie sind auf die Zuschauereinnahmen angewiesen. Genau an diesem Punkt setzt das Corona-Paket nun an. Die Nothilfe sehe vor, dass die ausbleibenden Zuschauereinnahmen in den Monaten April bis Dezember 2020 mit 80 Prozent der Nettoerlöse nach Abzug der Verkaufsgebühren und Mehrwertsteuer erstattet werden. „Die Manager der DEL-Teams setzen sich bald zusammen, um über die Saisonplanung zu reden. Da werden sie auch über Geld sprechen“, so Schumacher. „Und dann werden sie sagen können: 'Das geht, wir können spielen.'“

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Ebenfalls ermutigend: Voraussichtlich sollen bald weitere Corona-Lockerungen in Kraft treten, ursprünglich war angedacht, ab 6. Juli wieder Mannschaftssport mit bis zu 30 Teilnehmern zu erlauben. „Das wird wohl noch eine Woche verschoben“, so Schumacher. „Aber ich glaube kaum, dass es in einem anderen Land bessere Voraussetzungen für den Sport gibt als in Deutschland. Es ist eine große Erleichterung.“

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Ziel: Vor Zuschauern spielen

Wie auch das Hilfspaket. Schumacher unterstreicht die Tragweite: „Das ist kein kleiner finanzieller Faktor. Wir können 80 Prozent der Zuschauereinnahmen erstattet bekommen.“ Das heißt: Selbst bei leeren Zuschauerrängen würden die Grizzlys fast komplett das Geld bekommen, was sie im Schnitt pro Spieltag einnehmen.

Trotzdem: „Ziel sollte es sein, mit Zuschauern spielen zu können“, betont Schumacher. Mit voller Auslastung werde es nicht gehen, „die 1,5 Meter Mindestabstand müssen ja eingehalten werden. Es würde also nicht so voll werden."

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Derzeit arbeiten die Grizzlys an einem Konzept für den Trainings- und Spielbetrieb, das auch auf dem Konzept der Task Force Eishockey von DEL und DEB fußen soll. „Ende nächster Woche sind wir schlauer“, verspricht Schumacher. Es bleibt also weiterhin spannend – ein planmäßiger Saisonbeginn am 18. September scheint nach den jüngsten Entwicklungen aber alles andere als unrealistisch.