01. Mai 2022 / 20:41 Uhr

Novak Djokovic "erschüttert" über Haftstrafe gegen Ex-Trainer Boris Becker

Novak Djokovic "erschüttert" über Haftstrafe gegen Ex-Trainer Boris Becker

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Novak Djokovic (rechts) ist schockiert über die Gefängnisstrafe gegen Boris Becker.
Novak Djokovic (rechts) ist schockiert über die Gefängnisstrafe gegen Boris Becker. © IMAGO/AAP
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Boris Becker sitzt wegen Insolvenzverschleppung in einem Londoner Gefängnis, ist zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Sein ehemaliger Schützling Novak Djokovic, die aktuelle Nummer eins der Weltrangliste, zeigt sich betroffen.

Der aktuelle Tennis-Weltranglistenerste, Novak Djokovic, hat sich betroffen über die Haftstrafe für seinen Weggefährten und früheren Trainer Boris Becker geäußert. Er sei "erschüttert", sagte Djokovic am Sonntag vor Journalisten in Madrid, wie die spanische Sportzeitung Marca und andere Medien berichteten. Becker war zwischen 2013 und 2016 rund drei Jahre Djokovics Trainer.

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Der 34 Jahre alte Serbe sagte, er wolle das Urteil nicht bewerten. Er betonte aber: "Boris ist ein langjähriger Freund und hat an meinen Erfolgen mitgewirkt. Ich hoffe, dass er dies ohne Folgen für seine psychische Gesundheit übersteht und sein Leben wieder aufnehmen kann."

Der deutsche Tennisspieler Oscar Otte, der beim ATP-Turnier in München im Halbfinale ausschied, sagte, Beckers Verurteilung sei schade und traurig – "weil es ist die Tennis-Legende in Deutschland und er hat Tennis-Deutschland zu Tennis-Deutschland gemacht mit seiner Leistung". Die deutsche Nummer eins Alexander Zverev sagte T-Online: "Boris war und ist sehr wichtig für das deutsche Tennis. Das ist traurig zu hören. Ich wünsche ihm das Beste."

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Becker wurde von einem Gericht in London am Freitag wegen mehrerer Insolvenzstraftaten zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Davon muss er die Hälfte absitzen, bevor er den Rest auf Bewährung in Freiheit verbringen darf, wie die zuständige Richterin entschied. Der Leimener wurde am Freitag umgehend in Gewahrsam genommen. Er hat einen knappen Monat Zeit, um gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen.