10. Januar 2022 / 14:49 Uhr

Djokovic reagiert auf Urteil: "Froh und dankbar" – Tennis-Star will in Australien "bleiben und spielen"

Djokovic reagiert auf Urteil: "Froh und dankbar" – Tennis-Star will in Australien "bleiben und spielen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Novak Djokovic hat sich über Twitter zu Wort gemeldet.
Novak Djokovic hat sich über Twitter zu Wort gemeldet. © Getty Images/Twitter (Montage)
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Nach der Freilassung aus dem Abschiebegewahrsam hat sich Tennis-Star Novak Djokovic am Montag erstmals zu Wort gemeldet. Zu einem Foto vom Training für die Australian Open zeigte sich der Serbe zufrieden über das vorangegangene Gerichtsurteil aus Melbourne. Seine Familie teilte indes gegen die australischen Behörden aus.

Nachdem ein Gericht in Melbourne seinem Einspruch gegen die Einreiseverweigerung stattgegeben hat, ist Tennisstar Novak Djokovic umgehend ins Training eingestiegen. Djokovic postete am späten Montagabend (Ortszeit) ein Foto in den sozialen Medien, das ihn unter anderem mit seinem Trainer Goran Ivanisevic in der Rod Laver Arena zeigt. "Ich bin froh und dankbar, dass der Richter die Annullierung meines Visums zurückgenommen hat. Ungeachtet allem, was passiert ist, will ich bleiben und versuchen zu spielen", schrieb Djokovic.

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"Das ist es, worauf ich fokussiert bleibe. Ich bin hierher geflogen, um bei einem der bedeutendsten Events, das wir haben, und vor den tollen Fans zu spielen", schrieb der 34 Jahre alte Serbe, der die Australian Open bereits neun Mal gewonnen hat und bedankte sich einmal mehr für die Unterstützung in den vergangenen Tagen. "Im Moment kann ich nicht mehr sagen, aber DANKE an alle, die mir bei all dem zur Seite standen und mich ermutigt haben, stark zu bleiben."

Allerdings steht nach wie vor nicht fest, ob Djokovic bei den am kommenden Montag beginnenden Australian Open tatsächlich an den Start gehen darf. Der australische Einwanderungsminister kann ihm das Visum erneut entziehen. An der für Montag anberaumten Pressekonferenz der Familie nahm Djokovic entgegen der Aussagen seins Vaters Srdjan gegenüber BBC nicht teil.

"Sein größter Sieg": Djokovic-Familie schießt gegen Verantwortliche

Stattdessen teilten die Familienangehörigen weiter aus. "Er (Novak Djokovic, Anm. d. Red.) ist ein mentaler Riese, der noch nie jemanden verletzt hat. Er hat immer versucht, allen zu helfen. Aber offenbar ist jemand aus einem kleinen, armen Land nicht gewollt. Sie wollen nicht, dass er die Nummer eins in ihrem Sport ist", so Srdjan auf der Pressekonferenz und bemängelte den Umgang mit seinem Sohn. "Man hat auf ihn gewartet, er hatte keinerlei Rechte, die ihm als Mensch zustehen. Er sollte gezwungen werden, auf sein Visum zu verzichten. Er hat es nicht gemacht. Sogar das Handy wurde ihm weggenommen", klagte er und fügte an: "Er wollte einfach nur Tennis spielen, und auch dieses Recht wollte man ihm wegnehmen. Aber die Gerechtigkeit hat gesiegt."

Djokovic' Mutter Dijana schlug in eine ähnliche Kerbe. "Ich kann mir nur ausmalen, was er alles durchleben musste. Es sah so aus, als würde er gegen die Regierung kämpfen", sagte sie. "Ich möchte allen auf der Welt danken, die ihn unterstützt haben und besonders denen vor diesem sogenannten Hotel in Melbourne", so Dijana, die sich über den Ausgang der Verhandlungen freute: "Bei all seinen Grand-Slam-Siegen – wir feiern heute seinen größten Sieg!"