14. Januar 2022 / 15:45 Uhr

Nach Annullierung des Visums: Finale Anhörung im Fall Djokovic am Sonntag - vorerst keine Abschiebung

Nach Annullierung des Visums: Finale Anhörung im Fall Djokovic am Sonntag - vorerst keine Abschiebung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Am Sonntag soll eine Anhörung vor dem Bundesgericht Klarheit über eine Teilnahme von Novak Djokovic bei den Australian Open bringen.
Am Sonntag soll eine Anhörung vor dem Bundesgericht Klarheit über eine Teilnahme von Novak Djokovic bei den Australian Open bringen. © IMAGO / AAP
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Am Montag beginnen die Australian Open, am Sonntag soll eine finale Anhörung vor dem Bundesgericht Klarheit bringen, ob Novak Djokovic beim ersten Grand Slam aufschlägt oder nicht. Zuvor hatten die Anwälte des Tennis-Stars Einspruch gegen die erneute Annullierung des Visums eingelegt.

Der Fall Novak Djokovic geht in die nächste Runde. Nach dem angekündigten Einspruch seiner Anwälte gegen die erneute Annullierung seines Visums für Australien soll das Bundesgericht Klarheit über eine Teilnahme des serbischen Tennisstars bei den am Montag beginnenden Australian Open schaffen. Das entschied Richter Anthony Kelly bei einer Anhörung am Freitag.

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Bis dahin darf Djokovic nicht abgeschoben werden. Für den Weltranglistenersten ist zudem am Samstag um 8.00 Uhr Ortszeit eine Anhörung bei der Einwanderungsbehörde anberaumt. Ab 10.15 Uhr folgt eine erste Anhörung vor dem Bundesgericht, bis 14.00 Uhr darf Djokovic mit seinen Anwälten beraten. Bis dahin muss er nicht in Abschiebehaft. Eine Entscheidung wird nach einer weiteren Anhörung am Sonntag erwartet.

Das Visum des ungeimpften Djokovic war zuvor in einer persönlichen Entscheidung von Einwanderungsminister Alex Hawke ein zweites Mal für ungültig erklärt worden. Dies sei gut begründet und „im öffentlichen Interesse“, hatte der Minister mitgeteilt. Djokovic ist nicht gegen das Coronavirus geimpft und deswegen eine umstrittene Person in dem Land, das seit Beginn der Pandemie harte Regeln aufgestellt hat.


Djokovic-Anwalt: "Jede Minute, bevor das Turnier am Montag beginnt, ist kostbar"

Djokovics Anwalt Nicholas Wood kündigte umgehend einen Einspruch gegen die Entscheidung an und drängte darauf, keine Zeit zu verlieren. „Jede Minute, bevor das Turnier am Montag beginnt, ist kostbar“, sagte Wood bei der Anhörung vor Richter Anthony Kelly. Zugleich kritisierte der Jurist, dass die Entscheidung „irrational“ und unverhältnismäßig gewesen sei.

Richter Kelly war bereits mit dem Fall befasst und hatte am Montag wegen eines Formfehlers der Behörden zugunsten von Djokovic entschieden, nachdem dem 34-Jährigen zunächst die Einreise in Melbourne verweigert worden war.