24. Januar 2018 / 18:17 Uhr

Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus ist die Sportlerin des Jahres 2017

Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus ist die Sportlerin des Jahres 2017

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bibiana Steinhaus setzt sich als Schiedsrichterin auch in der Bundesliga durch.
Bibiana Steinhaus setzt sich als Schiedsrichterin auch in der Bundesliga durch. © imago
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Mit einem großen Vorsprung erhält die Bundesliga-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus den Titel der Sportlerin des Jahres. Die Vorjahressiegerin erreicht in diesem Jahr den zweiten Rang. Dritte wird die Handballerin Jana Pollmer.

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In der ersten Pokalrunde im August 2017, beim Spiel zwischen Chemnitz und Bayern München, hatte Bibiana Steinhaus eine erstklassige Szene – der Bayern-Star Franck Ribéry öffnete der Schiedsrichterin aus Hannover frech die Schnürsenkel, humorlos betrachtet hätte er dafür vom Platz fliegen können. Doch die 38-Jährige löste die Szene souverän auf, lachte kurz mit dem Franzosen und machte auch sonst keine Fehler.

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​Schon fünf Spiele in der Bundesliga


Kurz danach begann auch die Bundesligakarriere von Steinhaus - als erste Schiedsrichterin überhaupt hat sie den Sprung in die erste Bundesliga der Männer ge­schafft. Mittlerweile hat sie fünf Spiele im Oberhaus gepfiffen, sie bekam gute Kritiken. Die gebürtige Bad Lauterbergerin wohnt seit Jahren in Hannovers Norden – Pflichtspiele von 96 darf die Polizistin daher nicht pfeifen. 2017 wurde sie zum dritten Mal in ihrer Karriere zur besten Schiedsrichterin der Welt gewählt. Privat ist „Bibi“ mit dem englischen Schiri-Star Howard Webb zusammen.

Bibiana Steinhaus: Bilder ihrer Karriere

Seit 2007 wird Bibiana Steinhaus als Schiedsrichterin in der 2. Liga eingesetzt. Nach mehreren Auftritten als Vierte Offizielle in der ersten Bundesliga greift die Polizistin aus Hannover seit der Saison 2017/18 auch in der ersten Liga zur Pfeife. Zur Galerie
Seit 2007 wird Bibiana Steinhaus als Schiedsrichterin in der 2. Liga eingesetzt. Nach mehreren Auftritten als Vierte Offizielle in der ersten Bundesliga greift die Polizistin aus Hannover seit der Saison 2017/18 auch in der ersten Liga zur Pfeife. © dpa/imago

​Vorjahressiegerin bekommt Silber


Platz zwei geht an Hannovers Star-Kanutin Sabrina Hering (25): Sie durchlebte ein emotionales Jahr – im Januar die Auszeichnung zur NP-Sportlerin des Jahres 2016 dank Silber bei Olympia. Im Frühjahr dann: pfeiffersches Drüsenfieber. Doch Hering erholte sich und gab ihr Comeback kurz vor der WM. Wieder holte sie im Vierer Silber. Im Einer fuhr sie auf einen starken vierten Platz. Im September heiratete sie in Hemmingen ihren Dauerfreund Paul Pradler (32), der ihr noch in Rio auf dem Bootssteg einen Antrag gemacht hatte. Seitdem führt die Kanutin den Doppelnamen Hering-Pradler.

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Das Ergebnis der Wahl zur Sportlerin des Jahres.
Das Ergebnis der Wahl zur Sportlerin des Jahres. © Fleischhauer

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​Handball-Kapitänin wird Dritte


Bronze bekommt die Handballerin Jana Pollmer (27) – sie wechselte vor anderthalb Jahren aus der ersten Liga zu Zweitligist HSG Hannover-Baden­stedt. Sie wurde sofort zur Führungsspielerin, seit dieser Saison ist sie auch offiziell Teamkapitänin. In Ba­denstedt ist Pollmer aktuell wieder die erfolgreichste Werferin. Sie studiert Wirtschaftswissenschaften an der Uni Kassel und arbeitet neben dem Studium bei Conti in Hannover.