17. April 2020 / 15:15 Uhr

Schalke, Bochum, Aachen: Land NRW müsste bei Klub-Insolvenzen wohl Millionen-Summen zahlen

Schalke, Bochum, Aachen: Land NRW müsste bei Klub-Insolvenzen wohl Millionen-Summen zahlen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sollten der FC Schalke 04, Alemannia Aachen oder der VfL Bochum wegen der Corona-Krise insolvent gehen, müsste das Land NRW eventuell Kredite bedienen.
Sollten der FC Schalke 04, Alemannia Aachen oder der VfL Bochum wegen der Corona-Krise insolvent gehen, müsste das Land NRW eventuell Kredite bedienen. © Getty Images/Montage
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Die Profi-Klubs der 1. und 2. Bundesliga sind wegen der aktuellen Corona-Pause finanziell schwer angeschlagen. Wie ein Bericht des "Westdeutschen Rundfunks" nun offenbart, würden Insolvenzen auch den Steuerzahler treffen. Das Land Nordrhein-Westfalen müsste nämlich millionenschwere Bürgschaften bedienen.

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Die Zwangspause im deutschen Profifußball droht schweren finanziellen Schaden anzurichten - und der könnte am Ende sogar den Steuerzahler betreffen. Wie der Westdeutsche Rundfunk am Freitagmittag berichtete, hat das Land Nordrhein-Westfalen nämlich mehrere Bürgschaften für Kredite von Fußballvereinen übernommen. Unter anderem half das Land so wohl dem FC Schalke 04, seinen Stadionbau zu realisieren. Sollten die finanziell offenbar schwer angeschlagenen Schalker insolvent gehen, müsste NRW anscheinend mit 38,5 Millionen Euro Steuergeldern aushelfen.

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Ein ähnliches Szenario droht dem Bericht zufolge auch bei Zweitligist VfL Bochum. Dort müsste das Land im Falle einer Insolvenz mit rund 5,7 Millionen Euro aushelfen. Bei Drittligist MSV Duisburg stünde das Land zudem mit "etwas mehr als 4,5 Millionen Euro" in der Verpflichtung. Das schlimmste Szenario drohe aber bei Regionalligist Alemannia Aachen: Auch dort habe das westdeutsche Bundesland beim Stadionbau 2007 mit Bürgschaften für Kredite ausgeholfen. Der Traditionsklub stieg aber bis in die Regionalliga ab, verzeichnete daher auch weniger Einnahmen. Sollte durch die Corona-Krise nun die Insolvenz folgen, müsste das Land laut WDR bis zu 49 Millionen Euro zahlen.

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Immerhin für Schalke und Bochum steht indes wohl eine kleine wirtschaftliche Entlastung bevor. Wie die Deutsche Fußball Liga am Freitagmittag bestätigte, befindet sie sich "in Gesprächen mit allen Medienpartnern". Zwar gebe es noch keine Einigung. Allerdings hatte die Bild zuvor berichtet, dass sich der größte Partner Sky nach harten Verhandlungen dazu bereiterklärt habe, die vierte Rate des TV-Vertrags zu zahlen, obwohl der Spielbetrieb ruht. Zwar solle nun nur ein reduzierter Betrag gezahlt werden - dafür aber zu einem früheren Zeitpunkt als ursprünglich vorgesehen.