18. Juni 2021 / 17:47 Uhr

Nur in der Verbandsklasse: Gadenstedt hadert mit dem Verband

Nur in der Verbandsklasse: Gadenstedt hadert mit dem Verband

Lukas Everling
Peiner Allgemeine Zeitung
Christian Bibber ist nicht ganz zufrieden mit den Entscheidungen des Landesverbandes, die seine Herren 30 bei Anker Gadenstedt betreffen.
Christian Bibber ist nicht zufrieden mit den Entscheidungen des Landesverbandes, die seine Herren 30 bei Anker Gadenstedt betreffen. © Ralf Büchler
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Vor der Corona-Pandemie spielten die Herren 30 des SV Anker Gadenstedt noch in der Tennis-Landesliga – durch ihren Rückzug mussten sie nun zwei Klassen niedriger an den Start gehen. Und schon nach dem ersten Wochenende scheint der Aufstieg nur noch sehr schwer möglich zu sein.

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Bereits nach dem ersten von vier Spieltagen in der Verbandsklasse haben die Tennis-Herren 30 des SV Anker Gadenstedt den angepeilten Aufstieg größtenteils abgeschrieben. Es reichte nur für ein 3:3-Remis, weil ein Spieler wegen seiner Corona-Impfung kurzfristig ausfiel. Als eines der besten Teams im Landkreis Peine spielten die Gadenstedter vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie zwei Ligen weiter oben in der Landesliga. „Und dort sogar noch eher um den Aufstieg, statt um den Klassenerhalt“, erklärt Kapitän Christian Bibber, der sich über die Regularien des Tennisverbandes ärgert – wegen denen das Team eben „nur noch“ in der Verbandsklasse spielt.

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Anker Gadenstedt – SV Arnum II 3:3 (7:6 Sätze, 46:40 Spiele). Der souveräne 6:0, 6:0-Erfolg von Gadenstedts Topspieler Daniel Margraff (Leistungsklasse 5) gegen Arnums Matthias Mühle (14) sage schon alles, findet Christian Bibber. Der Kapitän erklärt: „Daniel ist in dieser Liga völlig unterfordert. Und es ist doch auch für die Gegner doof, gegen so einen starken Spieler ran zu müssen.“ Bibber selbst hatte sein Spiel mit 6:1 und 6:4 gewonnen und dürfte nach seinen Bilanzen aus den Vorjahren ebenfalls wenig Probleme in dieser Liga bekommen.

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Allerdings hatten die Gadenstedter kaum eine andere Wahl, als sich für die Verbandsklasse zu melden. „Zum Teil wegen Corona, aber auch, weil zwei Spieler aus unserem Team zu der Zeit ein Haus gebaut haben, hatten wir uns frühzeitig vom Spielbetrieb abgemeldet“, berichtet Christian Bibber. Die Regularien besagen, dass sie zwei Ligastufen unter ihrer bisherigen melden müssen. „Wenn wir allerdings bei einem anderen Verein gemeldet hätten, dann wären wir über einen Leistungs-Koeffizienten wohl mindestens in die Verbandsliga gekommen und hätten noch einen Antrag auf die Landesliga stellen können“, erläutert Bibber, der schon mit dem Start in der Verbandsliga einverstanden gewesen wäre.

An einen schnellen Aufstieg zurück in alte Gefilde sei nach dem Auftaktremis nicht mehr zu denken. Hauptkonkurrent TuS Wettbergen ließ nämlich zeitgleich mit einem 6:0-Erfolg aufhorchen. „Um am Ende vor ihnen zu stehen, müssen wir das letzte Spiel gegen die also gewinnen“, erklärt Christian Bibber, der sich an diesem Termin allerdings im Urlaub befinden wird. „Deshalb dürfte das sehr schwierig werden“, hadert der Gadenstedter.

Ein kleiner Trost für diese Spielzeit hätte zumindest ein Aufeinandertreffen mit dem einzigen weiteren Peiner Herren-30-Team in der Verbandsklasse werden können – dem Bortfelder TC. Mit Eric Weber und Lars Buddenkotte spielen dort zwei Akteure, die in den vergangenen Wintern regelmäßig für die Gadenstedter in der Halle aufgelaufen waren. „Das hätte schon seinen Charme gehabt“, erklärt Christian Bibber. Allerdings spielen die Bortfelder in einer Parallelstaffel – eine weitere für Bibber nicht gerade leicht nachzuvollziehende Entscheidung des Verbandes.