15. März 2019 / 15:10 Uhr

Nur Siege: Aber STV Holzland trennt sich vom Trainer

Nur Siege: Aber STV Holzland trennt sich vom Trainer

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wolfsburg, Gero Gerewitz, SPORT, in Volkmarsdorf, Fußball-Landesliga, Frauen, STV Holzland - BSC Acosta , 28102018
Nur ein Intermezzo: STV Holzland trente sich nach wenigen Monaten wieder von Trainer Stefan Köhn (r.). © Gero Gerewitz
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Erst im vergangenen Sommer stellte Frauenfußball-Landesligist STV Holzland mit Stefan Köhn einen neuen Trainer vor. Am Freitag gab der Verein bekannt, dass man mit sofortiger Wirkung getrennte Wege geht - nach elf Siegen aus elf Spielen.

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Elf Spiele, elf Siege - die Fußballerinnen des STV Holzland grüßen in der Landesliga ungeschlagen von der Tabellenspitze. "Trotz des sportlichen Erfolgs und herausragender Trainingsarbeit gibt es einen Vertrauensverlust zwischen dem Trainer auf der einen und Mannschaft und Verein auf der anderen Seite, so dass uns eine weitere Zusammenarbeit unmöglich erscheint", teilte der Verein mit. Man sei der Überzeugung, dass sich der "schwelende Konflikt auch früher oder später auf die Leistung ausgewirkt und das sportliche Geschehen überlagert hätte. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, noch kurzfristig vor dem Rückrundenstart die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen".

Bekanntgabe im Training

Man habe Köhn die Entscheidung am Donnerstag mitgeteilt - während des laufenden Trainings wurde er ins Büro gerufen und bekam die Mitteilung. Direkt im Anschluss wurde die Mannschaft informiert, um "vor dem Saisonstart am Wochenende klare Verhältnisse und Transparenz zu schaffen." Den weiteren Trainings- und Spielbetrieb werden bis zum Saisonende interimsmäßig die bisherigen Co-Trainer Kevin Arnett und Steven Oswald in enger Zusammenarbeit mit dem Mannschaftsrat organisieren. Eine Dauerlösung soll das allerdings nicht sein, wie der Verein erläutert: "Für die neue Saison streben wir wieder eine externe Trainerlösung an."

Köhn: "Mannschaft soll nicht belastet werden"

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Für Köhn kam die Entscheidung nicht überraschend: "Das Verhältnis zwischen dem Vorstand und mir kriselte schon ein paar Wochen und wir haben uns dazu entschieden, dass es so nicht weitergeht. Mir war es auch wichtig, dass dadurch die Mannschaft nicht belastet wird." Trotzdem tue die Konsequenz weh. "Ich wäre gerne beim Team geblieben. Die Mannschaft ist phänomenal. So einen Teamspirit habe ich noch nie erlebt, das war einfach geil!" Zwischen der Mannschaft und ihm sei alles in Ordnung gewesen. Köhn: "Ich werde jetzt schauen, was für mich der bestmögliche nächste Schritt sein wird. Im ersten Moment war ich sehr sauer und enttäuscht. Aber das Kapitel ist jetzt zu Ende. Mein einziges Statement gilt der Mannschaft: ,Gebt alles, haut sie alle weg. Ich gönne euch jeden Erfolg!'"

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