13. Januar 2021 / 09:27 Uhr

Reinhard Stemme vor Handball Weltmeisterschaft: "Andere Spieler haben die Möglichkeit in die Bresche zu springen"

Reinhard Stemme vor Handball Weltmeisterschaft: "Andere Spieler haben die Möglichkeit in die Bresche zu springen"

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Reinhard Stemme (links) hofft, dass Juri Knorr (rechts) seine Chance nutzen wird. © pr.
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Heute startet die Handball Weltmeisterschaft in Ägypten. Wir haben uns die Schaumburger Handball-Prominenz rausgepickt und sie gefragt, was sie von dem Turnier hält und wie sie trotz vieler Absagen die Chancen der deutschen Nationalmannschaft einschätzt.

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Auch wenn die Begegnung zwischen Ägypten und Chile kein Handball-Klassiker ist, startet mit dieser Paarung heute Abend um 18 Uhr die Weltmeisterschaft 2021 - ohne Zuschauer in den Hallen. Die Austragung sorgt zumindest mal für Diskussionsstoff. Ist es sinnvoll die WM trotz der Corona-Pandemie auszutragen?

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Auf diese Frage gibt es viele Meinungen. Auch in der deutschen Mannschaft, die am Freitag um 18 Uhr gegen Uruguay in das Turnier starten wird. Die Nationalspieler Hendrik Pekeler, Patrick Wiencek, Finn Lemke und Steffen Weinhold hatten aufgrund der Pandemie auf die Teilnahme verzichtet. Die Teams sollen sich lediglich in einer sogenannten „Bubble“ aufhalten. Quasi einem Sytstem, aus dem niemand rein oder raus kommt, damit das Turnier coronafrei bleibt. Ob das klappt, bleibt abzuwarten - erst gestern meldete das Team der USA 18 positive Tests. Der Sportbuzzer Schaumburg hat sich bei der Schaumburger Handball-Prominenz erkundigt, wie sie über die WM denkt und welche Chancen sie dem Deutschen Team ausrechnet.

Reinhard Stemme (Langjähriger Fußball-Trainer und Manager im Kreis Schaumburg. Daneben Handball-Experte und inzwischen Koordinator für den Handball-Bundesligisten GWD Minden in Schaumburg. Er organisierte mehrfach das Spiel zwischen GWD und der Schaumburg-Auswahl): „Ich finde es gut, dass die WM stattfindet, dass das Hygienekonzept nachgebessert wurde und vor allem, dass wir die Spiele alle im Fernsehen schauen können. Dass einige Spieler abgesagt haben, finde ich bedauerlich, aber es ist ja absolut nachvollziehbar. Eine momentane Trennung über vier Wochen von der eigenen Familie bei einem damals noch nicht ausgereiften Hygienekonzept als Grund kann ich nachvollziehen. Jetzt haben andere Spieler die Möglichkeit, in die Bresche zu springen. Ich freue mich vor allem über unseren Schaumburger Timo Kastening und die nachnominierten Juri Knorr und Marian Michalczik, mit denen ich schon bei GWD zusammengearbeitet habe. Ich bin mir sicher, dass wir die Vorrunde ungeschlagen überstehen und auf jeden Fall das Viertelfinale erreichen. Und dann ist alles möglich. Egal ob Fußball oder Handball: Deutsche Mannschaften sind Turniermannschaften.“