19. Januar 2020 / 19:09 Uhr

Ob auf dem Rasen oder in der Halle: Der Bornaer SV fällt auf

Ob auf dem Rasen oder in der Halle: Der Bornaer SV fällt auf

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Wie immer ein agiler Mittelfeldmotor beim Kreisoberligisten Bornaer SV: Tom Haase versucht den Zweikampf gegen den Leipziger Bosse Struz (weiß) zu gewinnen.
Die Bornaer wussten in der Hinrunde durchaus zu überzeugen - und aufzufallen. © Thomas Kube
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Eins ist Fakt: Zu übersehen sind die Kreisoberligafußballer des Bornaer SV nun wirklich nicht.

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Borna. Weder in ihrer Staffelwo die Wyhrastädter das Klassement aktuell anführen – noch was ihre momentane Präsenz bei sportlichen Ereignissen betrifft. Wobei der Schwerpunkt diesbezüglich im Zeitraum Dezember/Januar traditionell bei Hallenturnieren liegt, an denen sich die Schwarz-Gelben abermals überaus emsig beteilig(t)en. Bei der Veranstaltung des HFC Colditz in der Hausdorfer „Arche“ holte sich der BSV nach einer rundum überzeugenden Leistung sogar den Tagessieg. Weniger gut klappte es als Gast der SG FC/Lok Altenburg, im „Goldenen Pflug“ der Skatstadt reichte es lediglich zu Rang 7. Auch beim eigenen Glück-Auf-Turnier wurde das Halbfinale verpasst, wobei Trainer Marco Gruhne mit dem Modus nicht ganz so glücklich war: „Dass der 5. Platz an vier Mannschaften vergeben wird, ist definitiv gewöhnungsbedürftig. Zudem hätte ich mir ein Auftaktspiel gegen Chemie Leipzig gewünscht.“ Gegen welchen Gegner die Bornaer am 25. Januar in Bad Lausick zuerst anzutreten haben, bleibt abzuwarten.

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Danach ist allerdings Schluss mit diversen Einheiten unter dem Hallendach, es geht endgültig raus an die frische Luft. Bereits am kommenden Dienstag (21. Januar) erfolgt beim derzeitigen Spitzenreiter der 8. Liga der Trainingsauftakt, wobei naturgemäß zunächst auf konditionelle Dinge das Augenmerk gelegt wird. An taktischen Feinheiten kann dann im zweiten Monat des neuen Kalenderjahres in zahlreichen Testspielen gearbeitet werden. So am 01. Februar um 14 Uhr zu Hause gegen den TuS Leutzsch aus der Stadtliga Leipzig, die der hiesigen Kreisoberliga entspricht. Anschließend werden die Kaliber noch etwas größer. Am 04. Februar um 19 Uhr wird die SG Handwerk Rabenstein aus der Landesliga Sachsen empfangen, am 08. Februar um 14 Uhr gastiert der FC Bad Lausick aus der Landesklasse Nord im Rudolf-Harbig-Stadion. Die Generalprobe vor dem Beginn der zweiten Halbserie steigt wahrscheinlich gleichfalls auf Kunstrasen, jedoch in fremden Gefilden. Denn am 15. Februar um 14 Uhr geben die Zwiebelstädter beim BSC Rapid Chemnitz aus der Landesklasse West ihre Visitenkarte ab. Nach der Begegnung in Kappel an der Irkutsker Straße sollte dem scharfen Start nichts mehr im Wege stehen, zu mindestens was dessen Austragung betrifft.

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Konkurrenz lauert auf Ausrutscher

Im Macherner Sportkomplex mit seinem runderneuerten künstlichen Untergrund ist am 22. Februar um 14.30 Uhr der heimische SV Tresenwald erster Rückrunden-Kontrahent des BSV, welcher mit dieser Partie die Mission Meisterschaft in Angriff nimmt. Coach Gruhne hat konkrete Vorstellungen hinsichtlich des Auftretens seiner Schützlinge: „Wir sind die Gejagten, diese Favoritenrolle gilt es anzunehmen. Wenn man zur Winterpause ganz oben steht, ist das Ziel vorgegeben. Falls alle klar im Kopf sind, sollten wir nur schwer zu schlagen sein. Mir ist nicht bange, weil wir uns gewissenhaft auf die anstehenden Aufgaben vorbereiten werden.“ Obendrein denkt Bornas Trainer schon einige Schritte weiter: „Das zweite Punktspiel gegen Roßwein wird eminent wichtig. Wir haben bislang zwei Heimspiele verloren, da darf keines mehr hinzu kommen.“ Und selbst den Tanz auf der zweiten Hochzeit vergisst Gruhne nicht zu erwähnen: „Im Pokal wollen wir erneut ins Finale kommen. Jeder von uns hat im Vorjahr dieses Erlebnis genossen.

Diesmal findet das Endspiel in Groitzsch und damit in unmittelbarer Umgebung statt, was zusätzlicher Ansporn sein sollte. Aber zunächst gilt es die Hürde in Pegau zu überspringen, was keineswegs einfach wird.“ Ohne personelle Probleme könnte zudem einiges leichter fallen. Im Kader hat es keine Veränderungen gegeben und trotzdem erweitern sich die Spielräume. Kevin Kutzner kämpft sich nach seiner schweren Armverletzung allmählich an das alte Niveau heran und auch Nico Winkler steht wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Beim Bornaer SV darf dem Frühling mit Vorfreude und Optimismus entgegen geblickt werden. Wohl wissend, dass die Konkurrenz nicht schläft und auf Ausrutscher lauert.