10. Juli 2020 / 15:57 Uhr

Oberdorf, Hendrich und Co.: VfL-Frauen dürfen Neuzugänge beim CL-Turnier einsetzen

Oberdorf, Hendrich und Co.: VfL-Frauen dürfen Neuzugänge beim CL-Turnier einsetzen

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Spielen doch schon in der Champions League zusammen: Lena Oberdorf und ihre zukünftigen Kolleginnen des VfL Wolfsburg.
Spielen doch schon in der Champions League zusammen: Lena Oberdorf und ihre zukünftigen Kolleginnen des VfL Wolfsburg. © dpa
Anzeige

Die UEFA hat nun doch beschlossen: Die Klubs der Frauenfußball-Champions-League dürfen Neuzugänge für das Final-Turnier im August nachmelden. Und: Ex-VfLerin Noelle Maritz hat einen neuen Klub gefunden.

Anzeige
Anzeige

Vom 21. bis 30. August wird die Endrunde der UEFA Women's Champions League in Bilbao im San Mames und im Anoeta-Stadion in San Sebastian ausgespielt. Ursprünglich hieß es, dass Neuverpflichtungen (Verträge gelten seit diesem Monat) der noch vertretenen Vereine nicht spielberechtigt sein werden. Für viele Klubs wäre dies ein großer Nachteil, Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg verlor mit Sara Gunnarsdottir (Olympique Lyon), Noelle Maritz (Arsenal Women), Kristine Minde (Rosenborg), Claudia Neto (wahrscheinlich Florenz), Hedvig Lindahl (Atletico Madrid) und Madelen Janogy (Vertrag beim VfL aufgelöst, pausiert) gleich sechs Spielerinnen, deren Kaderplätze daher eigentlich nicht neu besetzt werden durften.

Aber die UEFA hat die Regelung nun angepasst und gab heute bekannt: Jeder Klub darf sechs neue Spielerinnen registrieren, dabei spiele es keine Rolle, ob die besagten Akteurinnen schon für einen Konkurrenten in den vorherigen Runden aufgelaufen waren. Allerdings dürfen von diesen nur drei Spielerinnen gemeldet werden, die schon für einen anderen Viertelfinalisten gespielt haben. Den VfL wird diese Regelung nicht betreffen, Lena Oberdorf (kommt von der SGS Essen), Pauline Bremer (Manchester City), Kathrin Hendrich (Bayern München) sowie Torfrau Katarzyna Kiedrzynek (PSG) sind allesamt spielberechtigt und überschreiten das Limit nicht.

Der VfL Wolfsburg bestreitet sein Viertelfinal-Spiel gegen Glasgow City FC am 21. August (18 Uhr) im Stadion Anoeta in San Sebastian. Im Erfolgsfall träfen die VfLerinnen dann am Dienstag, 25. August (20 Uhr) - ebenfalls in San Sebastian - im Halbfinale auf den Sieger der Partie zwischen Atletico Madrid und dem FC Barcelona. Das Finale steigt am Sonntag, 30. August, in San Sebastian.

Maritz unterschreibt in London

Außerdem hat Noelle Maritz hat einen neuen Verein gefunden: Die Schweizerin wechselt, wie bereits vermutet, nach England zu den Arsenal Women. Ihr Abschied aus Wolfsburg stand bereits seit Februar fest, die 24-Jährige lehnte eine Vertragsverlängerung ab. Mit gerade einmal 17 Jahren wechselte Maritz 2013 als frischgebackene schweizerische Nationalspielerin zum VfL, galt damals noch als großes Nachwuchstalent. In Wolfsburg reifte sie dann zur Top-Spielerin, absolvierte wettbewerbsübergreifend 162 Spiele für den VfL, verabschiedete sich nun als frisch gebackene Double-Gewinnerin.

"Ich bin wirklich aufgeregt und glücklich darüber, für so einen großen Verein zu spielen", so Maritz, über deren Vertragslänge in London noch nichts bekannt ist. "Ich kann es kaum erwarten anzufangen und meine neuen Teamkolleginnen kennenzulernen. Das ist eine komplett neue Herausforderung für mich und ich denke, es ist ein guter Schritt in meiner Karriere und für meine Entwicklung.“