28. April 2019 / 14:02 Uhr

Oberelbemarathon: Neuer Streckenrekord und Paar auf Siegerpodest

Oberelbemarathon: Neuer Streckenrekord und Paar auf Siegerpodest

DNN
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So sehen Sieger aus: Marcel Bräutigam überquert die Ziellinie beim Oberelbemarathon als Erster.
So sehen Sieger aus: Marcel Bräutigam überquert die Ziellinie beim Oberelbemarathon als Erster. © Matthias Rietschel
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Mit einigen Überraschungen ist die 22. Auflage des Oberelbemarathons zu Ende gegangen. Der Thüringer Marcel Bräutigam verbesserte trotz Gegenwinds den Streckenrekord, der Abstand zwischen Zweit- und Drittplaziertem war ungewöhnlich groß, und bei der Siegerehrung stand erstmals ein Paar auf dem Treppchen.

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Dresden. Wer hätte das gedacht: Trotz heftigen Gegenwinds ist der Streckenrekord beim 22. Oberelbemarathon von Königstein nach Dresden gefallen. Marcel Bräutigam verbesserte die Bestzeit von 2015 um rund eine halbe Minute auf 2:22:52 Stunden. „Das war mein innigstes Ziel gewesen“, bekannte der glückliche Gewinner nach dem Zieleinlauf. Auch der Wind an der Strecke hielt den Thüringer nicht von der Rekordjagd ab: „Es hat ganz schön gepfiffen, das ging an die Substanz.“

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Wie herausragend Bräutigams Leistung war, zeigen auch die rund sechs Minuten Vorsprung auf den Zweitplazierten, Nikki Johnstone aus Schottland (2:28:29). Die Männer waren bis Kilometer 18 zusammengelaufen.

Falsch abgebogen oder Bierpause?

Nach Bräutigam und Johnstone kam lange niemand. So lange, dass die Moderatoren die folgenden Läufer schon im Liegestuhl oder auf dem Elbradweg gen Cotta wähnten. Mit knapp 20 Minuten Rückstand lief der Pole Kosek Pawel (2:47:53) über die Ziellinie im Heinz-Steyer-Stadion.

Die schnellste Frau ließ dann nicht mehr lang auf sich warten: Dioni Gorla aus Griechenland sorgte mit ihren 2:56:46 Stunden für eine Premiere beim Oberelbemarathon. Da sie die Lebengefährtin von Nikki Johnstone ist, durfte erstmals ein Paar das Siegertreppchen besteigen.

Und noch ein Novum: Kerstin Kupka startete am Morgen 5 Uhr in Dresden, rannte nach Königstein, und lief dann die gesamte Strecke wieder zurück. Das hatte in der OEM-Geschichte bisher nur Ultraläufer Sebastian Schliwa fertiggebracht.

„Alterspräsident“ läuft Halbmarathon im Hemd

Mit 84 Jahren der älteste Teilnehmer war Erhard Salaske vom Dresdner Wanderer- und Bergsteigerverein. Er absolvierte den Halbmarathon in unter drei Stunden – stilvoll im gelben Karohemd.

Schnellster Mann über die Halbmarathon-Distanz war der Dresdner Marc Schulze (1:10:29 Stunden), der wegen der bevorstehenden WM-Qualifikation diesmal nicht auf den langen Kanten gegangen war. Auch er hatte arg mit dem Gegenwind zu kämpfen: „Die letzten zehn Kilometer sind richtig hart, da stirbste“, kommentierte der Mann mit der Mütze im Ziel. Auf die Plätze liefen Max Betsch (1:10:52) und Robel Tewelde (1:12:09). Bei den Frauen siegte Silke Laun über die 21 Kilometer (1:23:45 Stunden), gefolgt von Manuela Süß aus Dresden (1:27:47) sowie Sandra Barboseck (1:28:00).

Insgesamt waren rund 5700 Läufer gestartet, davon knapp 2400 über den Halbmarathon, 932 über die volle 42-Kilometer-Distanz und reichlich 1200 auf den 10 Kilometern. Den „Zehner“ gewann Karl Bebendorf vom Dresdner SC mit 32:11 Minuten.

Tanja Tröger

Die Erstplatzierten im Marathon:

Männer: 1. Marcel Bräutigam (2:22:52); 2. Nikki Johnstone (2:28:29); 3. Pawel Kosek (2:47:53). Frauen: 1. Dioni Gorla (2:56:46); 2. Stephanie Lindholz (3:08:10); 3. Maria Magdalena Veliscu (3:14:20).

Die Erstplatzierten im Halbmarathon:

Männer: 1. Marc Schulze (1:10:29); 2. Max Betsch (1:10:52); 3. Robel Tewelde (1:12:09). Frauen: 1. Silke Laun (1:23:45); 2. Manuela Süß (1:27:47); 3. Sandra Barborseck (1:28:00).

Die Erstplatzierten über die 10 Kilometer:

Männer: 1. Karl Bebendorf (0:32:11); 2. Georg Bär (0:34:10); 3. Anton Clauß (0:34:24). Frauen: 1. Pauline Neidel (0:37:45); 2. Nadine Förster (0:41:29); 3. Lucile Peroche (0:41:33).

Die Erstplatzierten über die 5 Kilometer:

Männer: 1. Peter Frohnwieser (0:16:27); 2. Wit Grosicki (0:17:00); 3. Fridolin Sperling (0:17:34). Frauen: 1. Celine Noack (0:19:20); 2. Laura Robel (0:20:32); 3. Fiona Gerber (0:20:47).

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