19. April 2022 / 18:12 Uhr

An Christi Himmelfahrt: MSV-Reserve wird als Titelträger abgelöst

An Christi Himmelfahrt: MSV-Reserve wird als Titelträger abgelöst

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Im Mannschaftskreis besangen die Kreisoberliga-Kicker des SV Blumenthal/Grabow nach Abpfiff den erneuten Einzug ins Pokalfinale.
Im Mannschaftskreis besangen die Kreisoberliga-Kicker des SV Blumenthal/Grabow nach Abpfiff den erneuten Einzug ins Pokalfinale. © Verein
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Der SV Blumenthal/Grabow und Veritas Wittenberge/Breese ermitteln am 26. Mai 2022 den neuen Sieger im Oberen Kreispokal.

Halbfinale im Oberen Fußball-Kreispokal: SV Blumenthal/Grabow – MSV Neuruppin II 2:1 (2:1). Tore: 1:0 René Steinhauer (22.), 1:1 Alec Kögler (27.), 2:1 Jens Alms (36.). Zuschauer: 74.

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Für die Endspielniederlage in der Vorsaison, als die MSV-Reserve beim SV Blumenthal/Grabow mit 3:1 triumphierte, hat sich der Kreisoberligist am Montag revanchieren können. „Mit Herz, Kraft und auch Glück“, wie Grabow-Coach Ralf Lengert betonte, kämpften die Hausherren aus der Kreisoberliga den Favoriten, der in der Landesklasse West auf Torejagd geht, nieder. Damit platzte der Traum vom dritten Cup-Triumph in Serie für die Youngster aus der Fontanestadt, die 2020 und 2021 die Pokaltrophäe in den Himmel strecken konnten.

In Bildern: MSV Neuruppin II gewinnt das Pokalfinale 2020/21 bei Blumenthal/Grabow.

Der MSV Neuruppin II aus der Landesklasse West (weiße Trikots) kann seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen und gewann vor 405 Zuschauern erneut den Oberen Kreispokal. Martin Dombrowski (14. Minute) brachte die Oberliga-Reserve in Front, auf der Gegenseite gelang Nico Karper (20.) der Ausgleich. Erst in der Schlussphase entschieden Philipp Wulff (86.) und Alec Kögler (90.+2) die Partie. Zur Galerie
Der MSV Neuruppin II aus der Landesklasse West (weiße Trikots) kann seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen und gewann vor 405 Zuschauern erneut den Oberen Kreispokal. Martin Dombrowski (14. Minute) brachte die Oberliga-Reserve in Front, auf der Gegenseite gelang Nico Karper (20.) der Ausgleich. Erst in der Schlussphase entschieden Philipp Wulff (86.) und Alec Kögler (90.+2) die Partie. © Marius Böttcher

Die Neuauflage des letztjährigen Finals begann so, wie es sich Lengert dachte: „Neuruppin hat gleich ordentlich Druck gemacht und uns in die Defensive gedrängt. Der Gegner hatte die fußballerisch bessere Anlage.“ Das erste Tor aber erzielten die Hausherren. René Steinhauer fasste sich aus 25 Metern ein Herz und ließ mit seinem Geschoss das Netz zappeln – 1:0 (22. Minute). Lediglich fünf Zeigerumdrehungen später fuhren die Gäste einen Angriff über die rechte Seite, den Alec Kögler zum verdienten Ausgleich abschloss. „Nicht unhaltbar“, bemerkte Ralf Lengert, dessen Schlussmann Johann Garlin aber einen insgesamt starken Auftritt zeigte.

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Außerdem war der Ärger nur von kurzer Dauer, denn schon wieder konnte der Außenseiter jubeln. Routinier Jens Alms entwischte bei einem ruhenden Ball seinem Bewacher und setzte sich mit all seiner Wucht entscheidend durch – 2:1 (36.). „Kämpferisch war das eine tadellose Vorstellung meiner Mannschaft“, bemerkte Lengert, dessen Elf sich in den zweiten 45 Minuten noch mehr um defensive Stabilität bemühte und mit dem nötigen Dusel – der MSV traf unter anderem den Pfosten – das Ergebnis über die Zeit rettete. „Finale, oho“, schallte es anschließend über den Grabower Sportplatz, im Jubelkreis feierte der Kreisoberligist den erneuten Einzug ins Endspiel des Oberen Kreispokals. „Jetzt wollen wir den Pott auch mal nach Grabow holen“, gibt sich Ralf Lengert optimistisch.

Pankower SV Rot-Weiß – FSV Veritas Wittenberge/Breese 2:3 (0:0, 1:1) nach Verlängerung. Tore: 0:1 Frederik Töpfer (60.), 1:1 Tobias Stein (87.), 2:1 Brian Hammermeister (105.), 2:2 Robin Blum (111.), 2:3 Alexander Helzel (120.). Zuschauer: 277.

„Die Jungs haben das ein bisschen spannend gemacht, es war auf jeden Fall nicht unser Ziel, in die Verlängerung zu gehen“, sagte ein erleichterter FSV-Trainer Manuel Roeseler. Nach dem fulminanten 5:0-Erfolg des Pankower SV im Viertelfinale gegen den Pritzwalker FHV wusste der favorisierte Gast, dass es beim Kreisoberliga-Vertreter kein Zuckerschlecken wird. „Groß Pankow wollte über die Außenbahnen zum Erfolg kommen, wir haben mit unseren Möglichkeiten im ersten Durchgang dagegen geschlampt“, erklärte Roeseler. Mit der torlosen ersten Halbzeit konnten die Gastgeber gut leben. „Wir standen gegen den großen Favoriten aus der Landesklasse defensiv überragend“, lobte PSV-Co-Trainer Hannes Krüger.

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Nach einer Stunde brachte Frederik Töpfer die Elbestädter mit 1:0 in Front, anschließend vergaß Veritas jedoch, den Deckel auf die Partie zu machen. „Und dafür wurden wir bestraft“, wusste Manuel Roeseler. Drei Minuten vor Ultimo ließ Tobias Stein den Großteil der eines Halbfinals würdigen Kulisse mit dem Treffer zum Ausgleich jubeln. „Wir haben den Druck erhöht und uns den Ausgleich verdient. Die erste Halbzeit der Verlängerung war dann sogar unsere beste Phase“, fand Hannes Krüger. Brian Hammermeister stand nach einem verunglückten Schuss von Dominic Hartmann goldrichtig – der Finaltraum des PSV nahm realistische Züge an.

„Wir haben dann Christoph Nitsche nach vorne beordert, er sollte mit seiner Kopfballstärke etwas bewirken“, verriet Roeseler. Gesagt, getan: Zweimal verlängerte Nitsche per Kopf in die Gefahrenzone, zweimal traf Wittenberge ins Tor und den Pankower SV damit tief ins Mark. Alexander Helzel war es, der in der Schlussminute das umjubelten Siegtor erzielte. „Es war ein verdienter Sieg, wenn auch etwas glücklich. Im Finale wollen wir jetzt natürlich auch gewinnen“, betont Manuel Roeseler. Bei Hannes Krüger wich erste Enttäuschung dem Stolz: „Wir haben dem Gegner alles abverlangt.“