25. März 2020 / 09:32 Uhr

Oberhavel-Umfrage: Neuer Termin für Olympia – Ist das die richtige Entscheidung?

Oberhavel-Umfrage: Neuer Termin für Olympia – Ist das die richtige Entscheidung?

MAZ-Redaktion
Märkische Allgemeine Zeitung
Kerstin Paech, Mattes Schönherr, Matthias Senger und Antje Krohn(von o.l. nach u.r.) äußern sich zur Olympia-Verschiebung.
Kerstin Paech, Mattes Schönherr, Matthias Senger und Antje Krohn(von o.l. nach u.r.) äußern sich zur Olympia-Verschiebung. © MAZ-Archiv, Privat, Christoph Brandhorst/SPORTBUZZER-Montage
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Kreis Oberhavel/Barnim: Nach der Fußball-Europameisterschaft wurden aufgrund des Coronavirus auch die Olympischen Spiele in Tokio verschoben – der SPORTBUZZER hat sich umgehört.

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Mattes Schönherr (Ruderer aus Hohen Neuendorf): „Ich finde es besser so. Aufgrund der unterschiedlichen Vorbereitung der einzelnen Sportarten und Länder ist es so einfach gerechter. Das ist auch der Fairness geschuldet. Denn schon jetzt war es schwierig, für einen fairen Wettkampf zu sorgen. Aufgrund der ganzen Einschränkungen war es schwer genug, jetzt zu trainieren und die ganze Planung geriet durcheinander. Ob es jetzt 2021 wird oder doch später, bleibt abzuwarten.“

Matthias Senger (Geschäftsführer Kreissportbund Oberhavel): „Es hatte sich ja zuletzt schon angedeutet, dass es zu dieser Entscheidung kommt. Jetzt hat erstmal jeder Klarheit und die Hängepartie ist vorbei. Es ist eine korrekte Entscheidung. Je eher die Entscheidung feststeht, desto besser. Denn die Sportler trainieren ja zielgerichtet auf diesen Wettkampf bei Olympia hin. Schade ist es, da ja für einige Athleten 2020 das letzte Wettkampfjahr sein sollte. Ob sie auch im kommenden Jahr mit dabei sind, bleibt abzuwarten.“

Aktuelles aus der Region

Antje Krohn (Mitglied TSV 1997 Oranienburg): „Bei den aktuellen Maßnahmen auf der Welt habe ich diese Entscheidung eigentlich so erwartet. Zumal es schon an Wettbewerbsverzerrung grenzt. Denn aktuell ist ein Training im Turnen in Deutschland schwer machbar. Aber nicht nur aus Fairnessgründen ist eine Absage nachvollziehbar, sondern auch für die Gesundheit. Denn eine Durchführung der Olympischen Spiele mit Athleten und Zuschauern aus aller Welt wäre ein enormes Risiko.“

Kerstin Paech (Leichtathletik-Trainerin): „Auf jeden Fall. Wir reden ja hier von Höchstleistungssport und nicht irgendwelchen Amateuren, die nach vier Wochen Pause wieder einfach normal einsteigen können und ihre Leistungen bringen. Die Verschiebung ist ja der aktuellen Situation geschuldet. Ich hatte natürlich schon noch irgendwie auf ein Wunder gehofft, dass die Olympischen Spiele dieses Jahr stattfinden können. Nun haben aber alle Gewissheit und zum jetzigen Zeitpunkt ist das wichtig.“