12. August 2019 / 11:21 Uhr

Oberhavels Brandenburgligisten stehen in der 2. Runde

Oberhavels Brandenburgligisten stehen in der 2. Runde

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
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Der Veltener Kevin Köhn (2.v.l.) verfolgt Werders Gabriel Franceschini Machado. © Robert Roeske
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Altlüdersdorf feiert Last-Minute-Sieg zum Auftakt im Fußball-Landespokal. FC 98 Hennigsdorf scheitert nur knapp.

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Nachdem am Freitagabend bereits der Oranienburger FC Eintracht durch einen knappen 1:0-Derbyerfolg gegen den SV Zehdenick die zweite Runde des AOK-Fußball-Landespokals erreicht hatte, stehen mit dem TuS Sachsenhausen und dem SV Altlüdersdorf auch die beiden anderen Brandenburgligisten aus Oberhavel in der nächsten Runde. Die vier Landesligisten sowie Kreispokalsieger 1. SV Oberkrämer mussten hingegen bereits in Runde eins die Segel streichen.

VfB Trebbin – TuS Sachsenhausen 1:3 (1:0). Tore: 1:0 Henrique Da Silva Junior (28.), 1:1 Justin Pehl (56.), 1:2 Kevin Höpfner (70.), 1:3 Andor Müller (87.). „Wir hatten ein paar Probleme, ins Spiel zu kommen“, berichtet TuS-Coach Oliver Richter. Nach einem langen Ball und Abstimmungsfehlern zwischen Pascal Wolter und Nick Schrobback stand es plötzlich 1:0 für Trebbin. „Wir haben langsam und behäbig gespielt, dabei aber trotzdem Chancen kreiert“, so Richter. Erst in der Halbzeit sortierte sich der TuS. „Danach haben wir deutlich das Tempo erhöht“, bemerkt der Trainer. Und dann fielen auch die Tore. „Kompliment an Trebbin, dass sie uns das Leben so lange schwer gemacht haben.“ Seinem Team sei so eine Woche vor dem Ligastart gegen den Werderaner FC noch die eine oder andere Baustelle aufgezeigt worden, an der man in der kommenden Trainingswoche noch arbeiten werde.

In Bildern: Der VfB Trebbin bietet TuS Sachsenhausen lange Paroli.

Landesliga-Aufsteiger VfB Trebbin (blaue Spielkleidung) schlägt sich im Fußball-Brandenburgpokal beim 1:3 gegen den Brandenburgligisten TuS Sachsenhausen wacker. Zur Galerie
Landesliga-Aufsteiger VfB Trebbin (blaue Spielkleidung) schlägt sich im Fußball-Brandenburgpokal beim 1:3 gegen den Brandenburgligisten TuS Sachsenhausen wacker. © Frank Neßler
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FSV Babelsberg 74 – SV Altlüdersdorf 2:3 (1:0). Tore: 1:0 Nils Richter (25.), 1:1 Florian Riehl (66.), 1:2 Szymon Sidorowicz (70.), 2:2 Maximilan Hoffmann (81.), 2:3 Tomasz Bejuk (90.+2). Mit enger Personallage – acht Spieler fehlten aus verschiedenen Gründen – hat der SVA durch ein Tor in der Nachspielzeit den Einzug in Runde 2 gepackt. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Die 74er spielten mutig, die Lila-Weißen hingegen eher zurückhaltend. Auch der Rückstand änderte daran nichts. Erst nach der Pause entwickelte die Elf von Coach Steffen Borkowski mehr Druck. Der SVA drehte das Spiel, doch die Babelsberger schlugen noch einmal zurück. Neuzugang Tomasz Bejuk jagte den Ball schließlich aus der Drehung zum Siegtreffer in die Maschen. „Was in der ersten Halbzeit los war, kann ich mir nicht erklären. Die zweite war dann deutlich besser“, schätzte Steffen Borkowski ein. dw

SC Oberhavel Velten – Werderaner FC Viktoria 0:3 (0:1). Tore: 0:1 Tim Steuk (5.), 0:2, 0:3 Ramazan Günel (48., 74.). Die Veltener hatten viele verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen. So musste Coach Christian Eichelmann ab der 78. Minute sogar noch selbst mit aufs Feld. Die umgebaute SCO-Abwehr hatte mit dem Brandenburgligisten viel zu tun. Martin Schönhoff, die einzige Veltener Spitze an diesem Tag, hing in der Luft. Die langen Bälle der Gastgeber fanden zumeist keine Abnehmer. Kurz vor der Pause setzte Kevin Köhn mit einem Fernschuss, welcher knapp das Ziel verfehlte, ein Achtungszeichen. Die Gäste blieben aber spielbestimmend. Günels Doppelpack entschied die Partie. Vor allem fehlte es dem Spiel der Platzherren an Bewegung. bj

In Bildern: Der Werderaner FC Viktoria siegt mit 3:0 bei Oberhavel Velten.

Der Werderaner FC Viktoria (dunkle Trikots) siegt mit 3:0 bei Oberhavel Velten und zieht in die nächste Landespokal-Runde ein. Zur Galerie
Der Werderaner FC Viktoria (dunkle Trikots) siegt mit 3:0 bei Oberhavel Velten und zieht in die nächste Landespokal-Runde ein. © Robert Roeske

FC 98 Hennigsdorf – SV Grün-Weiss Brieselang 2:3 (1:2). Tore: 0:1 Julian Krause (18.), 1:1 Ricky Schneider (25.), 1:2 Christopher Ide (29.), 2:2 Lucas Heidel (48.), 2:3 Tom-Melvin Schmidt (89.). Die wichtigste Erkenntnis für Neu-Trainer Roy Buchholz: „Wir können mithalten.“ Mit der Leistung seiner Elf war der Hennigsdorfer zufrieden. „Aber natürlich sind wir tierisch enttäuscht, dass es am Ende nicht gereicht hat“, so Buchholz. Der Brandenburgliga-Absteiger aus Brieselang ging mit dem ersten Angriff in Führung – da hatten die Platzherren schon drei Hochkaräter vergeben. „Am Ende war es ein 50:50-Spiel, das auch wir hätten gewinnen können. Wir haben vielleicht schon an die Verlängerung gedacht. Aber speziell in der ersten Halbzeit waren wir sehr stark, die Tendenz geht nach oben“, analysiert Roy Buchholz.

BSC Fortuna Glienicke – FSV Glückauf Brieske/Senftenberg 2:4 (1:0). Tore: 1:0 Philipp Kadow (44.), 1:1, 1:2 Maik Becker (49., 59.), 1:3 Maximilian Schurig (68.), 2:3 Florian Venz (80.), 2:4 Maik Becker (90.). Fortunas Gino Wrembel hat geheiratet, dadurch fehlten dem BSC am Sonnabend gleich mehrere Leistungsträger. „Das darf aber natürlich keine Ausrede sein. Wir hatten das Spiel 45 Minuten lang komplett in der Hand“, erklärt Fußball-Abteilungsleiter Roland Kerst. „Brieske kam gar nicht richtig ins Spiel, war dann in der zweiten Halbzeit aber unglaublich eiskalt.“ Aus sechs Chancen habe der Gast vier Tore gemacht. „Von daher stehen sie nicht unverdient in der 2. Runde“, erkennt Kerst an. Trotzdem ärgern sich die Glienicker, nicht mehr aus ihrer Überlegenheit vor der Pause gemacht zu haben. „Die Welt geht nicht unter, unser Augenmerk liegt klar auf der Landesliga. Aber natürlich wären wir gerne weitergekommen, um in der nächsten Runde wieder die Chance auf einen attraktiven Gegner zu haben.“

1. SV Oberkrämer – FV Preussen Eberswalde 0:4 (0:2). Tore: 0:1 Thorben Schöffel (15.), 0:2 Kohei Suzuki (39.), 0:3 Kim Schwager (50.), 0:4 Kohei Suzuki (68.). Die Ex-Sachsenhausener Thorben Schöffel und Kim Schwager sowie Preussen-Neuzugang Kohei Suzuki ließen eine Pokal-Überraschung des SVO nicht zu. Dabei hielt der Kreisoberligist gegen die drei Klassen höher spielenden Barnimer lange gut mit. Die Cleverness machte am Ende allerdings den Unterschied. „Wir haben sehr gut angefangen und sogar eine Halbchance zur Überraschungsführung“, berichtet Serjoscha Rösler vom 1. SVO. „Wer weiß, wie das Spiel läuft, wenn wir da das erste Tor machen.“ Die Preussen spielten Oberkrämer danach jedoch zweimal gekonnt aus. „Die erste Halbzeit war noch sehr griffig, als die Führung deutlicher wurde, ist die Partie etwas verflacht und hatte am Ende fast schon Testspielcharakter“, so Rösler. Trotzdem sei es für die Vehlefanzer ein Erlebnis gewesen, einmal im „Konzert der Großen“ dabei gewesen zu sein.

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