14. Februar 2020 / 10:57 Uhr

Oberhavels Fußballer trauern um Peter Meller

Oberhavels Fußballer trauern um Peter Meller

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
War viele Jahre als Spieler und Trainer aktiv: Peter Meller.
War viele Jahre als Spieler und Trainer aktiv: Peter Meller. © Robert Roeske
Anzeige

Kreis Oberhavel/Barnim: Der frühere Fußballer und Trainer von Sachsenhausen, Borgsdorf, Glienicke und Mühlenbeck ist im Alter von 60 Jahren verstorben.

Anzeige

Oberhavels Fußball-Familie trauert um Peter „Paule“ Meller. Der frühere Fußballer und Trainer ist am Mittwoch im Alter von 60 Jahren verstorben. Als „sehr lebenslustigen, immer gut gelaunten Menschen“ hat Michael Reichert, der Vorsitzende des Fußballkreises Oberhavel/Barnim, den langjährigen Trainer in Erinnerung. „Paule hatte immer einen Spruch auf den Lippen. Ausgeflippt ist er eigentlich nie.“ Sein Tod sei ein großer Verlust für den Fußballkreis.

Reichert erlebte Meller zunächst als Spieler in Borgsdorf, später begann dort Anfang der 1990er Jahre seine Trainerlaufbahn. „Wir sind mit ihm damals aus der 1. Kreisklasse in die Kreisliga aufgestiegen“, so Michael Reichert.

Auch öffentlich wird um Meller getrauert. „Paule hatte seinen Anteil daran, dass die Mannschaft jetzt da steht, wo sie steht, und dafür werden wir immer dankbar sein“, schreibt der BSC Fortuna Glienicke auf seiner Facebookseite. Als Trainer hatte Meller dort bis 2016 den rasanten Aufstieg der Kicker aus der Bieselheide begleitet. „Wir kannten dich als tollen Vater, guten Freund und kompetenten Trainer“, teilt der FSV Forst Borgsdorf via Facebook mit. Als Coach arbeitete Peter Meller lange für die „Förster“, prägte auch spätere Fußballgrößen wie Fabian Holland (jetzt Kapitän bei Zweitligist SV Darmstadt 98) oder Ex-Bundesliga-Profi Michael Hartmann. Der Kontakt zu beiden riss nie ab. Nur ein kurzes Intermezzo (Januar bis März 2006) hatte Peter Meller hingegen beim TuS 1896 Sachsenhausen, damals noch in der Landesliga. Auch beim SV Mühlenbeck saß er auf der Trainerbank. Und gemeinsam mit dem Ex-Herthaner Karl-Heinz Granitza betreute er einst die Reinickendorfer Füchse in der Oberliga.

Früher trat der gelernte Schlosser auch selbst gegen den Ball. Gemeinsam mit Frank „Wuschi“ Rohde besuchte er die Sportschule, kickte als Nachwuchstalent für den BFC Dynamo. „Weil meine Oma im Westen lebte, musste ich gehen“, verriet Meller einmal. Im ehemaligen Kreis Oranienburg spielte der einstige Mittelstürmer unter anderem als jüngster Spieler (mit 17 Jahren) der DDR-Liga bei Motor Hennigsdorf sowie in der Bezirksliga bei Stahl Oranienburg und dann auch bei der SG Sachsenhausen.