12. April 2019 / 16:44 Uhr

Oberliga: Gipfeltreffen am Northeimer Rhumekanal

Oberliga: Gipfeltreffen am Northeimer Rhumekanal

Jan-Philipp Brömsen
Göttinger Tageblatt
Duell aus dem Niedersachsenpokal gegen Arminia Hannover: Am Sonntag empfängt Eintracht Northeim (rote Trikots) den Tabellenführer HSC Hannover zum absoluten Topspiel.
Duell aus dem Niedersachsenpokal gegen Arminia Hannover: Am Sonntag empfängt Eintracht Northeim (rote Trikots) den Tabellenführer HSC Hannover zum absoluten Topspiel. © Foto: Heller
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Es ist das absolute Spitzenspiel in der Fußball-Oberliga: Der Tabellenzweite FC Eintracht Northeim hat am Sonntag, 14. April, um 14 Uhr den Tabellenführer HSC zu Gast. Im Northeimer Gustav-Wegner-Stadion kommt es somit fünf Spieltage vor Saisonende zum Showdown.

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Ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern sich die Rhumestädter mit dem Team aus der Landeshauptstadt bereits seit Monaten – der Kampf um den Aufstieg in die Regionalliga. Nur der Meister wird direkt in die viert höchste Liga im Deutschen Fußball aufsteigen. Wer ist besser drauf oder gar Favorit? – Ein Teil der Antwort kann sicherlich nach dem direkten Duell am Sonntag gegeben werden.

„Auch nach diesem Spiel sind noch zwölf Punkte zu vergeben. Fakt ist auch, dass der HSC mit einem Sieg schon eine gute Ausgangslage hätte“, analysiert Eintracht-Trainer Philipp Weißenborn. Sein Team gewann vor Wochenfrist beim abstiegsbedrohten TB Uphusen knapp mit 1:0, hielt sich aber so die Chance offen, die Meisterschaft noch aus eigener Kraft zu schaffen.

Zwei richtig gute Mannschaften

„Wir bereiten uns so vor, wie auf jedes andere Spiel“, so Weißenborn, der um die Bedeutung der Partie weiß, sie aber nicht so hoch hängt. „Ich freue mich immer, wenn zwei richtig gute Mannschaften aufeinander treffen. Das hat sich auch in den beiden bisherigen Duelle gezeigt, die wir zwar 2:0 und 3:1 gewonnen haben, jedoch auf Augenhöhe verliefen“ erinnert sich der Coach. Weißenborn spricht den 2:0-Erfolg aus dem Hinspiel und den Sieg im Niedersachsenpokal an.

Meisterschaft aus eigener Kraft

„Die Meisterschaft können wir noch aus eigener Kraft schaffen und wollen natürlich am Sonntag gewinnen“, gibt der Coach als Ziel heraus. Von einem langweiligen Spiel geht Weißenborn indes nicht aus, denn unter seiner Regie sei noch nie ein Spiel 0:0 ausgegangen. Zudem kennen sich beide Mannschaften so gut, es keine Überraschungen zu erwarten seien.

Den HSC sieht der Northeimer Trainer als sehr flexiblen Gegner, der mit verschiedenen Formationen agieren kann. „Sie rotieren viel – ähnlich wie wir und haben ein gutes Umschaltspiel. Die können einfach richtig zocken“, so Weißenborn. Aber nicht nur der aktuelle Tabellenführer aus Hannover hat viele Stärken, auch Northeim ist in den vergangenen Jahren gewachsen.

HSC mit Torjäger Schultz

Die Eintracht kassierte in Heimspielen lediglich zehn Gegentreffer und verlor nur drei der zwölf Partien. Auf der anderen Seite ist der HSC das beste Auswärtsteam der Liga. Coach Martin Polomka verlor mit seiner Mannschaft in der Fremde nur zweimal und hat mit Christopher Schultz (14 Treffer) den besten Torschützen der Liga in seinen Reihen.

Unabhängig vom Ausgang der Saison sieht Weißenborn drei Dinge, die aus seiner Sicht entscheidend für den Erfolg seines Teams sind: Qualität in der Kaderbreite, Sehr gute Defensivarbeit als Team und die Erfahrung auch enge Spiele gewinnen zu können. Ob es tatsächlich zum Aufstieg reicht, steht spätestens am 18. Mai fest.

Zuvor steht für die Northeimer Eintracht noch das nicht ganz unbedeutende Halbfinale im Niedersachsenpokal am Ostermontag (22. April) an.